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Tuning: Brabus B30-410
Athlet im Anzug
 Brabus B30-410

Die C-Klasse von Mercedes ist schon ab Werk recht sportlich drauf. Doch mit einer Kraftkur aus dem Hause Brabus sitzt das Sportlerdress etwas enger. Unter der Haube wüten dann 410 statt 367 PS.

Ein Flottenfahrzeug wie die Mercedes C-Klasse muss vor allem Eines: funktionieren. Und es muss gefallen. Es muss sogar sehr vielen Kunden gefallen. Dass unter diesen Kunden der eine oder andere nicht nur auf ein dynamisches Äußeres, sondern auch auf die inneren Werte schaut, ist völlig normal. Nicht ohne Grund hat Mercedes seinem Erfolgsmodell eine Motorenpalette verpasst, die nahezu jeden Geschmack trifft. Vom sparsamen Diesel bis zum AMG-Geschoss ist alles vorhanden.

 Brabus B30-410  - Foto: Sommer

Vor leeren Regalen stehen allerdings auch bei Mercedes die Kunden, die zwar gerne mal den Sportwagen des Nachbarn an der Ampel stehen lassen möchten, aber auch komfortabel und leise durch ihre Siedlung rollen möchten.

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Bis jetzt. Denn Brabus hat sich den C 450 4matic zur Brust genommen und ihm einen Schrittmacher eingesetzt. Hinter dem Namen Brabus PowerXtra CGI verbirgt sich dabei nichts anderes als ein Prozessor gesteuertes Zusatzsteuergerät für die Motorelektronik des Stuttgarters.

Das Resultat sind nicht nur ein erhöhter Puls beim Fahrer, sondern auch 410 statt 367 PS, 570 statt 520 Newtonmeter und ein um 0,3 Sekunden verbesserter Tempo 100-Sprint. Die Höchstgeschwindigkeit wird ebenfalls per Vmax-Aufhebung auf 280 km/h verbessert. Dank des Allradantriebs besteht zu keinem Zeitpunkt die Gefahr, dass der ab Werk bereits 82.318 Euro teure Wagen den Kontakt zum Boden verliert.

Seine 255er-Breitreifen an der Hinterachse bekommen spürbar tatkräftige Unterstützung durch die etwas kleineren Vorderräder. Abgesehen vom gewaltigen Wendekreis bilden die 5.665 Euro teuren Brabus-Räder einen optisch eleganten Übergang zur Straße.

Gar nicht elegant kann der 4,70 Meter lange B30-410 nach einem ganz speziellen Knopfdruck wirken. Denn dann eröffnet der Klappenauspuff ein standesgemäßes Inferno an der ebenfalls veränderten Heckpartie. Vor allem das Knallen und Rotzen, das ertönt, wenn der Fuß nach einer längeren Belastung mal das Pedal verlässt, verleitet so manch einen zu wilden Sound-Orgien.

"Genau so muss nen Achtzylinder klingen", ist dann von ahnungslosen Beifahrern zu hören. Tja … da bleibt eigentlich nur eine Antwort: "Danke, ist aber immer noch ein Dreiliter-V6!" Und prompt rast die Tachonadel erneut gen Begrenzung. Der Antritt erfolgt im Automatikmodus zwar nicht so spontan, wie es sich ein sportlich ambitionierter Fahrer wünschen würde. Doch wer es tatsächlich darauf anlegt, der kann die Drehzahlnadel per Schaltwippen im optimalen Fenster halten.

Von außen ist dem überarbeiteten und dann 99.247 Euro teuren C 450 seine Kraftkur nicht sofort anzusehen. Abgesehen von den Rädern und dem Heckschürzeneinsatz fällt lediglich noch seine filigrane Frontlippe ins Auge. Im Innenraum ist alles beim Alten. Besonders erfreulich: die einstellbare Federung. Ihre Spreizung reicht vom komfortablen Reisemodus bis zum drahtigen Sportler. Die Lenkung ist angemessenes direkt und gibt ausreichend Rückmeldung. Wer eine C-Klasse in Brabus-Trainingslager schickt, bekommt einen Athleten im Business-Dress zurück.

 
 Brabus B30-410 - Foto: Hersteller
 Brabus B30-410 - Foto: Sommer
 Brabus B30-410 - Foto: Sommer
 Brabus B30-410 - Foto: Hersteller
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