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Mitsubishi Lancer 2.0 DI-D Sportback  Praxistest: Mitsubishi Lancer Sportback

Der Turnbeutel



Der Mitsubishi Lancer Evolution ist eine Allrad-Fahrmaschine mit Suchtpotenzial. Der Lancer Sportback ist ein braver Fronttriebler mit Dieselmotor – doch ein bisschen was vom Evo-Feeling färbt auch auf ihn ab.

 
Mitsubishi Lancer 2.0 DI-D Sportback
  
Mitsubishi Lancer 2.0 DI-D Sportback - Foto: Hersteller Mitsubishi Lancer 2.0 DI-D Sportback- Foto: Hersteller Mitsubishi Lancer 2.0 DI-D Sportback- Foto: Hersteller Mitsubishi Lancer 2.0 DI-D Sportback- Foto: Hersteller Mitsubishi Lancer 2.0 DI-D Sportback- Foto: Viehmann Mitsubishi Lancer 2.0 DI-D Sportback- Foto: Hersteller
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Mitsubishi Lancer
[+] Kräftiger Motor, straffes Fahrwerk, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, umfangreiche Serienausstattung, ordentliches Platzangebot, bequeme Sitze
[-] Navi und Radio wenig überzeugend, Kofferraum teilweise unpraktisch

Der Lancer Sportback wirkt wie eine unentschlossene Mischung aus Kombi und Fließheck. Beim ersten Blick in den Kofferraum gehen die Mundwinkel nach unten: Gerade mal 288 Liter stehen zur Verfügung, weil die tief stehende Scheibe und das nach unten fließende Heck eine Menge Platz verschenken. Wenn man die Rücksitze umlegt, sieht die Sache schon anders aus – mit maximal 1349 Litern fasst der Lancer mit Turnbeutel-Heck etwa soviel wie ein BMW 3er Touring oder ein A4 Avant. Wenn man den Beifahrersitz nach vorn schiebt, lassen sich somit auch die Regal-Pakete aus dem Möbelmarkt ziemlich problemlos unterbringen. Praktisch ist zudem der höhenverstellbare Laderaumboden.

Auch sonst steckt im Lancer mehr, als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde. Der sportliche Anspruch der Marke wirkt bei Lenkung und Fahrwerk deutlich: Das Volant vermittelt einen guten Kontakt zur Straße und die straffe Federung hält den Wagen brav und ruhig in der Spur. Auf einer Tour durchs kurvige Sauerland bereitete der Sportback eine Menge Fahrspaß und überzeugte auch in schnellen, sogar rutschigen Kurven mit einer guten Traktion. Manchmal leitet der Mitsubishi Schläge allerdings nur grob gefiltert an die Passagiere weiter.

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Fahrwerk und Motor gefallen
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Der kräftige Zweiliter-Dieselmotor passt gut zum straffen Fahrwerk und treibt den Wagen überraschend flott voran. Das maximale Drehmoment von 310 Newtonmetern ist nicht besonders üppig – BMW etwa hat bei seinen Zweiliter-Dieseln deutlich mehr zu bieten. Doch mit ein bisschen Schaltarbeit kann man dem Lancer ordentlich Beine machen.

Mit 1,5 Tonnen ist der Wagen im Klassenvergleich auch nicht besonders schwer. Dass es sich um einen Dieselmotor handelt, versucht der 2.0 D-ID allerdings nie zu verbergen – das Aggregat ist relativ laut und nach dem Kaltstart immer ein wenig unwirsch. Den Verbrauch gibt Mitsubishi mit durchschnittlich 6,5 Litern an, was unser Testwagen nicht ganz einhalten konnte – im Schnitt flossen 7,4 bis 7,9 Liter durch die Leitungen. Im Stadtverkehr genehmigt sich der Lancer ungefähr 9 Liter (Werksangabe: 8,6 Liter).

Das Interieur des Mitsubishi überzeugt mit einer guten Verarbeitung und übersichtlichen Platzierung der Bedienelemente. Unpraktisch sind allerdings die Schalter für die Sitzheizung, die sich weit hinten auf der Mittelkonsole befinden und einige Verrenkungen beim Bedienen erfordern. Zudem braucht die Heizung lange, bis sie die volle Leistung erreicht hat.

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Navi nervt
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Wenig überzeugend ist die Kombination aus Audiosystem und Festplattennavigation. Für die Touchscreen-Bedienung muss man während der Fahrt einen Griff entwickeln, bei dem sich mit zwei Finger am unteren Bildschirmrand abstützt und mit dem Zeigefinger auf die virtuellen Tasten drückt. Die Kartendarstellung und Routenführung mit kleinen Pfeilen wird bei größeren Maßstäben schnell unübersichtlich, und bei mehreren Staus gelingt es dem System oft nicht, eine sinnvolle Umfahrung zu berechnen. Zudem fiel das Radio unseres Testwagens durch einen mangelhaften Radioempfang auf: Es konnte viele Sender nicht über einen längeren Zeitraum halten, so dass man ständig den Suchlauf bemühen musste.

Das Sportback-Basismodell Inform (ab 21.490 Euro) bietet unter anderem Front-, Seiten- und Kopfairbags sowie Knieairbag für den Fahrer, ESP, CD-Radio und Klimaanlage. Damit zeigt sich der Mitsubishi preislich gut aufgestellt: Ein Golf Variant TDI (140 PS) zum Beispiel ist ab 25.700 zu haben, ein Kia Cee’d Sporty Wagon 2.0 CRDi ab 23.040 Euro und ein Toyota Avensis 2.0 D-4D Fünftürer ab 25.350 Euro.

Eine empfehlenswerte Ausstattung für den Lancer Sportback ist das Intense-Paket, das unter anderem Klimaautomatik, Multifunktionslenkrad, Tempomat, Nebelscheinwerfer, Licht- und Regensenor, akustische Einparkhilfe und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung bietet. Der Preis beträgt dann 24.890 Euro. Selbst in der höchsten Ausstattungsstufe Instyle bleibt der Lancer mit 28.390 Euro deutlich unter der 30.000er-Grenze und ist mit Annehmlichkeiten wie Bi-Xenonlicht, Ledersitze und das Festplatten-Navigationssystem nahezu komplett bestückt.

Mitsubishi Lancer 2.0 DI-D Sportback
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Fotos: Hersteller

Wie entsteht ein Praxistest? Das erfahren Sie Mitsubishi Lancer 2.0 DI-D Sportback hier

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