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Weltspiegel  Weltspiegel: China-Premium Qoros

Deutsche Tugenden



Bisher sind chinesische Autohersteller in Europa peinlich gescheitert. Ende 2013 will Qoros mit bezahlbaren Premiumfahrzeugen Marken wie VW, Opel und Toyota angreifen – auch in Deutschland.

 
 Qoros kommt
  
 Qoros kommt  - Foto: Hersteller  Qoros kommt - Foto: Hersteller  Qoros kommt - Foto: Hersteller  Qoros kommt - Foto: Hersteller  Qoros kommt - Foto: Hersteller  Qoros kommt - Foto: Hersteller

Der Name Qoros war in der Autowelt bis vor wenigen Monaten noch völlig unbekannt. Chery Quantum Automotive, einer der größten Autohersteller in China, erschuf für seine neue Premiummarke den Namen, der auch zu einem neuen Männerduft passen würde: Qoros. Doch Qoros hat nichts mit betörendem Duft zu tun. Es geht um Autos für die breite Masse: ansehnlich, praktisch, bezahlbar und unspektakulär. Als erster Hersteller aus China versucht sich die Marke im Premiumgeschäft.

Marken wie Audi, Mercedes und BMW sind premium. Porsche sowieso. Und auch Volkswagen hat sich trotz riesiger Stückzahlen mit einigen Modellen deutlich in Richtung Premium vorgearbeitet. Premium ist weltweit "in" und in vielen Fahrzeugklassen braucht man es ohne einen Premiumanspruch gar nicht erst zu versuchen. Das sieht man auch bei Qoros so.

Der Chery Quantum Konzern kaufte sich dafür einige Topleute aus der Automobilwelt zusammen. Aus Deutschland wurden zwei zentrale Köpfe ins Führungsteam geholt. Das Qoros-Aussehen verantwortet der ehemalige Mini-Chefdesigner Gert-Volker Hildebrand. Und im Vorstand sitzt neben Chery-Chef Guo Qian der ehemalige Volkswagen-Manager Volker Steinwascher.

Das Qoros-Werk in Changsu im Süden Chinas befindet sich aktuell noch im Bau. In einem ersten Schritt sollen in der Produktionsstätte ab 2013 jährlich bis zu 150.000 Fahrzeuge vom Band laufen, bevorzugt für China. Mittelfristig sind bis zu 400.000 Fahrzeuge geplant, die dann auch in den Export nach Europa gehen.

Auf welchen Märkten Qoros den Anfang machen will? "Das ist derzeit noch nicht entschieden", sagt Gert-Volker Hildebrand. "Doch wieso nicht auch nach Deutschland?" Design und Modellbau sind von Hildebrand und seinem Team zu weiten Teilen in München und Graz entwickelt worden. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass vielleicht in Deutschland die Europa-Zentrale von Qoros entsteht.

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China in Austria
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Bei Magna in Graz findet aktuell der Großteil der Entwicklungsarbeit statt. Um den Premiumanspruch zu verwirklichen, kommen viele der Komponenten von bekannten Zulieferern wie ZF, Bosch oder Continental. Die Teile werden auch in deutschen Premiummobilen verbaut. Bei den Motoren hätte Chery gerne mit einem europäischen Schwergewicht kooperiert, entschied sich letztlich aber doch dafür, eigene Motoren zu verwenden. Die soll der österreichische Zulieferer AVL fit machen für Europa. Nach Diesel und Benziner mit vier Zylindern stehen auch Elektroantriebe auf der Qoros-Agenda. Die sollen später auf einer zweiten Plattform entstehen.

Qoros ist der erste chinesische Hersteller, der sich am Premiumanspruch versucht. Die Asiaten sahen das beim Massengeschäft – sowohl im In- wie im Ausland – bisher anders. Keine Überraschung, dass Hersteller wie CEO, Brilliance oder Landwind mit ihren weitgehend untauglichen Versuchen in Deutschland zu landen bislang kläglich gescheitert sind. Die meisten Deutschen bringen mit Fahrzeugen aus China insbesondere Plagiate, verheerende Crashtests und betagte Technik in Zusammenhang.

Qoros mit Sitz in Shanghai will einen anderen Weg gehen. Zunächst ist eine 4,70 Meter lange und solide gestylte Limousine geplant. Gert-Volker Hildebrand, bis vergangenes Jahr noch der Styling- und Ideengeber von Mini, lag viel an einem Qoros-Markengesicht. Der Fehler der Willkürlichkeit, den die koreanischen Erfolgsmarken Kia und Hyundai lange Zeit machten, soll verhindert werden. Einen Qoros muss man auf den ersten Blick erkennen können.

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Europa als Orientierung
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So thront das Markenlogo mittig im schwarzen Kühlergrill. Markant sind die großen Frontscheinwerfer, die Aluminiumleiste im Grill und die konturierte Motorhaube. Der Hofmeister-Knick in der C-Säule sieht nicht nur gut aus - er dient auch einem bequemeren Einstieg in den Fond. Der Radstand liegt bei rund 2,70 Metern. Am Heck gibt es große Rückleuchten und eine große Kofferraumklappe, über die sich der üppig dimensionierte Laderaum bequem beladen lassen soll.

In den Kategorien Kofferraumvolumen und Innenraumabmessungen peilen die Chinesen Bestwerte an. Bei Sicherheitsausstattung und Assistenzsystemen will man ebenfalls auf europäischem Niveau liegen. "Wir orientieren uns an den europäischen Standards für Qualität, Sicherheit und Emissionen", unterstreicht Chery-Chef Guo Qian, "auch wenn wir die meisten Fahrzeuge in China verkaufen werden, wollen wir zur führenden chinesischen Marke in Westeuropa aufsteigen."

Nach der Stufenhecklimousine sollen eine Schräghecklimousine und ein Crossover folgen. Auch eine Kombiversion für Europa könnte bis 2016 kommen. Qoros-Chefdesigner Gert-Volker Hildebrand: "Das ist ein unglaublich spannendes Projekt. Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, auf einem nahezu weißen Blatt Papier mit einem neuen Auto anzufangen?" Nur Bodenplatte, der ungefähre Randstand und ein Teil der Abmessungen standen bereits. Erste Teilträger unter dem Blechkleid alter Saab-Limousinen waren 2011 bereits unterwegs. Seit wenigen Wochen gibt es die ersten echten Qoros-Prototypen auf den Straßen.

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Fotos: Hersteller
Ort: Shanghai

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