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Reportage  Land Rover Experience

Staubfresser



Atemberaubende Landschaften, Blockaden, Todesstraßen, Coca-Plantagen, Skorpione im Schuh: Bei der Land Rover Experience Tour durch Bolivien stoppt die Adrenalinausschüttung nie. Wir waren dabei.

 
 Land Rover Experience
  
 Land Rover Experience  - Foto: Hersteller  Land Rover Experience - Foto: Hersteller  Land Rover Experience - Foto: Hersteller  Land Rover Experience - Foto: Hersteller  Land Rover Experience - Foto: Hersteller  Land Rover Experience - Foto: Hersteller

Noch 20 Kilometer bis Caranavi - und jetzt wird es wirklich gefährlich. Es ist nicht nur stockdunkel, sondern auch neblig. Vor allem aber ist der aufgewirbelte Staub auf der trockenen Piste so dicht, dass man nur wenige Meter weit sieht - manchmal sogar gar nichts mehr. So muss sich ein Pilot bei einem Blindflug fühlen, wenn plötzlich die Instrumente ausfallen. Die einzigen Hilfen am Steuer des Land Rover Defender sind jetzt die starken Zusatzscheinwerfer und die fünf Sinne des Fahrers. Die Augen kleben an der Nebelschlussleuchte des vorausfahrenden Wagens, die nur schemenhaft zu erkennen ist. Die Ohren sind gespitzt und hören permanent den Funk ab.

"Achtung, Taxi von oben, sehr schnell", vermeldet Dag Rogge, Leiter der Land Rover Experience Tour durch Bolivien, per Funkgerät aus dem Führungsfahrzeug. Wie Suchscheinwerfer versuchen die Augen nun durch die Mischung aus Staub und Nebel zu dringen, der Puls rast. Da schießt auch schon das Toyota-Taxi auf den Land Rover zu, natürlich unbeleuchtet. Jetzt braucht man keinen Schutzengel – der hat in dieser Staubhölle schon längst aufgegeben – sondern schnelle Reflexe: Nach rechts ausweichen, dabei bloß nicht den steilen Abgrund übersehen, und blitzartig wieder in die Spur zurück.

Das wäre geschafft. Doch da tauchen plötzlich die Umrisse eines LKW aus der Staubwolke auf, der ebenfalls bergauf fährt. Nun heißt es voll in die Eisen steigen. "Gerade kein Gegenverkehr, ihr könnt überholen", schallt es aus dem Funk. Also links rüber - aber in der letzten Sekunde erblickt man aus dem Augenwinkel ein Schlagloch vom Format eines Waschbeckens. Schnell ausweichen, runterschalten, wieder zum Überholen ansetzen, zwischendurch mal die Schweißperlen vom Gesicht wischen. Und es sind immer noch 19 Kilometer bis Caranavi.

Solche Gewaltmärsche sind es, die bei der 1800 Kilometer langen Land Rover Experience Tour den Adrenalinspiegel immer auf Anschlag halten. 12 bis 15 Stunden Fahrt stehen täglich auf dem Programm. Die Straßen sind oft kaum breiter als der Land Rover, fast nie asphaltiert und übersät mit Hindernissen aller Art. Abends fällt man im Zelt oder in spartanischen Herbergen todmüde ins Bett und kann gerade noch den Spinnen an der Wand Gute Nacht sagen, die ein fröhliches "Mi casa es su casa" erwidern. In manchen Orten muss man zumindest noch die Energie aufbringen, die Schuhe auf den Tisch zu stellen. Nachts kann sich in den verschwitzten Tretern nämlich schon mal ein Skorpion einquartieren.

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Straße des Todes
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Das alles wird jedoch mehr als aufgewogen durch die faszinierenden Naturpanoramen, die das oft noch völlig unberührt wirkende Bolivien zu bieten hat. Frühmorgens bricht die Sonne durch den Dunst und enthüllt fantastische Berglandschaften, malerische Wasserfälle oder den grün funkelnden Dschungel.

Besonders spektakulär ist die Fahrt über die nebelverhangene "Camino de la Muerte", die Straße des Todes von La Paz nach Coroico. Wenn man direkt an der Klippe steht und hunderte Meter tief hinab in den grünen Schlund des Dschungels blickt, klopft das Herz bis zum Hals. Heute gibt es Ausweichrouten und die "Camino" ist eher ein schaurig-schönes Highlight für Touristen, doch noch immer stürzen regelmäßig Menschen in ihren Autos in den sicheren Tod.

Vom Regenwald geht es innerhalb weniger Stunden hinauf zur Hochebene Altiplano und ins quirlige La Paz, wo sich der höchste Regierungssitz der Welt befindet. Die Stadt schmiegt sich an beeindruckende Berghänge, einige Viertel liegen mehr als 4000 Meter hoch. In der Ferne ragen schneebedeckte 6000er majestätisch in die Höhe.

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Steine fliegen
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In manchen Regionen Boliviens leben fast alle Bewohner vom Coca-Anbau, der häufig legal ist. Einige Bauern zeigen freundlich ihre getrockneten Coca-Blätter, die für medizinische und traditionelle Anwendungen oder bekannte Limonaden benutzt werden. Aber auch wenn die meisten Bolivianer dem Land Rover-Konvoi fröhlich zuwinken, mit ihrer Ortskenntnis die nicht vorhandenen Straßenschilder ersetzen und schon mal ein Handwerker für Reparaturen sein Schweißgerät ausleiht: In Bolivien gehen die Uhren anders. Das muss der Konvoi auf der Rückreise nach La Paz erfahren, als plötzlich in einem Ort wütende Indios aus Protest gegen die Regierung sämtliche Durchfahrtsstraßen blockieren.

Klicken Sie auf das Bild, um die Google-Map von Bolivien zu öffnen

Jetzt beginnt ein Katz- und Maus-Spiel. Der Konvoi muss sich unauffällig einen Weg durch Seitenstraßen bahnen, bevor die Demonstranten sämtliche Wege aus der Stadt abriegeln und die Wagen vielleicht für mehrere Tage aufgehalten werden. Doch Blockade-Brecher mögen die Leute im Ort gar nicht. Als die 14 Land Rover ausscheren und quer durch die Rabatten fahren, fliegen die ersten Steine. Der einzige Ausweg ist ein tiefer Graben mitten im Ort und jetzt wird der Defender richtig gefordert: Mit Geländeuntersetzung prügeln die Fahrer den Geländewagen im Eiltempo vorwärts, raus aus der Gefahrenzone.

Im Gänsemarsch geht es schließlich mitten durch die Steppe an Alpaka-Herden vorbei in einem weiten Umweg nach La Paz. Mehr Offroad geht kaum. Dag Rogge, der bereits neun Experience-Touren auf dem ganzen Globus organisiert hat, kennt solche Situationen zur Genüge. "Bisher sind wir noch immer mit einem blauen Auge davongekommen", erzählt der 49-Jährige. Und genau solche Erlebnisse sind es ja auch, die die Teilnehmer der Abenteuer-Expeditionen suchen. "Wir wollen schließlich in Ecken reisen, die sonst kaum jemand zu Gesicht bekommt."

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Hersteller
Ort: La Paz, Bolivien

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