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Reportage  Reportage: Fulda Challenge im Yukon

Ausflug bei -40 Grad



Seit Jahren demonstriert Fulda die Leistungsfähigkeit seiner Winterreifen bei einem Trip durch den winterlichen Yukon. Ziel der über 1000 Kilometer langen Tour ist die Goldgräberstadt Dawson.

 
 Fulda Challenge
  
 Fulda Challenge  - Foto: Hersteller  Fulda Challenge - Foto: Hersteller  Fulda Challenge - Foto: Hersteller  Fulda Challenge - Foto: Hersteller  Fulda Challenge - Foto: Hersteller  Fulda Challenge - Foto: Hersteller

Constable Andrew West von der Canadian Mounted Police ist ein ernster junger Mann, der in seinem Job aufgeht. Der berittene Ordnungshüter ist zuständig für die Sicherheit auf den Straßen des Yukon, dem fast menschenleeren, von Bären, Karibus und Wölfen besiedelten Territorium im äußersten Nordwesten Kanadas. Ein rotes Tuch für den Constable sind Touristen, die Lebensmittel aus den Autos werfen, um ein wildes Tier vor die Linse zu bekommen.

"A fed bear is a dead bear" ("Ein gefütterter Bär ist ein toter Bär"), mahnt der Polizist - soll heißen: Wer Wildtiere füttert, trainiert ihnen ein gefährliches Verhalten an. Denn wenn Bär, Wolf & Co. bei ihrer Futtersuche dem Menschen zu nahe kommen, steigt das Risiko, dass man sie erschießt - bevor es zu einem für den Menschen tragischen Ausgang der Begegnung kommt. Autofahrer, die zu schnell über die Highways fahren, bringen den Constable ebenfalls in Rage. Maximal 90 Stundenkilometer sind auf Kanadas Autobahnen erlaubt.

Dabei sind Begegnungen mit anderen Verkehrsteilnehmern äußerst selten, wenn man auf dem 713 Kilometer langen Klondike Highway fährt. Zwischen Whitehorse, der 25.000-Einwohnerstadt im Süden des Yukon Territoriums, und Dawson City, der einst berühmten Goldgräberstadt, liegen mehr als 500 Kilometer.

Nur ein rundes Dutzend Fahrzeuge - Trucks zumeist und ein paar Pick-Up - kommen dem Fulda-Konvoi auf der gesamten Strecke entgegen. Die wenigen Begegnungen mit einem langen schweren Fahrzeug haben es allerdings in sich, werden für Sekunden zum undurchsichtigen Abenteuer. Weil der Schnee extrem trocken ist, wirbeln ihn die Räder der Trucks als eisige Staubwolke auf.

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Überdimensionale Burger
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Eine gute Fahrstunde nördlich von Whitehorse liegt die Braeburn Lodge. Das rustikale Gasthaus gehörte einst, wie viele Roadhouses im Yukon, zu den klassischen Einkehrmöglichkeiten für Musher und Pferdekutscher auf ihrem weiten und beschwerlichen Weg nach Dawson City. Steve, der Betreiber, sieht mit schulterlangem Silberhaar und Kringellockenbart aus, wie der leibhaftige Santa Claus. Einen Rentierschlitten sucht man dann aber doch vergeblich auf dem Grundstück seiner Lodge. Der korpulente Mitsechziger ist Harley-Fan. Während der Feuerstuhl im Schuppen überwintert, genießt sein Fahrer die ruhige Jahreszeit und die bullige Wärme im Blockhaus.

Lediglich einmal pro Woche lässt der Wirt seinen Dodge an, fährt nach Whitehorse zum Einkaufen, damit er seiner Trucker-Kundschaft bieten kann, was die von ihm erwartet: Kaffee und Zimtschnecken, die das Format eines Familienkuchens haben, eine dicke, reichlich salzige Suppe und überdimensionale Burger.

Stundenlang taucht die tiefstehende Sonne bei der Weiterfahrt gen Norden die Landschaft in ein zartes, pastellfarbenes Licht. Bis zum Horizont erstrecken sich schneebedeckte Hügelketten. Ein paar tausend Wölfe sollen das fast 500.000 Quadratkilometer große Yukon-Gebiet durchstreifen. Vom Highway aus sieht man allerdings selten einmal ein Tier - sondern den schier endlosen kanadischen Wald: alpine Fichten, deren Astkränze immer mickriger werden, je weiter es in den hohen Norden geht. Auch die Temperaturen sinken kontinuierlich. Nach einem vergleichsweise milden Winter mit moderaten Minusgraden haben die Meteorologen strengen Frost angekündigt. Für Dawson City werden nächtliche Tiefsttemperaturen von knackigen minus 48 Grad Celsius erwartet.

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Eisiges Dawson City
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Es ist bereits dunkel als die Kia-Geländewagen die an Yukon und Klondike River gelegene Goldsucherstadt erreichen. Selbst den kurzen Weg vom Auto zum Hotel legt hier niemand ohne Mütze, Polarjacke und Handschuhe zurück. Schon in Whitehorse war die beißende Kälte schmerzlich - und dort ist es noch über 20 Grad wärmer gewesen als im eisigen Dawson City.

Heute leben noch etwas mehr als 1000 Menschen in der Goldsucherstadt. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts waren es 40mal so viele. Über hunderttausend Glücksritter aus aller Welt zog es im Jahr 1897 hierher, in den kanadischen Norden, nachdem sich die Kunde von sensationellen Goldfunden am Klondike River wie im Lauffeuer über die Kontinente verbreitet hatte.

Unvorstellbare Strapazen hatten die Männer auf sich genommen, hatten im eisigen Winter zu Fuß den 1000 Meter hohen White Pass an der Grenze zwischen Alaska und dem kanadischen British Columbia überquert oder waren über den berüchtigten Chilkoot Trail gekommen. Und von denen, die ihr Ziel tatsächlich erreichten, kamen Tausende zu spät. Die Goldfelder waren aufgeteilt, als sie den Klondike erreichen. Aber auch von denen, die sich - angetrieben von der Hoffnung im Permafrostboden auf Gold zu stoßen - auf den Claims abrackerten, wurden nur wenige wirklich reich. Schon 1902 war der Boom wieder vorbei und die meisten Goldsucher verließen die Stadt.

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Kälteverformte Pneus
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Ein Museum in Dawson hält die Erinnerung an die Goldrauschära und die Helden jener Tage wach. Ein paar Goldschürfer gibt es auch heute noch. Die meisten Einwohner aber leben längst vom Tourismus. Im Sommer lockt das Städtchen mit den schmucken Holzbauten aus der Gold Rush-Gründerzeit zahlreiche Besucher an. Im Winter wirkt Dawson fast wie ausgestorben.

Wer anderntags wieder auf den Highway will, muss den Motor seines Wagens die ganze Nacht durchlaufen lassen. Es kann passieren, dass Ölschläuche platzen, wenn sich gefrorenes Hydrauliköl nach einer polarkalten Nacht durch die Leitung presst. Dawsons Kfz-Mechaniker kennen das Problem und auch Kias mitreisende Techniker müssen in der morgendlichen Dunkelheit bei zwei der zwanzig Geländewagen Hand anlegen. Am Ende sind dann alle Allradfahrzeuge wieder flott und die von der Extremkälte verformten Pneus laufen nach einigen holprigen Metern wieder zur Hochform auf.

Bei der Radarkontrolle am Stewart River werden fast alle Fahrer der schwarzen SUV durchgewinkt. Nur einmal gibt es mahnende Worte wegen geringfügiger Geschwindigkeitsüberschreitung. Am Ende der mehr als 1000 Kilometer langen Ausfahrt sind die Veranstalter zufrieden mit der Performance von Autos und Reifen - und wahrscheinlich macht auch Constable West drei Kreuze, weil alles glimpflich abgelaufen ist.

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Text:  Eine eMail an Susanne Kilimann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Hersteller
Ort: Dawson City

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