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Subaru Trezia 1.4D  Fahrbericht: Subaru Trezia 1.4D

Bonsai-Van



Der Justy ist ein Auslaufmodell - aber Allradspezialist Subaru will sein Programm auch weiterhin nach unten abrunden. Das soll künftig der neue Trezia besorgen: Mit viel Platz, Variabilität, und einfacher Bedienung.

 
Subaru Trezia 1.4D
  
Subaru Trezia 1.4D - Foto: Hersteller Subaru Trezia 1.4D- Foto: Hersteller Subaru Trezia 1.4D- Foto: Hersteller Subaru Trezia 1.4D- Foto: Hersteller Subaru Trezia 1.4D- Foto: Hersteller Subaru Trezia 1.4D- Foto: Hersteller
Subaru Trezia 1.4D
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Subaru Trezia 1.4D
[+] Viel Platz auch in der zweiten Reihe, gute Übersichtlichkeit, einfache Bedienung, variabler Innenraum, ordentliche Verarbeitung
[-] Schwammige Lenkung, relativ hoher Preis

Kein Boxer unter der Haube, kein Allrad an den Rädern - und trotzdem ein Subaru? Kein Problem bei dem laut eigenem Slogan "weltgrößte Allrad-PKW-Hersteller". Was man nicht selber baut, das kann man ja zukaufen, um die eigene Produktpalette abzurunden. Über 25 Jahren lang war der gerade mal 3,60 Meter lange Justy im Programm - eigentlich ein Daihatsu Sirion mit Subaru-Logo vorne und hinten. Auch sein Nachfolger, der in diesen Tagen auf den europäischen Markt kommt, ist umgelabelt: Unter dem Blechkleid des knapp vier Meter langen Trezia steckt ein nahezu baugleicher Toyota Verso S.

Veränderte Front, neues Heck und das Firmenlogo mit dem Sternhaufen der Plejaden statt dem rundlichen Toyota-T - fertig ist das Subaru-Schätzchen, dessen Name sich von dem englischen Wort "Treasure" abgeleitet: "Schatz". Der alte Justy war in Deutschland für Subaru-Verhältnisse durchaus erfolgreich. Nach dem Forester war er über viele Jahre hinweg das am meisten verkaufte Modell der Japaner. Der Trezia soll diesen Erfolg nun weiterstricken.

Zumindest vom Auto selbst her hat er sicher auch das Zeug dazu. Er bietet als Minivan reichlich Platz auf relativ kleiner Grundfläche. 3,99 Meter Länge, 1,70 Meter Breite - das ist das Format des VW Polo. Der Trezia bringt darin ein erstaunlich üppiges Raumgefühl unter. Durch die großen Türen ist der Einstieg bequem. Auf den weit verschiebbaren Sitzen vorne können sich auch etwas breitere Zeitgenossen gut lümmeln. Dass die Stühle nicht gerade den Seitenhalt einer DTM-Schale bieten, dürfte im meist innerstädtischen Revier des Trezia kaum eine Rolle spielen. Da zählt mehr, dass man auch hinten ganz passabel sitzt und weder an den Knien noch an der Frisur Druckstellen befürchten muss. Oder, dass sich die Rücksitze sehr einfach und geteilt zusammenfalten lassen und so den Kofferraum von 430 auf bis 1388 Liter erweitern - nicht mehr VW Polo- sondern fast schon Golf Plus-Format.

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In Griffdistanz
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Die Bedienung des Trezia gibt keine Rätsel auf. Alle Knöpfe, Tasten und Anzeigen sind übersichtlich und gut zu erreichen. Die Handschaltung sitzt wie heute bei den meisten (Mini-)Vans erhöht in der Mittelkonsole und ist damit immer in naher Griffdistanz. Die sechs Gänge selbst lassen sich mit kurzen Wegen fast schon sportlich knackig schalten. Von Hakeleien ist nicht mal dann etwas zu spüren, wenn man den Rückwärtsgang einlegt. Den Diesel gibt es optional auch mit einem automatisierten 6-Gang-Schaltgetriebe, das mit Schaltwippen am Lenkrad bedient werden kann. Die klare Form und die erhöhte Sitzposition sorgen für eine gute Rundumsicht, was besonders das Einparken erleichtert.

Weniger begeisternd ist das Lenkrad. Es ist zwar griffig und fasst sich auch vom Material her gut an - dafür aber lässt es sich nur in der Neigung, nicht auch in der Tiefe justieren. Das macht die körpergerechte Einstellung mitunter etwas schwierig. Zudem wirkt die Lenkung synthetisch, arg leichtgängig und vermittelt nahezu keinen Kontakt zur Straße. Die Federung ist dagegen wieder eine positive Erwähnung wert: Sie bügelt auch schlechte Wegstrecken gut weg.

Für Ablagen hat Subaru reichlich gesorgt: Allein schon vor dem Beifahrer gibt es drei Fächer, zwei davon mit Klappe. Der Ladeboden des Kofferraumes lässt sich bei Bedarf absenken und schließt in der Grundeinstellung mit der Ladekante ab - man muss also seine Einkaufstaschen gar nicht erst über eine ärgerliche Bordwand hieven. Insgesamt hat Subaru 19 Staufächer gezählt.

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Üppige Preise
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Zum Einstand bietet Subaru den mit rund 1,1 Tonnen Leergewicht vergleichsweise leichten Trezia wahlweise mit einem Diesel- und einem Ottomotor an. Der Common-Rail-Diesel liefert aus 1364 cm³ 66 kW/90 PS und ein maximales Drehmoment von 205 Nm ab. Damit liegt der CO2-Ausstoß mit 113 g/km unter dem aktuellen Grenzwert von 120 g. Der Diesel zieht schon aus niedrigen Touren heraus ordentlich an und erlaubt so ein schaltfaules Fahren. Die sechs Gangstufen passen zu seiner Charakteristik - eine Anzeige im Drehzahlmesser gibt Schaltempfehlungen. Der Diesel läuft rund und vibrationsarm. Subaru gibt den Verbrauch des Fronttrieblers offiziell mit 4,3 Litern an.

Der 1329 cm³ große Benziner hat auf dem Papier zwar 9 PS mehr zu bieten - in der Praxis macht das aber allenfalls beim Beschleunigen einen leicht merkbaren Unterschied. Der Benziner kommt etwas fixer vom Fleck, geht runder in die Puschen. Auf der anderen Seite verlangt er nicht zuletzt wegen des deutlich geringeren Drehmoments von 125 Nm nach mehr Schaltarbeit. Dazu kommt ein Normverbrauch von 5,5 Litern. Beide Motorvarianten schaffen eine Höchstgeschwindigkeit von gut 170 km/h. In diesem Segment ist der im Anschaffungspreis fast 2000 Euro günstigere Benziner die übliche Wahl - die relativ teuren Dieselversionen sind eher die Ausnahme.

Dass es der Trezia trotzdem schwer haben wird, wird vor allem am üppigen Preis liegen - auch wenn sich der im Vergleich zum Schwestermodell Toyota Verso S ausstattungsbereinigt wieder etwas relativiert. Der Trezia mit Benzinmotor kostet mindestens 16.200 Euro - den Verso S bietet Toyota zum Basispreis von 14.950 Euro an. Und statt der 17.300 Euro, die Toyota für den Diesel-Verso aufruft, wirken die 18.100 Euro für den Trezia mit Selbstzünder nicht gerade wie ein Schnäppchen.

Subaru Trezia 1.4D
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