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Faszination: Audi Aicon
Ohne Lenkrad ins Jahr 2030
 Audi Aicon

Weiter als gewöhnlich lässt Audi auf der Frankfurter IAA in die Zukunft blicken. Die Studie des Aicon soll schon mal zeigen, wie eine Luxuslimousine der Ingolstädter im Jahre 2030 aussehen könnte.

Designer legen bei ihren Eigenkreationen selten eine besondere Zurückhaltung an den Tag. Da macht Marc Lichte, seit rund drei Jahren in Zur Markenseite AudiAudi-Diensten und vorher in Wolfsburg tätig, keine Ausnahme. Doch man kann dem gebürtigen Arnsberger nicht unterstellen, dass er bei der Zukunftsstudie des Audi Aicon übertrieben auf den Putz haut, wenn er die Audi-Studie Aicon "wirklich sexy" nennt. Denn auch wenn das Zukunftsmobil im Innenraum weder über Pedale noch Instrumente oder gar ein Lenkrad verfügt: Der Aicon ist in der Tat ein scharfes Teil. Insbesondere gemessen daran, dass er alles andere als ein Sportwagen ist. Man teilt ihm einfach mit, wohin er fahren soll - und los geht es. Einen Fahrer gibt es nicht mehr - nur Passagiere.

 Audi Aicon  - Foto: Hersteller

Der Audi-Ausblick ins Autojahr 2030 ist eine Luxuslimousine mit den Außenabmessungen, die etwas über denen des neuen Audi A8 liegen. Dessen Langversion bietet mit 5,30 Meter Länge vier bis fünf Personen üppig Plat - dachte man, bevor man den 5,44 Meter langen Aicon gesehen hat. Der hat zwar ähnliche Außenabmessungen, fühlt sich im Innenraum jedoch wie ein großes Wohnzimmer an.

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Das kann Dank des 3,47 Meter langen Radstandes zwar bis zu vier Personen transportieren, jedoch dürften zumeist nur ein bis zwei Personen in dem Luxusmodell von Übermorgen unterwegs sein. "Wenn die Autos autonom unterwegs sind", erklärt Lichte, "werden die besten Plätze vorne sein. So kann man herausschauen oder eben etwas auf den Projektionen in der Frontscheibe sehen."

Die Bedienung des Audi Aicon ist einfach und zugleich innovativ. Unwahrscheinlich, dass die Kombination aus Sprache, Touchflächen in den gegenläufig öffnenden Türen oder das Scrollen im Menüprogramm per Augenkontakt noch zehn Jahre oder mehr zur Serienreife braucht. Dazu funktioniert es bereits im Prototypen einfach zu gut. Für den nötigen Reisekomfort sorgen unter anderem eine spezielle Luftfederung und Aktuatoren, die etwaige Seitenneigungen der Karosserie ausgleichen.

Zukunftstudie Audi Aicon, Faszination
Gurte, Airbags oder Kopfstützen gibt es nicht - der Aicon wird nicht nur vollautonom, sondern auch unfallfrei unterwegs sein
Zukunftstudie Audi Aicon, Faszination

Wer sich nicht stören lassen will, der verdunkelt die Scheiben, justiert über einen Schieberegler die Privatsphäre nach oben und muss sich dann nicht mehr von Videoanrufen, Emails oder dem elektronischen Assistenten stören lassen. Filme werden auf die Frontscheibe gespiegelt, die so stark geneigt ist, als würde man in einem Lamborghini Huracan sitzen. Auf Knopfdruck fahren die Sessel gemeinsam mit kleinen Bodenpanels nach hinten und verändern ihren Winkel in eine Liegeposition. Eine echte Liegefläche bietet die IAA-Studie des Audi Aicon nicht, wäre aber denkbar. Wer mit einem Nachbarn plaudern will, kann die Frontsitze um bis zu 15 Grad zueinander drehen. "Eine komplette Drehung ist nicht vorgesehen", erklärt Marc Lichte, "niemand möchte bei der Autobahnfahrt rückwärts sitzen und so kann man sich zueinander drehen und den Arm auf die Rücklehne legen."

Sind doch einmal mehr Passagiere an Bord, gibt es im Fond eine kleine Lümmelecke für ein bis zwei Mitreisende. Gurte, Airbags oder Kopfstützen gibt es nicht - der Aicon wird nicht nur vollautonom, sondern auch unfallfrei unterwegs sein. Ist das Zukunftsmobil in der Innenstadt unterwegs, kann er über großen LED-Prismenflächen mit Fußgängern kommunizieren, mit anderen Fahrzeugen oder Verkehrssystem wird voll vernetzt gesprochen.

Das Antriebspaket des Audi Aicon steht angesichts von Design und Innenraumkonzept eher im Hintergrund. Vier Elektromotoren treiben den Koloss mit einer Leistung von zurückhaltenden 260 kW/354 PS und einem maximalen Drehmoment von 550 Nm an. Auf langen Strecken soll der Ingolstädter mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h laufen.

Ob das reicht, um auf längeren Strecken eine echte Alternative zu Zügen oder gar Jets zu sein, muss sich zeigen. Aktuelle Luxuslimousinen sind mit doppelter Höchstgeschwindigkeit unterwegs. Aber da muss unverändert ins Volant gegriffen werden - ggf. von einem Chauffeur. Dank eine Feststoffbatterie soll der Audi Aicon eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern haben. Bietet sich daher perfekt auch für eine Reise an - der Laderaum fasst 660 Liter. Und wenn man am Ziel dann doch einmal aussteigt, gibt es den Lichtbegleiter: Eine Mini-Drohne mit Scheinwerfer leuchtet den Fußweg des Nutzers sicher aus.

 
 Audi Aicon - Foto: Hersteller
 Audi Aicon - Foto: Hersteller
 Audi Aicon - Foto: Hersteller
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Text: | Fotos: Hersteller
 Stichworte
 Audi Aicon, Audi, Autonomes Fahren, Elektroauto, Marc Lichte, Aicon, Drohne


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