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Praxistest: BMW 730d
Allerbeste Basis
BMW 7er 730d

Die aktuelle BMW 7er-Reihe hat in den vergangenen zwei Jahren für viel Gesprächsstoff gesorgt. Extravagantes Design innen und außen sowie das zukunftsweisende Bedienkonzept teilten die Lager. Einhellig jedoch die Meinung, dass die Aggregate des Oberklasse-BMW zum weltweit zum besten gehören, was derzeit zu bekommen ist. Wir zeigen, was der 730d als Basismotorisierung in der Oberklasse wirklich bewegen kann.

[+] Sehr gute Verarbeitung, viel Platz, sehr hoher Fahrkomport, hohe Sicherheit, ausgezeichnete Straßenlage, niedriger Verbrauch, hohes Sicherheitsniveau
[-] Hoher Anschaffungspreis, hinten unübersichtlich, umständliche Bedienung

Wieviel Leistung braucht ein 7er BMW? Mit einem Gewicht von rund zwei Tonnen und einer Länge von fünf Metern drängt sich auf, dass es mindestens ein Achtzylinder mit einer Leistung von 300 PS sein muss, um den Bayern adäquat zu bewegen. Doch der 730d zeigt, dass es auch mit weniger geht - und zwar sehr gut!

BMW 7er 730d - Foto: Hersteller

Der Dreiliter-Reihensechszylinder hat seinen Weg bereits durch die gesamte BMW-Modellpalette gemacht. In 3er, 5er und X 5 hat er bereits gezeigt, was er kann. Für den Einsatz im neuen 730d wurde der Commonraildiesel mit Vierventiltechnik nochmals auf Touren gebracht und leistungsgesteigert. Aus 160 KW / 218 PS holt er eine Spitzengeschwindigkeit von knapp 240 km/h. Das maximale Drehmoment liegt bei 500 Nm. Dank exakt und weich abgestufter Sechsgang-Automatik wird die bullige Kraft an die Hinterachse gebracht. Der Fahrer kommt bei dem vom Getriebespezialisten ZF entwickelten Automatikgetriebe gar nicht erst in Versuchung, manuell in die Schaltvorgänge eingreifen zu wollen.

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Überraschend knappe Rechnung
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Im Stadtverkehr, auf der kurvigen Landstraße oder bei der Vollgasorgie auf der Autobahn - das kleine Dieselaggregat macht im 7er eine ausgezeichnete Figur. Keine Frage, ab Tempo 200 geht ein 740d mit seiner Achtzylinderpower kraftvoller ans Werk - aber muss das wirklich sein? Stattdessen wird dem Chauffeur des 730d an der Zapfsäule trotz sportlicher Fahrt eine überraschend knappe Rechnung präsentiert. Im Praxistest verbrauchte der Kleinste aller 7er BMW trotzdem überaus zügiger Fahrweise gerade einmal 9,2 Liter Diesel durchschnittlich. Da kommt Freude am Fahren auf.

Bleibt die Frage, wer sich beim Kauf des BMW-Flaggschiffs überhaupt noch für einen Benziner entscheidet? Klar - gerade die Varianten BMW 735 i und 745i sind einsame Business-Klasse - die Motoren echte Sahnestücke; noch besser der Zwölfzylinder des BMW 760i mit seinen sechs Litern Hubraum und 327 KW / 445 PS. Doch auch in den Chefetagen schauen immer mehr auf die zunehmende Akzeptanz der drehmomentstarken Dieselmodelle. Wer will da schon an das Damoklesschwert einer erhöhten Dienstwagensteuer denken? Der BMW 730d ist das beste Beispiel dafür, wieviel Fahrfreude aus einem Basismodell entspringen kann. Natürlich muss das Paket stimmen. Der 730d hat ein Fahrwerk, das in Bezug auf Komfort und Sportlichkeit kaum Wünsche offen läßt. Auch ohne das sehr gute Anti-Wank-Programm "Dynamic Drive" oder die elektronische Dämpfer Control ist das Fahrwerk in jedem Zustand exzellent. Wer einmal ohne das serienmäßige Stabilitätsprogramm DSC unterwegs ist, wird im Grenzbereich allein das überraschend bissige Heck spüren, das erst spät, dann aber vehement ausbrechen möchte.

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Inakzeptabler Preis
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Der Innenraumkomfort des BMW 730d lässt keine Wünsche offen. Die Sitze vorn und hinten suchen selbst in der starken Oberklasse ihresgleichen. Platzangebot und Verarbeitungsqualität sind exzellent, der Kofferraum bietet mehr als ausreichend Platz. Die Instrumente lassen sich tagsüber und bei Dunkelheit sehr gut ablesen. Die Bedienung der meisten Funktionen erfolgt über den bekannten Controller des iDrive auf der wuchtigen Mittelkonsole. Das größte und fast einzige Manko des BMW 730d ist der Preis. Nein, der Einstiegspreis ist mit 58.600 Euro (leider) mittlerweile marktgerecht.

Schlichtweg eine Frechheit ist jedoch die Serienausstattung der Siebener-Reihe. Ledersitze (ab 2.200 Euro), Navigationssystem (2.400 Euro), Park Distance Control (750 Euro), Regensensor (110 Euro) oder Sitzheizung (420 Euro) kosten unverständlicherweise extra. Ebenso Xenonlicht (1.010 Euro), Sonnenschutzrollo (400 Euro) oder Skisack (330 Euro). Wer gar auf Komfortextras wie elektrische Komfortsitze vorn und hinten (5.100 Euro) oder Dynamic Drive (2.600 Euro) nicht verzichten kann, muss für einen komplett ausgestatteten BMW 730d mit bis zu 70.000 Euro inakzeptabel tief in die Tasche greifen. Einstiegsmodell hier, günstiger Verbrauch und jede Menge Fahrspaß da - das ist für die meisten zuviel des guten. Das ein oder andere können sich die bärenstarken BMW-Bayern auch noch von der (ausländischen) Konkurrenz abschauen.

 Technische Daten
BMW 7er 730d 
 MotorReihe 
 Zylinder
 Hubraum (cm³)2993 
 Leistung (kW/PS)170/231 
 Zuladung(kg)580 
 Gesamtgewicht (kg)2480 
 0-100 km/h (s)7,8 
 Vmax (km/h)238 
 Verbrauch (L/100 km)8,2 
 KraftstoffDiesel 
 Grundpreis (€)62.800 
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Herstellerangaben 
 
BMW 7er 730d- Foto: Hersteller
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BMW 7er 730d- Foto: Hersteller
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 Alternativen
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