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Technik  Technik: Doppelkupplung

Sieben vor sechs



Dem Automatikgetriebe könnte schon bald die Luft ausgehen: Immer mehr Hersteller setzen auf die Doppelkupplung. Audi bringt noch in diesem Jahr eine S-Tronic, die auch gut in die sportlichen Modelle passt.

 
 Doppelkupplung
  
 Doppelkupplung  - Foto: Hersteller  Doppelkupplung - Foto: Hersteller  Doppelkupplung - Foto: Hersteller  Doppelkupplung - Foto: Hersteller  Doppelkupplung - Foto: Viehmann  Doppelkupplung - Foto: Grundhoff

Eine wahre Flut von Direktschaltgetrieben ergießt sich derzeit über der Automobilindustrie. BMW bringt den neuen M3 mit einer Doppelkupplung, im Sommer folgen Ford Focus und Porsche 911 mit ähnlichen Versionen.

VW und Audi waren die ersten, die das automatisierte Getriebe mit den zwei Kupplungen in die Massenproduktion brachten. Audi hätte seine S-Tronic gerne auch für sportliche Modelle wie die Topdiesel oder gar die S-Versionen verfügbar gemacht. Doch bisher war bei rund 320 Nm Drehmoment Schluss. Ab Herbst werden die Ingolstädter zunächst im Audi Q5 eine Doppelkupplung anbieten, die mit höheren Drehmomenten bis 550 Nm umzugehen weiß und sich mit den längst eingebauten Motoren versteht.

So ganz neu ist eine Doppelkupplung in einem leistungsstarken Audi übrigens nicht. Die von Walter Röhrl um enge Kehren gejagte Rallye-Legende Audi Sport quattro S1 hatte nicht nur 350 kW/476 PS, sondern auch eine fünfstufiges Doppelkupplungstriebe an Bord.

Über 20 Jahre später folgen die sportlichen Serienmodelle. Neben dem neuen Mittelklasse-SUV Q5 dürfen sich somit in erster Linie die neuen Modelle A4 und A5 freuen. Eine erste Ausfahrt im Audi S5 mit S-Tronic zeigt das Potenzial des Doppelkupplungs-Getriebes. Der Fahrer merkt von den einzelnen Schaltvorgängen im Teil- noch im Volllastbetrieb fast gar nichts.

Der Grund ist denkbar einfach. Dank der doppelten Kupplung ist die jeweils nächste Gangstufe bereits eingelegt und der Wechsel von zwei auf drei oder vier nach fünf geschieht im Hintergrund ohne größere Auffälligkeiten. Die erste Kupplung ist für die ungeraden Gänge zuständig (1,3,5 und 7), die zweite für die geraden (2,4,6 plus Rückwärtsgang).

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Einfach schnell
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In Sekundenbruchteilen wird der richtige Gang gewählt und allein die Schaltanzeige im Multifunktionsdisplay gibt Aufschluss über die aktuelle Gangwahl.

Das ganze geschieht tatsächlich so unspektakulär, wie es auch passieren soll. Wenn der Pilot will, kann er über die Lenkradpaddel jederzeit ins Geschehen eingreifen. Doch der Automatikmodus arbeitet derart präzise, dass man die Hände getrost mit Lenkbewegungen beauftragen darf.

Von der Antriebswelle aus fließen die Kräfte auf das selbsttätig sperrende Differenzial des Allradantriebs. Von hier gehen bei normaler Fahrt 60 Prozent der Motorleistung nach hinten und 40 Prozent nach vorn. Verliert ein Rad die Haftung, kann die Kraft variabel verteilt werden.

Doch die Doppelkupplung punktet nicht allein durch die schnellen und betont dezenten Gangwechsel. "Vielmehr bietet diese Lösung nun auch für PS- und drehmomentstärkere Motoren deutliche Verbrauchsvorteile", erklärt Michael Schöffmann, bei Audi für die Entwicklung der Getriebe zuständig. "Bei den bisherigen Erprobungsfahrten lagen wir rund zehn Prozent unter dem Verbrauch einer gewöhnlichen Handschaltung." Und: "Gegenüber einer gewöhnlichen Wandlerautomatik ist es noch einiges mehr."

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Diesel und Benziner
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Im Hause Audi und VW dürfte es zumindest bei den Volumenmodellen A3, A4 und A5 anstelle der Wandlerautomatik mittelfristig nur noch Doppelkupplungsgetriebe geben. Allein bei Luxuslimousinen oder SUV soll es bei der betont komfortablen konventionellen Automatik bleiben.

Bis Ende 2007 produzierte Audi knapp 190.000 Doppelkupplungstriebe für die Modelle A3 und TT. Mehr als eine Million DSG-Getriebe wurden in den vergangenen Jahren im VW-Getriebewerk in Baunatal gefertigt.

Der neueste Streich der Wolfsburger ist ein ebenfalls siebenstufiges Doppelkupplungs-Getriebe, das für die beiden Motoren 1.4 TSI (122 PS) und 1.9 TDI (105 PS) auf Sparsamkeit gebürstet wurde. Das 77 Kilogramm schwere und aus rund 400 Teilen bestehende Getriebe wurde bis ins letzte Ritzel neu konstruiert und ist so kompakt, dass es zukünftig sogar im Polo verbaut werden kann. Nach Golf und Jetta sollen sukzessive auch andere Modelle wie Passat oder Touran das neue Getriebe bekommen.

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DKG statt SMG
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Auch bei Porsche scheint die Zukunft der aus dynamischer Sicht wenig beeindruckenden derzeitigen Automatik gekommen. Der Porsche 911 wird mit seiner Modellpflege in diesem Sommer nicht nur neue Triebwerke mit Direkteinspritzung, mehr Leistung und weniger Verbrauch bekommen. Die Zuffenhausener spendieren dem Sportskameraden auch eine Siebengang-Doppelkupplung, die Dank Ölbad 500 Nm und bis zu 9.000 U/min verarbeiten kann.

BMW hat sich im M3 vom allzu nervös arbeitenden sequentiellen Schaltgetriebe SMG glücklicherweise ebenfalls verabschiedet. Der sportlichste BMW wird ab Sommer ebenfalls mit einer Doppelkupplung zu bekommen sein. Das M-DKG (Doppelkupplungsgetriebe) stammt von Getrag. Der Zulieferer stattet mittelfristig auch Hersteller wie Ford, Volvo und Mitsubishi mit Doppelkupplungen aus.

Die Vorteile sind für alle Hersteller und klassenübergreifend gleich: Doppelkupplungstriebe bieten mehr Sportlichkeit, kaum spürbare Zugkraftunterbrechungen, einen geringeren Verbrauch und benötigen einen vergleichsweise kleinen Bauraum. Das wird es die Wandlerautomatik zukünftig schwer haben.

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Text:  Eine eMail an Stefan Grundhoff schicken Auf Artikel linken
Fotos: Grundhoff

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