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Fahrbericht: VW California Beach
Der Weg als Ziel
Volkswagen Multivan T6 California 2.0 TDI

Der neue Volkswagen T6 California zeigt sich in alter Stärke. Ob für den Wochenendausflug, den Jahresurlaub oder zum Auswandern - der neueste Reisebegleiter ist sich für nichts zu schade.

[+] Gutes Raumangebot, alltagstauglich, gute und durchdachte Variabilität, niedriges Geräuschniveau, gute Verarbeitung, ordentlicher Federungskomfort, sicheres Fahrverhalten, zahlreiche Assistenzsysteme verfügbar
[-] Umständlicher Umbau der Sitze, schwer zu betätigende Heckklappe, hoher Preis

Mit dem Zur Markenseite VolkswagenVolkswagen California fährt ein weiterer, automobiler Meilenstein in die nächste Generation. Als California gibt es ihn seit 1989, die Wurzeln reichen bis 1950 zurück, als die Firma Westfalia erstmals eine Campingbox für den T1 auf den Markt brachte. Generationen haben mit dem "VW Camper" die Welt entdeckt. Auf dem neuen T6 aufbauend zeigt jetzt der California , dass die Faszination des mobilen Urlaubs auch weiterhin bei Volkswagen im Angebot ist - wenn auch zum üppigen Preis.

Volkswagen Multivan T6 California 2.0 TDI - Foto: Hersteller

Wer nicht sein gesamtes Erspartes in die hochwertigen Ausstattungsvarianten Coast und Ocean stecken möchte, sondern mit dem Einsteigermodell Beach zufrieden ist, der kann sich dennoch auf schöne Ferientage freuen. Nur zu einem etwas höherpreisigen Extra muss dringend geraten werden: die programmierbare Luft-Standheizung für rund 1.700 Euro. So bleibt auch in kalten Wildcamper-Nächten der Innenraum wohlig warm - ohne, dass dabei der Motor laufen muss. Für den Betrieb der Standheizung steht eine eigene Batterie zur Verfügung.

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Auf dem Weg durch die Alpen oder das hüglige Skandinavien ist natürlich ein Motor jenseits der 100 PS-Grenze von Vorteil. Da kommt selbst der zweitschwächste Diesel mit 102 PS genau richtig. Der 43.542 Euro teure Vierzylinder in der Ausstattung Beach reicht jedem, der nicht gerade seine Ruhe auf entlegenen und schwer zuglänglichen Äckern oder in Felsschluchten sucht. Diese Kunden entscheiden sich dann besser für den einzigen Allradler im Angebot, mit Diesel-204 PS.

Für die normalen europäischen Straßen ist der 2,0 Liter große Motor völlig ausreichend - und wo sonst, außer in Deutschland ist eine Höchstgeschwindigkeit von nur 157 Kilometern pro Stunde ein Nachteil? Richtig, nirgends.

Dass die 250 Newtonmeter maximales Drehmoment per manuellem Fünfganggetriebe an die Vorderräder gehen, macht auch keine Probleme. Lediglich an steilen Anstiegen macht ihm sein Leergewicht von 2.250 Kilogramm ein wenig zu schaffen. Und auch die Sprintzeit von 17,9 Sekunden wird keinen sportlich ambitionierten Fahrer locken. Der Verbrauch von 6,3 Litern auf 100 Kilometern dürfte hingegen wohl niemanden verärgern.

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Wie bei VW üblich kann kann der California mit nahezu jedem Schnickschnack aus der Aufpreisliste vollgestopft werden
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Beim aktuellsten Modell liegen die Vorteile in seiner einfachen Handhabe. Ob nun das Hubdach, dass entweder für eine Stehhöhe von über zwei Metern oder zwei weitere Schlafplätze sorgt, oder das Umbauen der Sitzbank zur Liegewiese - nach wenigen Wiederholungen sitzen die 'nötigen Handgriffe im Schlaf. Wer sich elektronische Hilfe wünscht, bekommt sie beim Hubdach in der höheren Ausstattungsvariante. Die Sitzbank muss aber in jedem Falle manuell umgelegt und verschoben werden. Ja, es gibt Hersteller, bei denen geht auch das per Knopfdruck.

Gleiches gilt für die immer noch sehr schwer zu schließende Heckklappe. Wegen der beiden in einer Tasche an der Heckklappe platzsparend untergebrachten Campingstühle und die Möglichkeit, einen Fahrradträger anzubringen, sind die Dämpfer der Klappe sehr kräftig ausgelegt. Nach wenigen offenen Minuten werden schon fast zwei Personen nötig, um der Klappe Herr zu werden.

Viel einfacher geht das Verdunkeln des großen Innenraums von statten. Am Fahrer- und Beifahrerfenster sowie an der Windschutzscheibe werden magnetische Vorhänge angebracht. Die restlichen Fenster lassen sich per Rollos verdunkeln. Ein großer Vorteil der Basisausstattung ist der überwiegende Plastikanteil. Zum Reinigen mal eben mit einem nassen Lappen drüber, Kehrblech und Handfeger - fertig.

Am 28. August feiert der VW California seine Premiere auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon. Und wie bei VW üblich kann kann er mit nahezu jedem Schnickschnack aus der Aufpreisliste vollgestopft werden. So ist es kein Hexenwerk, wenn am Ende selbst bei der Basisausstattung ein Gesamtpreis von über 50.000 Euro auftaucht. Nahezu jeder Fahrassistent will bezahlt werden, das Navigationssystem ist nicht gratis und auch die schicken Alufelgen müssen für viel Geld erstanden werden.

 Technische Daten
Volkswagen Multivan T6 California 2.0 TDI 
 MotorReihe 
 Zylinder
 Hubraum (cm³)1968 
 Leistung (kW/PS)75/102 
 Zuladung(kg)587 
 Gesamtgewicht (kg)3000 
 0-100 km/h (s)19,4 
 Vmax (km/h)154 
 Verbrauch (L/100 km)6,4 
 KraftstoffDiesel 
 Grundpreis (€)50.450 
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Herstellerangaben 
 
Volkswagen Multivan T6 California 2.0 TDI- Foto: Hersteller
Volkswagen Multivan T6 California 2.0 TDI- Foto: Hersteller
Volkswagen Multivan T6 California 2.0 TDI- Foto: Hersteller
Volkswagen Multivan T6 California 2.0 TDI- Foto: Hersteller

 Alternativen
Mercedes-Benz V 250 BlueTEC Mercedes-Benz VVolkswagen Caddy 2.0 TDIVolkswagen Caddy
Seat Alhambra 2.0 TDI EcomotiveSeat Alhambra
Ford Galaxy 2.0 TDCiFord Galaxy

Text: | Fotos: Hersteller

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