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Reportage  Reportage: 24 Stunden von Le Mans

3:0 für Audi



Rund 200.000 Einwohner hat Le Mans. Normalerweise. Denn an einem Wochenende im Juni verdoppelt sich die Zahl: Dann veranstaltet der Automobile Club de l'Ouest ein riesiges Volksfest mit angeschlossenem Autorennen.

 
 24 Stunden von Le Mans
  
 24 Stunden von Le Mans  - Foto: Wolff  24 Stunden von Le Mans - Foto: Wolff  24 Stunden von Le Mans - Foto: Hersteller  24 Stunden von Le Mans - Foto: Hersteller  24 Stunden von Le Mans - Foto: Wolff  24 Stunden von Le Mans - Foto: Wolff

Kurz nach 14 Uhr am Sonntag flossen in der Peugeot-Box die Tränen. Auch der letzte der drei Werks-Peugeot 908 HDi FAP war mit einem veritablen Motorschaden liegen geblieben. Und wie um das Desaster komplett zu machen, blieb in der letzten Stunde des 24-Stunden-Rennens von Le Mans auch noch der einzige im Rennen verbliebene 908 des privaten Teams Oreca aus - ebenfalls mit einem Motorschaden. Der Weg für die drei konstant ihre Runden ziehenden Audi R15 TDI war frei - das Auto mit den Fahrern Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller rollte als erstes über die Ziellinie. Ausgelassener Jubel bei den Audi-Leuten, tiefe Depression bei den Franzosen.

"Wir haben das Recht, heute enttäuscht zu sein", sagte Peugeots Sport-Direktor Olivier Quesnel: "Aber wir versuchen es 2011 wieder." In diesem Jahr allerdings sei man auf "einen unschlagbaren Gegner" gestoßen.

Dabei hatte es die meiste Zeit noch völlig anders ausgesehen, nachdem das mittlerweile 78. Rennen am Samstag um 15 Uhr gestartet worden war. Die vier Peugeot lagen viele Stunden fast unangefochten an der Spitze des Feldes. Und selbst als der erste Werks-Peugeot an frühen Abend mit defekter Radaufhängung in der Box bleiben musste, machten die restlichen drei weiter ihr Ding. Wer in der Nacht am Rande der Strecke in seinen Schlafsack kroch, der tat das in der Gewissheit, dass wie im Jahr zuvor am Sonntag die Peugeot den Sieg nach Hause fahren.

Denn für die Audi hatte es lange eher nach einem trüben Wochenende ausgesehen. An die führenden Peugeot war einfach nicht heran zu kommen. Und eine Safety Car-Phase bald nach dem Start riss die Spitzengruppe auseinander. Bei einem Boxenstopp kam es zu einem Unfall mit einem Fotografen. Und kurz danach ruinierte sich Tom Kristensen das Heck seines Audi, weil er bei dem Versuch, einem langsam fahrenden BMW M3 auszuweichen erst im Kiesbett und dann im Reifenstapel landete. Die Peugeot dominierten das Rennen scheinbar nach Belieben.

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5410 Kilometer an einem Tag
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Am Morgen sah die Welt schon anders aus: Nur noch zwei Peugeot waren unterwegs, gejagt von dem Pulk der Audi, die es problemlos durch die Nacht geschafft hatten. Und die am Ende triumphierten. Umso bitterer für die Franzosen, dass sie nicht vor Fremdverschulden kapitulieren mussten, sondern allesamt an eigenen technischen Problemen. Sie hielten ganz offensichtlich nicht 24 Stunden lang das Tempo durch, das die Audi ihnen in diesem schnellsten Rennen der Le Mans-Geschichte aufzwangen.

Die Audi schafften es sogar noch, den Distanzrekord des Porsche 917 aus dem Jahre 1971 zu knacken - der galt seither als unschlagbar, weil die Strecke danach durch zwei Schikanen in der Hunaudières-Geraden entschärft wurde. Vorher wurden dort über 400 km/h gefahren - heute sind es rund 340 km/h. Am Ende hatte der siegreiche Audi R15 TDI in den 24 Stunden 397 Runden zurückgelegt, was einer Distanz von 5410 Kilometern entspricht.

Doch es sind nicht nur die Rennen selbst, die Le Mans zu einem einzigartigen Erlebnis machen - erst recht, wenn sie so spannend und dramatisch ausfallen, wie in diesem Jahr. Es sind auch die Zuschauer selbst und das ganze Drumherum - ein riesiges Volksfest mit Riesenrad, Fressmeilen und Devotionalienständen, an denen die Rennsportgläubigen vom Poster mit Fotos von allen Le Mans-Gewinnern bis hin zum flauschigen und natürlich roten Rennsport-Overall für Babies so ziemlich alles bekommen, was auch nur irgendwie mit Rennautos zu tun hat.

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Very british
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238.400 Besucher an einem Wochenende - die müssen erst einmal untergebracht werden. Le Mans ist den Rest des Jahres über nicht gerade ein schmuckes Kleinod, das die Touristenströme anzieht. Entsprechend rar gesät und zu Renn-Zeiten auf dem Circuit de la Sarthe hoffnungslos überteuert sind die Hotels im Umkreis. Das macht die Felder und Wiesen rund um die knapp 14 Kilometer lange Rennstrecke zu einem gigantischen Campingplatz.

Und zu einem höchst skurrilen. Hersteller wie Audi oder Peugeot zum Beispiel mieten für ihre Renngäste ganze Messehallen oder riesige Zelte und lassen sie mit mobilen Trennwänden für ein paar Tage zu 500-Betten-"Hotels" ausbauen - mit hellhörigen Zimmerchen, in die gerade mal ein Bett und ein Tisch passen und mit Gemeinschaftsduschen am Ende des Ganges. Eine ganz eigen Definition des Begriffs "Boxengasse".

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Die rennsportbegeisterten Engländer, die zu tausenden über den Kanal nach Le Mans pilgern, sind auch nicht gerade das, was man auf verschlammten Zeltplätzen vermutet: Neben dem kleinen Iglu-Zelt, über dem die englische Flagge flattert, parkt dann schon mal ein Aston Martin, Ferrari, Lotus, Lamborghini oder Caterham. Und die leeren Bierflaschen stapeln sich davor in der Form der Londoner Tower Bridge.

Gleich daneben bei den Dänen (meist eingefleischte Fans von ihrem Landsmann Tom Kristensen) hat ein Reiseveranstalter ein komplettes Zeltdorf organisiert - mit endlosen Reihen roter Schlafzelte, einem üppigen Verpflegungszelt und einer großen Fernsehwand fürs Public Viewing des kompletten Rennens. Man muss nicht mal an der Rennstrecke gewesen sein, um in Le Mans mitten drin zu sein im großen Drama zwischen Start und Ziel.

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Text:  Eine eMail an Jürgen Wolff schicken Auf Artikel linken
Fotos: Wolff
Ort: Le Mans

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