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Hintergrund  Nutzerakzeptanz Elektroautos

Freaks und Senioren



Bis 2010 will die Bundesregierung eine Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen sehen. Aber wer soll die eigentlich kaufen? Eine Studie gibt Denkanstöße für Entscheider und Weichensteller.

 
 Elektrofahrzeuge
  
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Vorreiter werden belohnt – manchmal jedenfalls. Der Leaf von Nissan, das erste vollelektrische Großserienauto, das auf den europäischen Märkten verfügbar ist, darf sich mit dem Titel "Auto des Jahres 2011" schmücken. Eine Jury mit Motorjournalisten aus 23 Ländern hat das Strommobil mit dem begehrten Preis gekürt.

Auch Peugeot und Citroën schicken ihre Elektromodelle dieser Tage an den Start. Für ion und C-Zero liegen den Herstellern jeweils ein paar hundert Bestellungen, hauptsächlich von Stadtkurieren und anderen Firmenkunden vor. Doch sind die Weichen damit tatsächlich schon auf Durchbruch gestellt? Wird die neue Antriebstechnologie von den Kunden überhaupt akzeptiert? Am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), das die Bundesregierung beim Thema Elektromobilität berät, versucht man, dem Thema auf den Grund zu gehen.

In ihrer Studie zur Nutzerakzeptanz haben die ISI-Forscherinnen Anja Peters und Elisabeth Dütschke per Internetrecherche Pioniere aufgespürt - Besitzer von Elektroautos, Teilnehmer von Flottenversuchen, Journalisten und andere Probefahrer die bereits Erfahrungen mit dem Fahrerlebnis der etwas anderen Art gesammelt und entsprechende Berichte im Netz veröffentlicht haben.

Genau 100 Erfahrungsberichte, die im deutsch- und englischsprachigen Raum zwischen Dezember 2009 und März 2010 ins Internet gestellt wurden, haben die Fraunhofer-Forscherinnen ausgewertet. Die Quintessenz lässt sich einfach zusammenfassen: Die typischen Fahreigenschaften sind der große Trumpf der Strommobile. Fast die Hälfte der Nutzer ließ sich darüber aus – durchweg positiv.

An Reichweitenbegrenzung, Ladezeiten und Anschaffungskosten wurde – erwartungsgemäß – eher herumgemäkelt. Zwanzig Prozent der Kommentatoren äußerten sich zum Thema Ladezeit und allen dauerte das Prozedere an der Haushaltssteckdose zu lange. In fast einem Fünftel der Berichte sei es um das Thema Anschaffungskosten gegangen, so die Studie. Alle, die sich dazu äußerten, hätten die Kosten als deutlich zu hoch bewertet. Verschwindend gering war die Zahl derjenigen, die das Elektroauto tatsächlich als vollwertigen Ersatz zum konventionell angetriebenen PKW ansehen. Die Studie zur Nutzerakzeptanz förderte aus hundert Beiträgen lediglich zwei Berichte mit entsprechendem Tenor an den Tag.

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Vier Nutzertypen
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Welche Geschäftsmodelle die Schwächen der neuen Technologie kompensieren könnten und bei welchen Käuferschichten die Hersteller mit ihren neuen Automobilprodukten am ehesten landen könnten, loteten die ISI-Forscherinnen unter anderem mit Vertretern des Vereins Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), vom Berliner Wissenschaftszentrum für Sozialforschung, vom Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, vom Kompetenzzentrum "Frau und Auto" der Hochschule Niederrhein, des Instituts für Verkehrspsychologe der TU Dresden und des Customer Research Center der Daimler AG aus.

Vier Nutzertypen machten die Experten dabei aus. "Technikbegeisterte", die sich vor allem vom innovativen Image der Elektrofahrzeuge angezogen fühlen. Bei diesem potenziellen Kundenkreis handele es sich vermutlich eher um männliche Kunden, die das Elektrofahrzeug häufig als Zweitwagen nutzen.

Die "Umweltengagierten" sind nach Einschätzung der Experten eine zweite interessante Gruppe, die es ins Visier zu nehmen gilt. Dem konventionellen PKW stünden "die Umweltengagierten eher kritisch gegenüber". Sie nutzen häufig andere Verkehrsmitteln wie öffentlichen Nahverkehr, Bahn und Fahrrad. Für bestimmte Mobilitätserfordernisse greife dieser Personenkreis dann aber doch auf einen PKW zurück, meinen die Experten. Die Umweltbilanz von Elektrofahrzeugen sei für die Umweltengagierten von großer Bedeutung. Attraktive Angebote für diese Zielgruppe könnte Elektromobilität in Verbindung mit erneuerbaren Energien und Car-Sharing sein.

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Luxus mit Alltagsnutzen
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Auch die "urbane Individualisten" hat die Expertenrunde ins Visier gefasst. Bei dieser Zielgruppe handele es sich um Personen, die in der Stadt oder stadtnah leben und hohe, oft berufliche, Mobilitätsanforderungen haben. Bei der Wahl von Verkehrsmitteln legten sie Wert auf Lebensqualität, Modernität sowie Flexibilität und zugleich auf eine umweltverträgliche Mobilität. "Wohlsituierte Ältere" stellen für die Akzeptanzforscher eine vierte interessante Zielgruppe dar. Für Menschen jenseits der 60 sei das Elektroauto ein Luxusgegenstand mit Alltagsnutzen.

Die Senioren mit Technikaffinität und überdurchschnittlichem Einkommen wären wohl bereit, Elektroautos nicht nur zu mieten sondern zu kaufen – als Zweitwagen, so die Mutmaßungen der Studie. Im Übrigen sehen die Experten vor allem in Leasing- und Mietmodellen geeignete Mittel, um sowohl die Kosten für die Batterie als auch Unsicherheiten in Hinblick auf die Batterielebensdauer zu reduzieren. "Barrieren durch die hohen Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge könnten durch eine zeitliche Verteilung der Kosten abgebaut werden." Durch eine Zweitnutzung der Batterien für andere Zwecke könnten zudem die Leasing- bzw. Mietgebühren gesenkt oder dem Kunden zusätzliche Einnahmen ermöglicht werden.

Ob und in welchem Ausmaß ein Trend zum "Nutzen-statt-Besitzen" zu erwarten ist, wurde von den befragten Experten ganz unterschiedlich beurteilt. Viele der Mobilitätsangebote für eine gemeinschaftliche Nutzung sind aus Sicht der Experten noch wenig ausgereift.

Kreative Anstöße haben die Fachleute durchaus parat. So könnten zum Beispiel Wohnungsgesellschaften ihren Mietern Elektroautos zur Nutzung anbieten. Auch wenn es um staatliche Förderung der neuen Antriebstechnologien geht, wartet die Akzeptanzstudie mit Vorschlägen auf. Förderung könne auch non-monitär sein. So könnten Städte und Kommunen der Elektromobilität auf die Sprünge helfen, indem sie spezielle Parkplätze oder auch extra Fahrspuren für die Stromer reservieren.

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