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Volvo C30 1.6D  Praxistest: Volvo C30 1.6 D

Rotkläppchen



Volvos C30 ist der perfekte Anti-Golf. Er macht keine Kompromisse, steht zu seinen Schwächen und hebt sich von der Masse ab. Hauptsache anders – aber nicht schlechter. Und mit dem 1.6 Diesel auch noch sparsam.

 
Volvo C30 1.6D
  
Volvo C30 1.6D - Foto: Viehmann Volvo C30 1.6D- Foto: Viehmann Volvo C30 1.6D- Foto: Viehmann Volvo C30 1.6D- Foto: Viehmann Volvo C30 1.6D- Foto: Viehmann Volvo C30 1.6D- Foto: Viehmann
Volvo C30 1.6D
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Volvo C30 1.6D
[+] Kräftiger und sparsamer Diesel, tadellose Verarbeitung, hoher Sicherheitsstandard, straffe Federung, angenehme Schaltung
[-] Kleiner Kofferraum, nach hinten unübersichtlich, wenig Ablagen

Der C30 ist ein würdiger Nachfolger des berühmten Schneewittchensarges P 1800 ES. Die aparte Heckpartie mit der gläsernen Klappe hebt sich von allem ab, was derzeit so von den Bändern der Autohersteller läuft. Ist der Schwede dann auch noch – wie unser Testwagen – in leuchtendem Rot lackiert, lässt sich der Individualismus kaum noch toppen.

Im ersten Halbjahr 2007 wurden in Deutschland rund 4000 Stück des Lifestyle-Gefährts zugelassen. Verglichen mit Volvos anderen Verkaufszahlen ist das kein Misserfolg. Aber ein Trendsetter scheint der C30 doch nicht zu werden. Das 4,2 Meter lange Stück schicken Schwedenstahls lässt sich Volvo nämlich auch fürstlich bezahlen: Schon das schwachbrüstig motorisierte Einstiegsmodell kostet 19100 Euro.

Trotz der kompakten Abmessungen fährt sich der C30 ein wenig schwerfällig. Das liegt vor allem an der unsensiblen elektrohydraulischen Servolenkung. Bei schnellerer Gangart hat man das Gefühl, dass die optimale Einstellung der Lenkkräfte der Straße immer ein Stückchen hinterherhinkt. Die Federung ist komfortabel mit einem Hang zur Härte. Kurze Bodenwellen kann der Schwede nicht gut wegstecken, was auch die Fondpassagier zu spüren bekommen.

Apropos Fond: Der bietet mehr Platz, als man es dem Volvo-Blechkleid mit der hohen Hüftlinie von außen ansieht. Groß gewachsene Passagiere sitzen im Kniebereich zwar etwas beengt - aber auch nicht schlimmer als im Volvo S40. Der Einstieg selbst ist leidlich komfortabel.

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Täschchen und Köfferchen
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Beim Thema Kofferraum sollten potenzielle C30-Fahrer eine einfache Checkliste abhaken: Bin ich manchmal zu dritt mit Gepäck unterwegs? Muss ich ab und zu sperrige Sachen aus dem Baumarkt holen? Will ich einen Kinderwagen mitnehmen? Wenn man eine der Fragen mit Ja beantwort, ist der C30 das falsche Auto.

Doch hartgesottene Individualisten zucken wahrscheinlich auch bei 251 Litern Kofferraumvolumen (bei umgeklappten Rücksitzen 894 Liter) nicht zusammen. UNd dann stört auch die rund 80 Zentimeter hohe und sehr schmale Ladekante nicht mehr. Denn viel mehr als Laptop und Koffer-Trolley bekommt man ja sowieso nicht hinein.

Bei der Gestaltung des Innenraums – im Prinzip identisch mit dem S40 oder V70 - scheint Volvos Design-Abteilung die Ergonomie-Experten gelegentlich ausgesperrt zu haben. Eine der wenigen brauchbaren Ablage befindet sich hinter der Mittelkonsole und macht das Fischen nach Krimskrams zum Geschicklichkeitsspiel. Die Konsole ist zudem arg mit Schaltern überfrachtet. Beim Ein- und Ausschalten der Klimaanlage hat man aus Versehen schnell zusätzlich die Sitzheizung aktiviert.

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Wohin mit der Fernbedienung?
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Optisch macht der elegante Kommandoturm dafür eine Menge her. Die Konsole lässt sich sogar passend zur geschmackvollen Designerwohnung in edlem Holz bestellen. Die Sitze sind straff und bequem, die Verarbeitung allenthalben tadellos.

Die Navi-Fernbedienungstasten hinter dem Lenkrad machen die Navigation mit etwas Übung einfach. Mit einer Back-Taste kann man wie beim Computer jeweils den letzten Schritt rückgängig machen. Es fehlt aber eine Menü-Taste als Notbremse, wenn man sich in Nebenrubriken verzettelt hat. Dafür funktionierten Zielführung und Stauumfahrung einwandfrei. Die zusätzliche tragbare Navi-Fernbedienung ist aber zum Zigeuner-Dasein verurteilt, denn sie lässt sich nirgendwo griffbereit und sicher verstauen.

Volvo hält für den C30 eine reichhaltige Motorenpalette bereit. Zur Auswahl stehen sechs Benziner mit 100 bis 230 PS, darunter auch eine Bioethanol-Variante. Dazu kommen drei Dieselaggregate mit 109, 136 und 180 PS.

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Schön gleichmäßig
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Der Testwagen hatte den kleinsten Diesel unter der Haube. Der gibt sich zwar im unteren Drehzahlbereich etwas harzig, schiebt den Volvo aber äußerst kraftvoll voran. Bis 4000 Touren entfaltet sich die Leistung schön gleichmäßig und besonders auf der Autobahn macht der 1.6 D kaum weniger Freude als sein stärkerer Dieselbruder 2.0 D. Die Lautstärke bleibt dabei im Rahmen.

Die Fünfgangschaltung lässt sich präzise durch die Kulisse dirigieren, einen sechsten Gang vermisst man kaum. Den Durchschnittsverbrauch gibt Volvo mit 4,9 Litern an. Realistisch sind knapp sechs Liter, was angesichts der gebotenen Leistung trotzdem ordentlich ist.

Den C30 1.6 D gibt es ab 21.500 Euro - wobei die Serienausstattung abgesehen von einem vorbildlichen Sicherheitspaket eher mager ist. Zum bequemen Reisebegleiter wird der Edel-Schwede in der Momentum-Ausstattung (24.650 Euro). Dann sind unter anderem Lederapplikationen, Klimaautomatik, Multifunktionslenkrad, Tempomat, Regensensor, Nebelscheinwerfer, Bordcomputer und Leichtmetallfelgen an Bord.

Volvo C30 1.6D
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Fotos: Viehmann

Wie entsteht ein Praxistest? Das erfahren Sie Volvo C30 1.6D hier

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