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Technik: Audi R8 e-tron Sounddesign
Stromernde Invasion
 eSounddesign

Jahrzehntelang haben Ingenieure daran gearbeitet, Autos leise zu machen. Jetzt summen sie nur noch elektrisch - und Fahrzeughersteller wie Audi entwickelt Geräuschkulissen für ihren E-Fuhrpark.

Sie sind schon lange unter uns. Vereinzelt noch - aber sie sind da. Doch nicht durch ihr äußeres Erscheinungsbild lassen sie sich heute noch schnell enttarnen, sondern durch ihre Sprache, ihr nahezu lautloses Auftreten. Doch damit ist bald Schluss. Um die neue Spezies der Elektroautos für den Straßenverkehr und die dazugehörenden Fußgänger sicherer, sprich auffälliger zu machen, entwickelt Audi neue Klangprofile - den e-Sound.

 eSounddesign  - Foto: Hersteller

Den Anfang macht der R8 e-tron. Von dem Supersportler ist bei trockener Fahrbahn nahezu nichts zu hören. Soundentwickler wie Rudolf Halbmeir haben das geändert. Zu seinem Handwerkzeug zählen weder Hammer noch Schraubstock, sondern Keyboard, Computer und jede Menge Musikzeitschriften. "Der Sound eines Autos", sagt der Akustik-Ingenieur, "hat Ähnlichkeit mit Musik."

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Dass er sich bei seiner Arbeit von manchen Science Fiction-Filmen hat inspirieren lassen, ist nach den ersten Tönen klar. Anders als beim Verbrennungsmotor klingt der R8 e-tron synthetisch und mit einer Leistung von 40 Watt. Der e-Sound ertönt über einen Lautsprecher, der im Fahrzeugunterboden montiert ist. Im normalen Betrieb beschränkt sich Audi auf fünf bis acht Watt. Das genügt laut Halbmeir, damit Fußgänger und Radler in der Nähe das Auto hören. Im Inneren, wo beim R8 normalerweise ein satter V8-Klang genossen werden darf, kommt nur ein geringer Anteil des Klangs per Luft- und Körperschall an.

Bevor der musizierende Supersportler auf die Fußgänger losgelassen wurde verbrachte er bei Audi zahlreiche Stunden auf dem 350 Quadratmeter großen und sieben Meter hohen Rollenprüfstand. Die meterlangen, mit Glaswolle gefüllten Keile und der Klang aus dem R8 e-tron lassen die ganze Szenerie wirken, als wenn sie auf einem fremden Planeten stattfindet. Das Ergebnis der Tests findet sich in einem kleinen Steuergerät wieder. "Es erhält vom Fahrzeug ständig Informationen über die Drehzahl der E-Maschinen, die Last, die Geschwindigkeit und weitere Parameter. Aus diesen Daten generiert es den Klang", schwärmt Halbmeir.

So ganz nebenbei wird das Sounddesign durch die Entwicklung der Gesetzgebung angetrieben. "Wahrscheinlich werden wir nur bis 30 km/h Sound machen müssen, darüber ist das Abrollgeräusch der Reifen laut genug", sagt Ralf Kunkel, Leiter Akustik von Audi. "Doch das wäre schon etwas wenig, wir werden sicher in einen höheren Bereich gehen."

 
 eSounddesign - Foto: Hersteller
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Text: | Fotos: Hersteller


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