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Fotos: Trömer/Suzuki
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Unser Autor: Jürgen Wolff

Reportage  Reportage: Suzuki Rallye Cup

Ab durch die Hecke (1. Teil)



Gut und schnell fahren reicht nicht. Glück alleine auch nicht. Man sollte auch Links und Rechts auseinander halten können. Und auf seinen Beifahrer hören. Wir sind auf einem Cup-Suzuki eine Rallye mitgefahren.

 
 Suzuki Rallye Cup
  
 Suzuki Rallye Cup  - Foto: Trömer/Suzuki  Suzuki Rallye Cup - Foto: Trömer/Suzuki  Suzuki Rallye Cup - Foto: Trömer/Suzuki  Suzuki Rallye Cup - Foto: Trömer/Suzuki  Suzuki Rallye Cup - Foto: Trömer/Suzuki  Suzuki Rallye Cup - Foto: Trömer/Suzuki

Man sollte immer auf seinen Beifahrer hören. Auch, wenn die Anweisungen eher kryptisch klingen: "200 Links 2", gibt mein Co-Pilot Jan Enderle die Richtung vor - 200 Meter geradeaus, dann praktisch im rechten Winkel ab nach links. Rallye-Planer lieben rechte Winkel. Die Strecken, auf denen wir heute beim Suzuki Rallye Cup im Autobahntempo unterwegs sind, sind voll davon. Und netterweise auch noch gut beschildert: erst mit einem Pfeil auf gelbem, dann mit einem auf rotem Grund. Nur diesmal, mitten drin in einer 17 Kilometer langen Wertungsprüfung auf der "Wahlener Platte", hat anscheinend schon jemand vor mir das gelbe Schild umgenietet.

Pech nur, dass die mir bislang immer als Marke dafür gedient haben, wann man besser so langsam in die Eisen steigt. Also sehe ich das rote Schild fast schon zu spät, als wir mit Tempo 150 über den Feldweg angebrettert kommen. Vollbremsung, Lenkrad gerade halten - und hoffen. Glück gehabt: Ausnahmsweise ist es kein Graben, in den wir mit qualmenden Reifen schlittern, sondern der asphaltierte Zugang zu einer Koppel. Also rückwärts raus und weiter - mit Bremsplatten, ärgerlichem Zeitverlust und der Einsicht, das Jan vertrauenswürdiger ist als all die Schilder.

Eigentlich hätte ich es wissen müssen - auch, wenn ich zum ersten Mal im Leben eine richtige Rallye fahre. Noch dazu, so versichert mir Suzukis Rallye-Chef Niki Schelle, einen durchaus anspruchsvollen Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft - natürlich ohne Wertung. Entsprechend schnell und gründlich hat mich mein "Co" darauf eingestellt. Der macht das Geschäft auf dem Beifahrersitz nun schon seit zehn Jahren und ist mental entsprechend gefestigt. Ich an seiner Stelle hätte schon beim eher harmlosen Shakedown am Donnerstag Abend fluchtartig den Sitz neben mir verlassen.

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Warm werden
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Dabei ist der kurze abendliche Trip eher zum Warmwerden gedacht - und dazu, mich erst einmal an "meinen" Swift zu gewöhnen. Das Cup-Fahrzeug hat Suzuki fast schon liebevoll für mich präpariert. Seine hinteren Seitenfenster schmückt auch mein Namenszug, der Sitz hat Sondergröße und passt perfekt - nicht einmal der Gurt kneift. Immerhin rückt der Shakedown meine Relationen wieder gerade: Alle anderen sind schneller. Na gut: Dass aus dem Treppchen eh nichts würde, war von Anfang an klar - aber zu tief sollte die Blamage auch nicht werden, hatte ich mit vorgenommen.

Doch vor das Gas geben haben die Offiziellen erst einmal die Bürokratie gesetzt: Schlange stehen bei der Dokumenten-Abnahme ("Führerschein? Rennlizenz? Haftungsverzicht?") und bei der Fahrzeug-Abnahme. Und am nächsten Tag noch einmal, um das Roadbook abzuholen - die dicke Schwarte mit Ringheftung, in der jede Strecke, jede Kurve, jede Abzweigung eingezeichnet ist, der wir bei der Rallye selbst dann folgen müssen. Und das wir uns jetzt erst einmal Meter für Meter im "zivilen" Zweit-Swift selbst erarbeiten. Wir machen uns unser eigenes Roadbook. So, wie wir die Strecke einschätzen.

Und vor allem, wie Jan die Strecke einschätzt. Denn ich merke schnell: Das kann er viel besser als ich. Im Abschätzen von Entfernungen bin ich lausig. Aber wo in einer Skala von 1 bis 5 ich eine Kurve einordnen muss, das habe ich ziemlich schnell raus: 1 heißt Spitzkehre, 5 heißt lang gezogen und "gib Gummi".

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200 Links 2
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Kurve um Kurve erarbeiten wir uns jeden Kilometer - ich fahre im Bummeltempo und sage meine Einschätzung von Kurvenradien und Entfernungen. Jan schreibt alles penibel auf, korrigiert geduldig, wenn ich allzu sehr daneben liege und fügt kurze Kommentare zu: Kuppe, zum Beispiel, Schotter, Sprung oder auch mal "Slow". Dann die gleiche Runde noch einmal zur Überprüfung. Es herrscht reger Verkehr hier auf den Feldern rund um Dillingen. Nur sind die meisten schneller, weil routinierter unterwegs als wir. Ich freunde mich schon mal mit dem Gefühl an, überholt zu werden.

Als wir Abends im Fahrerlager ankommen, steht die erste ernsthafte Prüfung an: Drei Runden durch die abgesperrte Dillinger Innenstadt. "Stadtkurs" steht im Programmheft. Die meisten Rallye-Fahrer hassen das, lerne ich, weil es wenig zu tun hat mit engen Waldwegen, knallendem Schotter und tiefen Schlaglöchern. Aber die Zuschauer lieben es - 6000 stehen an der Strecke. Und sehen Jan und mich vergleichsweise schleichen. Über sechs Minuten brauche ich für die drei Runden - eine Minute für jeden der gleißenden Scheinwerfer, den die Mechaniker noch vorne auf die Motorhaube geschraubt haben. Alle anderen haben mindestens 5er-Zeiten. Das kann ja was werden.

Es wird auch am nächten Tag zuerst einmal Warten. Eigentlich sollte alles perfekt durchgeplant sein und im Minutentakt laufen. Tut es aber nicht - wir stehen vor dem Start zur ersten Wertungsprüfung im Sportfahrer-Stau. 88 Fahrzeuge durchzuschleusen - das schafft auch eine perfekt geölte Rally-Bürokratie nicht so ohne weiteres, wenn jedesmal eine Kontrollkarte ausgefüllt und abgestempelt werden muss. An Start und Ziel. Bei jedem Wertungslauf. Und immer wieder mal dazwischen, wenn es zum Service oder Sammelplatz geht.

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