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Fahrbericht: Maserati Quattroporte
Neue Rollenverteilung
Maserati Quattroporte

Maseratis rasantes Familienauto Quattroporte, seit 2003 auf dem Markt, hat ein dezentes Facelift bekommen. An der Optik war zwar nicht mehr viel zu verbessern. Dafür gibt es unter dem schönen Kleid tiefgreifend Neues.

[+] Herrausragende Fahrleistungen, seidenweiche Automatik, ausgezeichnete Verarbeitung, Luxus pur, viel Platz
[-] Sehr teuer in Anschaffung und Unterhalt, dünnes Werkstattnetz

Von Außen alles wie gehabt: Massig, rassig, edel und voller Schwung steht der Quattroporte da. So, wie man sich einen italienischen Sportwagen vorstellt: Kraftvolle Kurven, breite Walzen und grandiose Überhänge. Innen Luxus aus Leder, edlen Hölzern, funktionale Tasten und hochwertige Instrumenten - Bella Machina.

Maserati Quattroporte  - Foto: Hersteller

Doch schon der neu gestaltete Mitteltunnel signalisiert die erste wesentliche Veränderung - auch, wenn sie zunächst nur klein erscheint: Das Hebelchen für die Automatik ist weg. Statt dessen ein ganz normaler Schaltknüppel, der so auch aus einem Mercedes oder BMW stammen könnte.

Nicht alle werden den Verlust des fummeligen Teils bedauern - immerhin aber war er neben dem Dreizack auch eine Art kleines Markenzeichen. In jedem Fall ist der neue Hebel griffiger. Die Schaltung selbst ist komplett überarbeitet - und zweifelos die beste Automatik, die je in einen Quattroporte eingebaut wurde. Vor allem im Alltag macht sich das bemerkbar. Anders als der zweisitzige GranSport ist der Quattroporte zwar ein Sport- aber kein Rennwagen. Er muss sich weniger auf der Rennpiste und bei der Kurvenhatz bewähren denn im Stadtverkehr und auf langen Touren.

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Bisher war die Abstimmung der Automatik mehr auf sportliche Kraftentfaltung als auf die Beherrschung des Gleichgewichts der Kräfte im Feierabendstau ausgelegt: Das Spiel mit dem Gaspedal erforderte viel Gefühl. Zu viel mitunter. Das ist nun anders. Mit der neuen 6-Gang-Automatik von ZF lässt sich im Stadtverkehr ganz entspannt stoppen und goen. Das Anfahren ist sehr viel gutmütiger geworden - ohne bei flotter Fahrt dann an sportlicher Dynamik zu verlieren. Die Gänge schalten jetzt weicher und nahezu ruckfrei. Und auch die Reaktionsgeschwindigkeit der Automatik ist noch einmal verbessert worden. Geschaltet werden kann wie gehabt auch über die optionalen Lenkradpaddel. Und nun zusätzlich auch sequenziell über den Schalthebel selbst. Wer will, kann die Abstimmung der Automatik in vier Modi über den Bordcomputer selbst auswählen.

, Fahrbericht
Gut verteilt
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Mit der neuen Automatik läutet Maserati bei seinem Flaggschiff das Ende der traditionellen Transaxle-Bauweise (Motor vorn und Getriebe hinten) ein. Dennoch bleibt die Gewichtsverteilung mit 51% auf der Hinter- und 49% auf der Vorderachse praktisch gleich - und damit nahezu perfekt.

Das Herz des Quattroporte schlägt unter einer mächtigen Motorhaube - und ist ebenfalls neu. Das allerdings merkt man weniger an den Leistungsdaten denn an der nochmals besseren Laufruhe und dem etwas geringeren Durst.

Der 4,2 Liter V8-Motor (4244 ccm Hubraum) leistet nach wie vor 294 kW/400 PS (bei 7000 U/min.) und 460 Nm maximales Drehmoment bei 4250 U/min. Wer Gas gibt, wird mit einem grandiosen Sound belohnt - Tunnelfahrten werden zum ganz besonderen Genuß. Wer es lieber etwas ruhiger mag, der kann mit dem Quattroporte auch beinahe lautlos cruisen. Trotz des propperen Leergewichts von knapp zwei Tonnen ist die 100-km-h-Marke nach 5,6 Sekunden erreicht. Und der Vorwärtsdrang des Italieners endet erst bei - abgeregelten - 270 km/h. Maserati verspricht mit der neuen Maschine rund 9% weniger Verbrauch - das wären dann auch immer noch 14,7 Liter auf 100 km.

Aber wer sich den Quattroporte leistet, der schaut ohnehin nicht auf den Liter. Denn billig ist der Luxus auf italienisch nun mal nicht gerade. Der Einstieg beginnt bei 112.060 Euro. Dafür ist die Serienausstattung mit elektrischen Ledersitzen vorn und hinten, Xenonlicht, einem komplettem Sicherheitspaket und Navigationssystem schon ziemlich ordentlich. ZUsätzliche Annehmlichkeiten wie Multimediasystem hinten, Komfortsitze vorn und hinten, erweitertes Lederpaket oder das hauseigene Kofferset kosten extra. Es war halt schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben ...

 Technische Daten
Maserati Quattroporte  
 MotorV-Form 
 Zylinder
 Hubraum (cm³)4244 
 Leistung (kW/PS)294/400 
 Zuladung(kg)keine Angabe 
 Gesamtgewicht (kg)2400 
 0-100 km/h (s)5,2 
 Vmax (km/h)275 
 Verbrauch (L/100 km)15,8 
 KraftstoffSuperPlus 
 Grundpreis (€)112.060 
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Herstellerangaben 
 
Maserati Quattroporte - Foto: Hersteller
Maserati Quattroporte - Foto: Hersteller
Maserati Quattroporte - Foto: Hersteller
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 Alternativen
Mercedes-Benz S 500 Mercedes-Benz SAudi A8 S8Audi A8
BMW 7er 750iBMW 7er
Ferrari 612 ScagliettiFerrari 612

Text: | Fotos: Hersteller

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