Reportage ReportageReportage
Reportage Reportage
Reportage reportage Reportage reportage reportage reportage Reportage
 alle autos Home  zum thema autos Reportage  autos Mobile Version 

Reportage  Reportage: Erprobung Porsche 911

Schwarzer Kontinent



Immer wenn ein neuer Porsche 911 kommt, dann hält die automobile Welt den Atem an. Der Neue aus Zuffenhausen sieht fast aus der wie der Alte - doch die Technik der Baureihe 991 setzt Maßstäbe.

 
 911er-Erprobung
  
 911er-Erprobung  - Foto: Hersteller  911er-Erprobung - Foto: Hersteller  911er-Erprobung - Foto: Hersteller  911er-Erprobung - Foto: Hersteller  911er-Erprobung - Foto: Hersteller  911er-Erprobung - Foto: Hersteller

Die wichtigste Veränderung gibt es am Heck: Wer Freunden und Bekannten stolz das potente Boxertriebwerk seines Porsche 911 zeigen möchte, der hat Pech - denn das Herz des Porsche kann ab der neuen Baureihe 991 nicht mehr öffentlich besichtigt werden. Statt einer Motorhaube am Heck gibt es nur noch eine Serviceklappe, wie man sie vor Jahren zum Beispiel vom Öko-Flop Audi A2 kannte. Das Triebwerk selbst liegt hinter Abdeckungen im Verborgenen.

Der Grund dafür sind die Aerodynamik und ein neues Heckkonstrukt mit einem ausfahrbaren Spoiler, deutlich breiter als man es bisher vom Elfer kannte. Wer den Rücken des 911er sieht, erkennt sogar elegante Paralleln im Design zum Aston Martin. "Der Porsche 991 ist ein wirklich neuer 911er", unterstreicht Entwicklungsleiter Bernd Kanau. "Der bisherige 997 basierte zu großen Teile auf dem Vorgänger 996. Das ist beim 991 völlig anders."

Mehr als drei Jahre lang wurde die neue Baureihe des Porsche-Aushängeschildes in Skandinavien, Deutschland, den USA und Afrika auf Herz und Nieren getestet. Da die europäischen Temperaturen Mitte Februar alles andere als wohlig sind, zog es ein Erprobungsteam mit acht Fahrzeugen diesmal nach Südafrika. Die düster dreiblickenden Prototypen fallen hier in der Gegend kaum mehr auf als normale 911er-Modelle. Schwarz lackiert und mit Verplankungen an Front und Heck versehen geht es von Kapstadt aus über Paarl und Wellington über die Landstraße R 301 in Richtung Wittebrug Natur Reservat und dann weiter nördlich in die Berge.

Fahrwerk und Dämpfer werden im vollen Tagesprogramm ebenso unter die Lupe genommen wie Klimaanlagen, Verkleidungen, Antriebseinheiten und Rad-Reifen-Kombinationen. Für Bernd Kanau ist es das letzte Projekt. Sein Leben ist der Porsche 911. Seit der Baureihe 993 arbeitet er verantwortlich im Porsche-Entwicklungs-Team. Er folgte seinem Vater, der bei den Zuffenhausenern einst einen ähnlichen Job machte. Im Herbst, wenn der neue Porsche 911 auf den Markt kommt, ist seine Arbeit getan und Kanau geht in den Ruhestand. Er ist gerne in Südafrika, wo Porsche seit über zehn Jahren seine neue Modelle härtesten Marterprüfungen unterzieht.

, Reportage
Fast schon marktreif
, Reportage

"Wir testen mittlerweile viel in Weissach an der Simulation", erzählt Kanau. "Aber die Realerprobung ist natürlich durch nichts zu ersetzen. Doch wir gehen heute mit Autos in die Realerprobung, mit denen hätten wir früher den Marktstart gemacht." Man zweifelt kaum an seinen Worten. Denn der Prototyp eines 911 Carrera, den er bewegt, macht abgesehen von den Tarnmatten im Innenraum und den Verkleidungen vor den charakteristischen Leuchteinheiten außen einen weitgehend serienbereiten Eindruck.

Ein paar Verkleidungen der grauen Lederinnenausstattung passen noch nicht so Recht, die Windgeräusche sind unüberhörbar und beim Überfahren vom schlechten Straßen und Bodenwellen knarzt es noch mächtig. Doch genau deshalb ist das Entwicklungsteam aus Stuttgart und Weissach an den südlichsten Zipfel von Afrika gekommen. Kleine Fehler gilt es hier auszumerzen.

Heinz Bernhard kennt diese Region nach unzähligen Aufenthalten wie seine Westentasche. Er gehört ebenfalls zum Porsche-Entwicklungsteam, sorgt für die geheimen Testrouten und die Tarnungen der Fahrzeuge. "Es ist hier in Südafrika viel leichter für uns, unbehelligt Prototypen zu testen als in anderen Regionen – und insbesondere in Europa", erzählt er. "Hier gibt es kaum Erlkönigjäger und wir haben gerade in den Bergen freie Fahrt für unsere Tests."

, Reportage
Bestmarken bei der Effizienz
, Reportage

Rund ein halbes Jahr vor dem Serienanlauf des neuen Porsche 911 ist die gröbste Arbeit gemacht. Jetzt geht es um die finale Erprobung von Serienteilen und die Feinabstimmung. Parallel hat Porsche von dem neuen Elfer 50 bis 60 Prototypen laufen. Während ein Teil der Fahrzeuge in Südafrika unterwegs ist, drehen andere Komponenten-Teams in Schweden, Finnland, Namibia oder den USA ihren Runden. Jeden Tag werden die neuen Messdaten nach Stuttgart und Weissach übertragen, Teile angepasst und neue Softwarestände für Motoren, Getriebe und Bordelektronik aufgespielt.

Der neue, nun 4,49 Meter lange Porsche 911 soll nicht nur durch seine Fahrleistungen und seine Dynamik, sondern insbesondere auch durch seine Effizienz Bestmarken setzen. Das Carrera-Basismodell mit 3,4 Litern Hubraum und 350 PS läuft bereits knapp 290 km/h und soll gerade mal 8,5 Liter verbrauchen. Ein Start-Stopp-Modul ist ebenso serienmäßig wie die Segelfunktion bei Fahrten ohne Gasannahme.

Zudem ist der neue Porsche 911 das erste Serienfahrzeug mit einem manuellen Siebengang-Getriebe. Das wurde vom bisherigen Doppelkupplungsgetriebe abgeleitet, das ebenfalls über sieben Fahrstufen verfügt. Rund 80 Prozent der Elfer-Kunden entscheiden sich mittlerweile für das PDK. Das wird beim neuen Modell kaum anders sein.

, Reportage
Auch innen alles neu
, Reportage

Neben dem 911 Carrera mit 350 PS wird zum Marktstart der 400 PS starke Carrera S verfügbar sein. Er knackt bereits die 300-km/h-Marke und verbraucht kaum mehr als neun Liter. Erst im kommenden Jahr wird das das Cabriolet der aktuellen Baureihe 997 abgelöst. "Wir denken zudem über einen Targa nach", lässt Baureihenleiter August Achleitner die Zukunft einer dritten Karosserievariante offen. Das überdimensionale Schiebedach aus Glas ist seit Einführung des Cabriolets Anfang der 80er Jahre zwar alles andere als ein Bestseller, hat jedoch treue Kunden.

Im Innenraum ist der Porsche 991 im Vergleich zu seinem Vorgänger kaum wiederzuerkennen. Armaturenbrett, Schalter und Instrumente zeigen eine enge Verwandtschaft zu Panamera und Cayenne. Der um zehn Zentimeter verlängerte Radstand tut dem Innenraum gut und die Sitze sind deutlich besser. Auf den kurvigen Bergstraßen im Hinterland von Kapstadt kann man sich von den Qualitäten der neu entwickelten Wankkontrolle und den dynamischen Motorlagern überzeugen, die ab November zusammen mit dem Sport-Chrono-Paket verfügbar sind.

"Unsere beste Runde auf der Nordschleife mit dem neuen Porsche 911 Carrera S war eine 7:40 Minuten", strahlt August Achleitner und Bernd Kanau ergänzt: "Das sind 13 Sekunden weniger als bisher. Den meisten Zeitgewinn brachten dabei die Dämpfer von Bilstein mit der Wankkontrolle. Wir mussten einfach wieder etwas bissiger werden. Das ist gelungen."

Reportage
Stand: Reportage Artikel bookmarken
Text:  Eine eMail an Stefan Grundhoff schicken Auf Artikel linken
Fotos: Hersteller
Ort: Kapstadt

alle-autos-in.de
User-Kommentar
alle-autos-in.de Abstandsmarker
Empfehlungen rund um autos
Empfehlungen
Reportage
Reportage
Mehr PraxistestsVorgeschlagene PraxistestsThema autosMehr PraxistestsPrtaxistests über autos
Mehr Praxistests Opel Astra 1.6 CDTI
Fahrendes Argument
Der neue Opel Astra macht es den notorischen Gegnern der Marke aus Rüsselsheim nicht leicht. Warum? Er gefällt! Und das nahezu ohne Wenn und Aber. Nur ein paar kleine Macken nerven. |Mit Video| mehr ...
Opel Astra 1.6 CDTI  - Fahrendes Argument
Mehr Autos
Mehr über AutosAktuelle FahrberichteFahrberichte über autosAutos und fahrberichteFahrberichte
Multimedia bei alle-autos-in.de
Videos über autos auto-videos autos und videos alle-autos-in.de autos autovideos alle autos
Zwischenzeile bei alle-autos-in.de
Reportage
Reportage
 Reportage Übersicht ReportageZum Seitenanfang Seitenanfang Zum Seitenanfang         
Reportage
Reportage
             
Let Google translate this page to:  English Français Italiano Türkçe Russkiy Polski Español Greek Svenska Dansk Magyar Hrvatski Japan Chinese Hindi Korean

 


© Copyright 2004 - 2016 by alle-autos-in.de - Alle Rechte vorbehalten
 | alle-autos-in.de bei Google+
Helfen Sie uns, alle-autos-in.de besser zu machen - schreiben Sie uns Ihre Vorschläge
Weitere Angebote aus unserem Netzwerk: motor-shops.de, cars-of-europe.com, x-raetsel.de, wolff-n-friends.de, press-inform.com
Copyright für alle-autos-in.de

 

 

Marke: