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Technik  Technik: Neue Mercedes E-Klasse

Blick in die Zukunft



Mit der vorletzten E-Klasse führte Mercedes das 4-Augen-Prinzip ein. Auch die kommende E-Klasse leuchtet immer noch mit vier Scheinwerfern in die Welt – und will so ganz nebenbei das sicherste Auto sein.

 
 Neue E-Klasse
  
 Neue E-Klasse  - Foto: Hersteller  Neue E-Klasse - Foto: Hersteller  Neue E-Klasse - Foto: Hersteller  Neue E-Klasse - Foto: Hersteller  Neue E-Klasse - Foto: Hersteller  Neue E-Klasse - Foto: Hersteller

In Sachen Design darf man bei einem Massenmodell wie der Mercedes E-Klasse keine Wunder erwarten. Ähnlich wie beim VW-Golf ist die Kundschaft treu und nicht gerade im jugendlichen Alter – da darf man nicht zu viel riskieren. So gibt es denn in der Neuauflage ein gutes Stück der aktuellen E-Klasse, einen Hauch CLS und einen Schuss der Luxus-S-Klasse. Fertig ist die Baureihe W 212.

Bei den Motoren gibt es zunächst einmal wenig Neues. Im europäischen Volumenbereich wird sich viel um den neuen 2,2 Liter Diesel drehen, der in Leistungsstufen zwischen 170 und 204 PS für Fahrspaß und Sparsamkeit sorgen soll. Mittelfristig gibt es zudem neue Benzindirekteinspritzer und Turbotriebwerke. 4matic- und AMG-Versionen sind ebenso selbstverständlich wie das später auf den Markt kommende T-Modell und ein viersitziges Cabriolet.

Die Hightech-Ausstattung der neuen E-Klasse kennt dagegen zumindest in Sachen Sicherheit kaum Grenzen. Erst vor wenigen Monaten hatte die jüngste Generation des 7er BMW mit einem fast schon unübersichtlichen Hightech-Paket beeindruckt. Die E-Klasse kann noch ein bisschen mehr und bringt mit einem echten Notbremsassistenten und einem Müdigkeitswarner zwei neue Komponenten auf den Markt, die das Autofahren nochmals deutlich sicherer machen sollen.

Das Paket von Fahrerassistenzsystemen ist üppig geschnürt. Die unsichtbaren Helfer für den sicheren Abstand zum Vordermann, ein Schutzengel, der immer in den Rückspiegel schaut oder genau das richtige Licht anschaltet arbeiten jedoch weitgehend im Verborgenen.

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Invasion der Fahrassistenten
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Ein großer Wurf scheint den Schwaben mit dem Einschlafwarner gelungen zu sein. Seit vielen Jahren forschten die Entwicklungsabteilungen von zahlreichen Autoherstellern, wie man dem Sekundenschlaf den Schrecken nehmen kann. Zielten die meisten Entwickler lange Zeit auf Augen- und speziell auf die Pupillenbewegung, so hat Mercedes nun eine völlig andere Lösung und misst das Verhalten des Fahrers in Bezug auf Lenkzeit, Lenkbewegungen, Uhrzeit und Fahrgewohnheiten an 70 Faktoren.

Der Schlüssel zur Sicherheit liegt in einem besonders feinfühligen Lenksensor. Misst der - in Abstimmung mit den Gegebenheiten - einen schreckhaft lenkenden Piloten, gibt es eine Warnmeldung mit entsprechendem Pausenhinweis. Im Gegensatz zu vielen anderen Sicherheitsausstattungen bietet Mercedes das in der neuen E- und wenige Wochen später der überarbeiteten S-Klasse ab dem Frühjahr 2009 serienmäßig.

Das würde man sich auch für Sicherheitsdetails wie einem intelligenten Xenonlicht, Abstandstempomat oder Überhol- und Spurhalteassistent wünschen. Doch hier bleibt man dem Grundsatz treu, dass derartige Annehmlichkeiten ihren Aufpreis haben.

Neu in der E-Klasse ist auch das von der S-Klasse übernommene und weiter entwickelte Nachtsichtgerät, das ab sofort auch über eine Objekterkennung verfügt. Befinden sich Personen auf der Fahrbahn, werden diese auf dem Multifunktionsbildschirm im Cockpit durch Fotoecken gekennzeichnet.

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Vision vom Fahren
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Ein wichtiger Schritt in Sachen Sicherheit ist die autonome Vollbremsung, die erstmals in einem Serien-PKW verbaut ist. Reagiert der Fahrer beim Auffahren auf ein Hindernis nicht auf Warnhinweise und die autonome Teilbremsung, tritt der Sicherheits-Benz 0,6 Sekunden vor einem sicheren Aufprall eigenmächtig in die Eisen – zumindest bei der Sonderausstattung Distronic Plus. "Durch unsere Pre-Safe-Bremse reduziert sich die Aufprallgeschwindigkeit um 16 km/h", sagt Christian Früh, zuständig für Bremsen und Assistenzsysteme im Hause Mercedes. "Insgesamt hat die neue E-Klasse 17.500 Crashtests am Computer und mehr als 150 in der Realität bestehen müssen."

Für weitere Sicherheit an Bord sorgen unter anderem ESP, Bremsassistent, neun Airbags, ABS und eine um 30 Prozent steifere Karosserie. "E- und S-Klasse sollen in Sachen Sicherheit zukünftig eng zusammenrücken", erklärt Ulrich Mellinghoff, Entwicklungsleiter im Bereich Mercedes-Sicherheit: "Das Auto soll bei uns zukünftig ein denkender Partner sein."

Doch so sicher und hightech-orientiert die neue E-Klasse, die im Frühjahr kommenden Jahres auf den Markt kommt, auch ist: Eine längst bei der Konkurrenz etablierte automatische Feststellbremse fiel dem Rotstift zum Opfer. So wird die wie in den 70er Jahren immer noch mit dem Fuß festgestellt und links am Armaturenbrett manuell gelöst – angesichts der anderen Hightech-Komponenten fast schon peinlich.

"Eine Vision vom unfallfreien Fahren ist in absehbarer Zeit wohl nicht zu verwirklichen - aber wir sind auf einem guten Weg", findet Christian Früh. Unterstrichen wird dies auch durch weitere Details wie einen zusätzlichen Hüft-Airbag, die Verkehrszeichenerkennung oder eine aktive Motorhaube, die den Fußgängeraufprall abmildern soll.

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