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Reportage: LA Autoshow
Sonne im Herzen, PS im Motor
 LA Autoshow

Der Gang durch die Hallen der L.A. Autoshow 2006 überrascht etwas: Hier und da ein paar Hybridversionen - doch insgesamt bestimmen mächtige Pick Up und SUV das Bild. Also doch keine Überraschung.

Die Erwartungen an die diesjährige Autoshow in Los Angeles sind groß. Zum ersten Mal sollte die Messe der etablierten NAIAS in Detroit Paroli bieten. Zahlreiche Premieren und der neue Termin Anfang Dezember sollen - einen guten Monat vor der Show in Detroit - mehr Aufmerksamkeit bringen. Doch will man gegen diese größte US-Messe Anfang jeden Jahres bestehen, muss man schon mehr bieten.

 LA Autoshow  - Foto: Grundhoff

Der Vergleich mit dem Genfer Salon ist nicht aus der Luft gegriffen. Auch in Los Angeles spielt sich das Geschehen vordringlich in zwei Hallen ab. Neues? Ja. Doch von einem Feuerwerk der Neuheiten kann nun doch keine Rede sein. US-Marken wie GM und Ford feiern im Convention Center geradezu halbherzig ein Heimspiel. Die Deutschen mischen im Sonnenstaat Kalifornien dagegen kräftig mit - und drücken der Autoshow ihren Stempel auf.

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Audi TT Roadster, Audi R8, BMW X5, Volvo C30, der VW Tiguan und der Saturn Vue – das sind die Highlights der 100. Auflage dieser kalifornischen Autoausstellung im Herzen von "L.A.". Amerikaner und besonders die Asiaten halten sich diesmal überraschend stark zurück. Wenn etwas in Auge fällt, dann sind es die Premiumableger von Nissan, Toyota und Honda. Denn Modele wie der Infiniti G 35 S, ein Lexus LS 460, Acura und Lincoln MKX sind eindrucksvolle Publikumsmagneten. Auch wenn Weltpremieren wie der Aston Martin V8 Vantage Roadster oder der Lamborghini Murcielago LP 640 Roadster ein wenig Lust verbreiten: Es fehlt in Los Angeles das Salz in der Suppe.

Auch von einem kalifornischen Öko-Wahn kann keine Rede sein. Hier und da glänzt im Scheinwerferlicht ein Saubermann wie der neue Chevrolet Tahoe Hybrid, der Chevrolet Equinox Fuelcell oder ein Honda Accord Hybrid. Doch an Größe und Leistung wird in den nächsten Jahren weiterhin kein Weg vorbei führen – big is still beautifull.

Doch auch an den US-Herstellern geht das vor allem von Europa aus forcierte Thema Diesel nicht vorbei. Dass DaimlerChrysler, Audi und Volkswagen beim Thema Bluetec zukünftig an einem Strang ziehen, wird hier und da mit einem unsicheren Grummeln aufgenommen. Und schnell dreht man sich zu den mächtigen Trucks wie einem Ford F-150 oder einem Chevrolet Silverado weg.

Im Gegensatz zu den Messen und Detroit und New York hat die Los Angeles Autoshow in den vergangenen Jahren kaum beachtenswerte Studien geliefert. In diesem Jahr ist es nicht anders. Daran ändert auch die Design Challenge 2006 nichts, an der sich zahlreiche Kreativköpfe aus dem In- und Ausland beteiligten. Immerhin sehenswert: der knuffige Honda Remix, der Mazda Nagare oder der schon seriennahe VW Tiguan.

Fragt man die Besucher der Messe nach ihrem emotionalen Liebling, so führt die bereits mehrfach gezeigte Studie des Chevrolet Camaro die Liste mit deutlichem Abstand an. Auf Platz zwei: Der beeindruckend sportliche Audi R8, den es hier in L.A. erstmals auf dem amerikanischen Kontinent zu bestaunen gibt. Über 420 PS und ein cooles Outfit zählen in Gottes eigenem XXL-Land trotz aller Ermahnungen von Gouverneur Arnold Schwarzenegger immer noch mehr als eine Start-Stopp-Automatik oder ein Microhybrid.

 
 LA Autoshow - Foto: Grundhoff
 LA Autoshow - Foto: Grundhoff
 LA Autoshow - Foto: Grundhoff
 LA Autoshow - Foto: Grundhoff

Text: | Fotos: Grundhoff


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