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Reportage  Reportage: Panamericana, 1. Teil

Rekordjagd im Salatöl-SUV



Einmal im Leben sollte man sich einen Traum erfüllen. Mindestens. Das dachten sich auch die Mitglieder des Teams, das jetzt in Rekordzeit auf der Panamericana von Alaska nach Feuerland fuhr. Wir haben sie ein Stück begleitet.

 
 Panamericana 1
  
 Panamericana 1  - Foto: Goodyear  Panamericana 1 - Foto: aaid  Panamericana 1 - Foto: Wolff  Panamericana 1 - Foto: Wolff  Panamericana 1 - Foto: Wolff  Panamericana 1 - Foto: Wolff

Es ist nicht leicht, ein Held zu sein. Denn vor den Einzug in den Olymp haben die Götter erst einmal Blut, Schweiß und Tränen gesetzt. Na ja - in diesem Fall eines reinen Männerbundes auf Zeit vielleicht nicht gerade Tränen. Aber dafür um so mehr Schweiß. Und Stress.

Zwischen Dead Horse in Alaska und Ushuaia in Feuerland liegen rund 25.000 Kilometer Straßen und Wege durch den gesamten amerikanischen Kontinent - nur unterbrochen von 90 unpassierbaren Kilometern zwischen dem Panamakanal und dem Nordwesten Kolumbiens. Bekannt geworden ist diese schier nicht enden wollende Piste aus Asphalt, Schotter und Schlaglöchern als "Panamericana". Als "Traumstraße der Welt". Zum Alptraum allerdings wird dieser Traum, wenn man sie von Nord nach Süd in weniger als 15 Tagen und 14 Stunden bewältigen will. Das macht einen Schnitt von 1600 Kilometern am Tag. Aber am Ende hat man einen neuen Weltrekord eingefahren - und den alten von 1999 geknackt.

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Suche nach dem Kick
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Auf Rekordtour: Neun Fahrer in drei eigens umgebauten VW Touareg R5 TDI Expedition. Im Laderaum eine per Schaumstoff dürftig abgepolsterte Liegefläche zum Schlafen während der Fahrt. Daneben jeweils eingebaut ein Zusatztank für 200 Liter, auf dem Dach Kanister mit noch einmal 300 Liter. Funkgeräte, Sat-Telefon. Auf den Felgen aufgezogen 255/55 R 19-RunOnFlat Hochleistungsreifen von Goodyear. Schließlich sollen nicht auch noch platte Reifen den Rekord gefährden. Eine elektrische Kraftstoffzusatzheizung soll dafür sorgen, dass der Sprit auch in Alaska und Feuerland so auf Temperatur bleibt, dass er nicht ausflockt. Denn das ist eine weitere Eigenheit dieses Rekordversuches: Gefahren werden die Diesel-Motoren mit Biokraftstoff - Biodiesel in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen, Bioethanol oder auch schon mal mit reinem Pflanzenöl.

Die Fahrer, drei pro Fahrzeug, haben bezahlt für dieses Abenteuer - in so eine Art gehobene Kegelkasse. Sie können es sich leisten - die meisten von ihn sind erfolgreiche Manager und Unternehmer. Weniger auf der Suche nach dem Kick als viel mehr nach ihren persönlichen Grenzen. Und nach einem außergewöhnlichen Ziel. Das stärkt den Teamgeist, macht aber die Psychologie in der Gruppe nicht gerade einfach. Irgendwann kommt bei den meisten von ihnen der Punkt, an dem sie sich ernsthaft fragen, ob diese Plackerei wirklich eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist - oder eine Synchronmassage im Ayurveda-Hotel auf Sri Lanka nicht erholsamer. Und der Punkt, an dem es Chefs schwer haben, sich unterzuordnen - auch wenn sie in elementaren Dingen anderer Meinung sind.

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Schlafen im Schichtbetrieb
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So ein Punkt ist auf halber Strecke erreicht. Seit der Abfahrt aus Costa Ricas Hauptstadt San José spielt die hintere Federung im "Goodyear"-Touareg, dem Führungsfahrzeug, verrückt. Je nach Straßenzustand tanzt das Heck Walzer oder Twist. Die Reifen halten das nicht lange aus: Bei jedem Stoß wird das Profil ein wenig mehr zur Seite weggeschmirgelt. Und an Schlaf ist bei der Schaukelei nicht zu denken. Schlaf ist wichtig, weil rar. Gefahren und geschlafen wird in Schichten: Fünf Stunden fahren, fünf Stunden schlafen, fünf Stunden navigieren auf dem Beifahrersitz. Zwei Wochen lang hat jeder Tag nur 15 Stunden.

Hinter den Fahrern liegen jetzt schon harte Tage. In Alaska haben Temperaturen um -30°C und dick vereiste Straßen mit tiefen Schlaglöchern für die ersten Stressfaktoren gesorgt. Hier, so vermutet Expeditionschef Matthias Jeschke, hat sich der Touareg den ersten Schlag eingefangen. Dazu innerhalb von wenigen Kilometern vier Reifenpannen durch dünne Metallstifte, die auf der Fahrbahn verteilt lagen. In den USA war es weniger die Kälte als die allgegenwärtige Polizei, die ihnen zusetzte. 70 Meilen Höchstgeschwindigkeit sind erbärmlich langsam, wenn man in knapp zwei Wochen eine feste Verabredung am anderen Ende der Welt hat. Und mürrische US-Sheriffs sind ebenso wenig förderlich wie US-Grenzer, die vor allem zweierlei haben: Zeit und viele Vorschriften.

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Grenzerfahrung
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Mehr noch als die immer wieder nervigen technischen Problemchen erwiesen sich die Landesgrenzen meist als absolute Bremsen. Trotz der intensiven Vorbereitungen mit Ansprechpartnern bei Botschaften und Handelskammern, trotz der Bemühungen der Mitarbeiter des Logistik-Sponsors Schenker vor Ort und zur Not auch mitten in der Nacht: Den EU-gewohnten Mitteleuropäer bringen Grenzbeamte fast überall in Amerika regelmäßig an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Wer gewohnt ist, durchgewunken zu werden, verzweifelt schier an dem stundenlangen Papierkram und der Lauferei von einem Schalter zum anderen. Rund vier Stunden etwa dauerten allein die Einreisen jeweils nach Mexiko oder Costa Rica.

Um so herzerwärmender dann die Erfahrungen in den zentral- und südamerikanischen Ländern selbst. In Mexiko etwa ein Empfang wie für Staatsoberhäupter: Bei der Einfahrt in Navojoa vier Polizeimotorräder als Eskorte, vier Polizeiwagen und drei Feuerwehrlöschfahrzeuge mit vollem Blinklicht und Soundkulisse - mittendrin die drei Touareg mit neun fassungslosen Fahrern. Was an den Grenzen an Zeit verloren wurde, holte der Treck dank waghalsiger Polizei- und Militäreskorten samt zügiger Fahrweise bis nach Panama dann wieder auf.

Lesen Sie im 2. Teil, wie die Expedition schon fast vor dem Ende steht - und doch noch ihr Ziel erreicht.

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Text:  Eine eMail an Jürgen Wolff schicken Auf Artikel linken
Fotos: Wolff

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