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Weltspiegel  Weltspiegel: Wohnmobile in den USA

Silverbirds auf Achse



Zehntausende von Amerikanern ziehen das ganze Jahr der Sonne nach. Die Silverbirds reisen in Wohnmobilen der Größe XXXL durch die Vereinigten Staaten. Das mobile Einfamilienhaus kostet bis zu 750.000 Dollar.

 
 US-Wohnmobile
  
 US-Wohnmobile  - Foto: Grundhoff  US-Wohnmobile - Foto: Hersteller  US-Wohnmobile - Foto: Hersteller  US-Wohnmobile - Foto: Grundhoff  US-Wohnmobile - Foto: Hersteller  US-Wohnmobile - Foto: Hersteller

Bis zum legendären Strip, dem Las Vegas Boulevard, sind es nur ein paar Kilometer. Mächtige Hotels wie das golden schimmernde Mandalay Bay, die schwarze Pyramide Luxor oder die auch nach Jahren noch gigantisch wirkende Spielbank-Burg Excalibur im Süden der Prachtmeile kann man bereits von der Einfahrt des Wohnmobilparks im Süden von Las Vegas erkennen. Rechts am Eingang gibt es ein Pförtnerhäuschen im Stil einer norditalienischen Villa. Managerin Linda empfängt mit einem strahlenden Lächeln und lässt ein elegant gekleidetes Paar mit schmuck gestyltem Nachwuchs ein paar Sekunden vor dem Tresen warten: "Ich bin gleich für sie da."

Der RV-Park ist einer von tausenden in den USA. Dass die Plätze – gerade hier in der Wüste von Nevada – nicht viel mit einem europäischen Campingplatz gemein haben, sieht man bereits auf dem Parkplatz vor dem Pförtnerhäuschen. Hier steht ein dunkler Bentley Arnage, ein Stück weiter ein Cadillac Seville. Ein paar Sekunden später rollt ein mächtiger Campingkoloss in die Vorfahrt und wird vom Sicherheitspersonal am Portal freundlich gegrüßt.

Der Campingplatz ist akribisch gepflegt. Über asphaltierte Straßen erreicht man die knapp 380 Stellplätze für die Wohnmobile. Dazwischen immer wieder kleine grüne Inseln und Palmen. Viele Mobile stehen hier anscheinend schon länger, sind mit Einfriedungen, Golfcarts und einem SUV umgeben. Schließlich will man für kleine Einkäufe nicht immer den Luxusliner starten.

Die Wohnmobile selbst sind eine echte Schau. Die größten - und davon gibt es nicht nur hier in Las Vegas mehr denn je - sind 15 Meter lang, über 12 Tonnens schwer und lassen sich über ausfahrbare Elemente fast beliebig vergrößern.

Marktführer im Segment der Luxusmobile ist die Firma Monaco, deren größte Niederlassung nur zwei Meilen weiter nördlich am Dean-Martin-Drive beheimatet ist. Auf dem Parkplatz und in den Verkaufsräumen dort stehen Wohnmobile, die an mächtige Reisebusse erinnern und den Begriff "Camping" höchst unpassend erscheinen lassen.

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Wohnen auf Rädern
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Die meisten Kunden sind Senioren und reisen als "Silverbirds" bevorzugt zu zweit dem schönen Wetter nach. Man wohnt in Parks wie dem in Las Vegas - für 75 bis 150 Dollar Stellgebühr am Tag. Diese geschützten Refugien verfügen über Shops, Freibäder, Tennis- und Golfplätze sowie gemauerte Grillstationen, so dass man es problemlos ein paar Wochen oder gar Monate aushalten kann und das gemauerte Haus kaum vermisst. "Die einen verbringen in den Wohnmobilen ihren Urlaub und reisen durch die USA oder Kanada", erzählt Eric Island, Chefverkäufer bei der Monaco Coach Corporation. "Viele leben jedoch auch in den Fahrzeugen."

Wohnmobile wie der Signature Series bieten allen erdenklichen Luxus. Das Topmodell ist fast 17 Meter lang, 15 Tonnen schwer und verfügt über drei Zimmer. Wer das gigantische Schlachtschiff über die elektrische Trittstufe erst einmal erklommen hat, der wird seine Meinung über Camping gehörig revidieren müssen. Denn provisorisch ist in den "Signature Serie Cambridge IV" rein gar nichts.

Nicht, dass man sich nicht schon über das elektronische Zahlschloss am Türgriff, den Klingelknopf oder die zahlreichen Kameras am Dach des Campers gewundert hätte - doch innen bleibt einem einfach die Spucke weg. Auf dem Boden sind beige Fliesen verlegt. Für eine angenehme Innenraumatmosphäre gibt es echtes Kirschholz, drei Klimaanlagen, Fußboden- und Dachraumheizung.

Auf Knopfdruck vergrößert sich das Innere des Signature-Luxusliners, indem sich vier einzelne Elemente elektrohydraulisch nach außen bewegen. Die Küche mit Terrakotta-Anlehnungen würde den meisten Einfamilienhäuser zum Schmuckstück gereichen.

Doch die meisten dieser Häuser wären nicht so teuer die der Cambridge IV, der mindestens 650.000 Dollar kostet. So ist es fast schon zu erwarten, dass der knapp zwei Meter hohe Kühlschrank über ein gigantisches Fassungsvermögen, Eisfach und Eiswürfelspender verfügt. Spülmaschine, Vier-Stellen-Kochherd und eine Mikrowelle mit Grill ergänzen das perfekte Bild.

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SUV als Handgepäck
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Ledersofas, ein Wohnzimmer mit zwei Sitzecken und zwei gigantisch Großbildschirmen, ein Esstisch und eine Vielzahl von Einbauschränken aus Kirsch. Gespart wurde hier an keiner Ecke.

"Die meisten Kunden sind um die 55 Jahre alt. Aber von Jahr zu Jahr wird die Kundschaft jünger", sagt Verkäufer Eric Island. "Natürlich sind alle Schränke und Einbauten aus echtem, massiven Holz." Damit Küche, Bildschirme, Klimaanlagen und die komplette Elektronik auch ohne Außenanschluss in einem RV-Park laufen, verfügen die großen Wohnmobile über sechs Batterien und einen eigenen Stromgenerator. Der Kraftstofftank für den 650 PS starken Dieselmotor im Heck fasst knapp 600 Liter. Zudem sind immer 400 Liter Frischwasser an Bord.

Doch mit Wohnzimmer und Luxusküche ist es längst nicht getan. Das Schlafzimmer mit einer 1,60 Meter breiten Spielwiese kann dabei jedoch kaum mehr beeindrucken als das Bad mit Toilette, üppig dimensionierter Eckdusche und Waschbecken. Um die Ecke gibt es noch ein paar Schränke, Waschmaschine und Trockner.

Doch es geht auch günstiger als bei dem Ausstellungsstück, das mit einem 650 PS starkem Powerdiesel, Großbildschirmen und Kirschholz rund 750.000 Dollar kostet. "Ein Monaco Camelot fängt bei uns schon bei rund 350.000 Dollar an", sagtt Island. Er räumt aber ebenso wie Linda auf dem RV-Park ein, dass die Finanzkrise auch der Branche der Luxusmobile stark zu schaffen macht: "Es sind viele gebrauchte Motorhomes auf dem Markt. Aber normalerweise verkaufen wir hier in Las Vegas allein vom Topmodell zehn bis zwölf Fahrzeuge im Monat. Der läuft am besten." Hinten angehängt rollt auf dem US-Highways meist ein SUV von der Größe eines Jeep Grand Cherokee mit.

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Fotos: Hersteller

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