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Technik  Technik: Fliegende Autos

Freier Flug für freie Bürger



Schon wieder ein Stau? Fliegen Sie doch einfach darüber hinweg! Der PAL-V ist Auto und Fluggerät in einem. Was sich im ersten Moment wie eine verrückte Idee anhört, könnte in einigen Jahren Realität werden.

 
 Fliegende Autos
  
 Fliegende Autos  - Foto: Hersteller  Fliegende Autos - Foto: Hersteller  Fliegende Autos - Foto: Hersteller  Fliegende Autos - Foto: Hersteller  Fliegende Autos - Foto: Hersteller  Fliegende Autos - Foto: Wolff

"Straßen? Wo wir hingehen, brauchen wir keine Straßen!" sagt Doc Emmett Brown in der letzten Szene des Kultstreifens "Zurück in die Zukunft". Er startet seinen zur Zeitmaschine umgebauten De Lorean, die Räder klappen nach innen, und der Sportwagen schwebt mit einem Affenzahn davon.

Schon immer hat der Traum vom fliegenden Auto Hollywood beflügelt. In Filmen wie "Blade Runner", "Das Fünfte Element" oder "Star Wars" sind die Städte zu solch gigantischen Megacitys ausgewuchert, dass man dem Verkehrskollaps nur noch fliegend entkommen kann.

Niederländische Entwickler wollen die hochfliegenden Träume nun auf den Boden der Tatsachen holen. Der PAL-V soll bald für jedermann verfügbar sein. Die Abkürzung steht für "Personal Air/Land Vehicle". Im Gegensatz zu Hollywoods schwebenden Wunderautos, deren Technik selten hinreichend erklärt wird, ist das Funktionsprinzip des PAL-V fast schon bodenständig.

Auf der Straße rollt das zweisitzige Dreirad wie ein normales Fahrzeug, bis zu 200 km/h schnell. Mit ein paar Handgriffen wird der Fahrer zum Piloten: Zwei große Rotorblätter klappen aus, und der PAL-V erhebt sich in die Lüfte – 200 km/h schnell und nicht höher als 1200 Meter. Denn der Luftraum über 1500 Metern ist für Linienflugzeuge reserviert.

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Benziner, Diesel oder Biokraftstoff
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"Bald wird es privates Fliegen nicht nur exklusiv für Geschäftsleute und Prominente geben", schwärmt Robert Dingemanse, einer der PAL-V-Väter: "Falls Staus und Straßenabsperrungen ein Ziel blockieren – fliegen. Falls das Wetter schlecht ist – fahren."

Das PAL-V könne wie ein Hubschrauber praktisch überall landen, sagen die Schöpfer des Heli-Autos, von dem bislang allerdings nicht mal ein Prototyp existiert. Als Antrieb komme ein normaler Benzin- oder Dieselmotor in Frage. Selbst über alternative Treibstoffe wie Bioethanol denken die Niederländer schon nach.

Im Flug sieht der PAL-V-Entwurf aus wie ein Hubschrauber. Genau genommen handelt es sich aber um einen Tragschrauber, auch Gyrokopter genannt. Der Hauptrotor wird im Flug nicht von einem Motor, sondern vom Fahrtwind angetrieben und sorgt ähnlich wie eine Tragfläche für Auftrieb. Den Vortrieb übernimmt ein Propeller am Heck des Vehikels.

Ein Gyrokopter kann nicht wie ein Hubschrauber seitwärts oder rückwärts fliegen oder auf der Stelle schweben. Zum Starten benötigt er zwischen 10 und 70 Metern Anlauf.

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Brandenburgs Polizei testet Gyrokopter
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Gyrokopter werden sogar in Deutschland gebaut – bei der Firma HTC aus Hildesheim. Dort entsteht der MT-03, ein kleiner Tragschrauber für zwei Personen. Allerdings sind die Luftzwerge nicht für den Straßeneinsatz gemacht. In Brandenburg testet die Landespolizei zurzeit einen dieser Gyrokopter. "Sollten sich die Tragschrauber im Test bewähren, könnten sie ein weiteres effektives Einsatzmittel der Polizei werden. Einsatzgebiete könnten neben der Verkehrsüberwachung der Einsatz im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen und die Suche nach vermissten Personen sein", sagt Polizei-Inspekteur Jürgen Jakobs.

Zusätzliche Lasten können Gyrokopter nicht aufnehmen. Der Traum vom Familienausflug mit Hund und Gepäck ist also schnell ausgeträumt.

Neu ist die Idee des fliegenden Automobils nicht: Selbst große Autohersteller sollen in den vergangenen Jahrzehnten schon oft daran gebastelt haben. Die Internetseite www.roadabletimes.com listet eine ganze Reihe schillernder Flugauto-Projekte auf, die bis in die Anfänge des letzten Jahrhunderts zurückreichen.

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Digitale Luft-Autobahnen
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Kopf des PAL-V-Projektes ist der Niederländer John Bakker. Laut einer Pressemitteilung stellt er bereits Mitarbeiter ein, um das PAL-V schon in wenigen Jahren in die Luft zu bringen. Es gebe zahlreiche Anfragen, etwa von Hilfsorganisationen und Überwachungsdiensten.

Um Kollisionen in der Luft zu vermeiden, sollen sich die PAL-Vs mit Hilfe der GPS-Technologie auf "digitalen Autobahnen" bewegen. Das Lenken in der Luft soll ebenfalls stark vom Computer beeinflusst werden, um gefährliche Situationen zu vermeiden. Einen Vorteil haben Gyrokopter jedenfalls: Falls der Motor ausfällt, schwebt das Vehikel langsam nach unten und stürzt nicht wie ein Stein zur Erde.

Man darf gespannt, sein, ob und wann das PAL-V Serienreife erlangt. Es erfährt jedoch schon reichlich Unterstützung, unter anderem vom nationalen Luftfahrt-Forschungszentrum der Niederlande. Die renommierte Zeitschrift "Technology Review" widmete dem schnittigen Gyrokopter vor kurzem eine Titelgeschichte und analysierte ausführlich die technischen Hintergründe.

"Selbst Zweifler des Projektes gehen davon aus, dass der Luftverkehr reif ist für eine echte Demokratisierung", befindet der Autor Udo Flohr.

So ganz demokratisch billig dürfte der freie Flug für freie Bürger allerdings nicht werden: Die ersten PAL-V sollen rund 100.000 Euro kosten.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Wolff

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