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Volkswagen Golf Variant 2.0 TDI  Fahrbericht: VW Golf Variant 2.0 TDI

An den Rand gedrängt



Familien können kaum ein praktischeres Auto als den VW Golf Variant fahren. Doch seitdem auch die Wolfsburger auf Vans und SUV setzen, ist nur noch am Rande Platz für einen geräumigen Kombi.

 
Volkswagen Golf Variant 2.0 TDI
  
Volkswagen Golf Variant 2.0 TDI - Foto: Hersteller Volkswagen Golf Variant 2.0 TDI- Foto: Hersteller Volkswagen Golf Variant 2.0 TDI- Foto: Hersteller Volkswagen Golf Variant 2.0 TDI- Foto: Hersteller Volkswagen Golf Variant 2.0 TDI- Foto: Hersteller Volkswagen Golf Variant 2.0 TDI- Foto: Hersteller
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VW Golf Variant
[+] Ordentliche Fahrleistungen, akzeptabler Verbrauch, solide abgestimmtes Fahrwerk, sehr gutes Platzangebot, großer Laderaum
[-] Schlechte Serienausstattung, teure Extras, Design ohne Pfiff

Kombis sind für viele Kunden langweilige Autos – zumindest in der Kompaktklasse. Doch wer sich die Dimensionen des neuen Golf Variant oder seiner Konkurrenten anschaut, der meint, längst in der Mittelklasse unterwegs zu sein. Das Platzangebot vorne und hinten ist im 4,53 Meter langen Familien-Golf großzügig und der Laderaum mit seinem Fassungsvermögen von bis zu 1.550 Litern macht den klassengrößeren Passat zumindest nach normaleren Maßstäben überflüssig.

Was Volkswagen mit als neue Generation des Golf VI Variant verkauft, ist allerdings ebenso wie bei der Limousine eher eine Modellpflege denn ein neues Auto. Das neue VW-Gesicht mit spitz zulaufenden Scheinwerfern, das wertige Interieur sowie die Überarbeitungen an Motor und Fahrwerk lassen den Golf Variant aber immerhin noch ein bisschen besser sein, als er eh schon war. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt, die Lenkung leichtgängig und präzise zugleich.

Bestes Pferd im Variant-Stall ist der Zweiliter-Diesel, der ab sofort mit Commonrail-Technik, 103 KW/140 PS und 320 Nm maximalem Drehmoment unterwegs ist. Der lässt sich prächtig mit dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe DSG kombinieren, das einem die häufige Schaltarbeit in den unteren Gängen erspart und so nicht nur im Innenstadtverkehr die Nerven schont.

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Lange Spreizung
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Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der Fronttriebler in 9,7 Sekunden. Der leise säuselnde Selbstzünder zieht nach einem kaum spürbaren Turboloch kraftvoll durch und schafft auf der Autobahn eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Allerdings machen sich ab 150 km/h Windgeräusche stärker als bei der vorbildlich gedämmten Limousine bemerkbar.

Volkswagen verspricht trotz der guten Fahrleistungen einen Durchschnittsverbrauch von nur 5,5 Litern Diesel auf 100 Kilometern. Der Handschalter verbraucht einen halben Liter weniger. Wer auf längeren Strecken noch sparsamer unterwegs sein möchte, ist mit dem Golf Variant Bluemotion gut bedient. Das 105 PS starke Modell lässt sich aufgrund des fehlenden sechsten Ganges und der sehr langen Spreizung zwar nur deutlich träger fahren, soll sich aber mit kaum mehr als vier Litern Diesel auf 100 Kilometern zufrieden geben.

Neben den Dieselversionen stehen beim Golf Variant drei Benziner mit Leistungen zwischen 80 und 160 PS zur Verfügung. Der 80 PS Benziner als Einstiegsmotorisierung angesichts von Platzangebot, Laderaum und 1,5 Tonnen Leergewicht die schlechteste Wahl. Für einen Basispreis von 18.500 Euro gibt es beim Golf Variant 1.6 Trendline bodenständige Fahrleistungen, sechs Airbags, ESP, Fensterheber, Schaltpunktanzeige, Klimaanlage und elektrische Spiegel.

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Freie Sicht nach oben
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Serienmäßig bei allen Modellen ist der üppig dimensionierte Laderaum. Bleibt die Rückbank hochgeklappt, stehen je nach Ladehöhe zwischen 560 und 745 Liter zur Verfügung. Sollte das nicht reichen, lässt sich die Rückenlehne im Verhältnis 40:60 mit ein paar Handgriffen umklappen. Dann stehen bis zu 1.550 Liter Volumen zur Verfügung. Bis zur Rückenlehne des Fahrersitzes kann eine Länge von bis zu 1,70 Metern genutzt werden. Wird der Beifahrersitz umgeklappt (Serie ab Comfortline), sind es maximale 2,72 Meter.

Wer häufig mit Passagieren in der zweiten Reihe unterwegs ist, dem sei das optionale Panoramadach (1.160 Euro) empfohlen. Der vordere Teil des 1,36 Meter langen Glasdachs kann elektrisch geöffnet werden. Dann gibt es nicht nur freie Sicht nach oben, sondern auch eine prächtige Durchlüftung für den Innenraum. Auch das einfach zu bedienende Navigationssystem RNS 510 (2.150 Euro) ist eine gute Wahl.

Wegen der besseren Ausstattung sollte man sich nicht nur für den 140 PS starken 2.0 TDI, sondern zumindest auch für die mittlere Ausstattungsvariante Comfortline entscheiden. Die startet beim Zweiliter-Diesel für 26.175 Euro. Das Doppelkupplungsgetriebe kostet nochmals 1.800 Euro extra. So kostet ein gut ausgestatteter VW Golf Variant 2.0 TDI mehr als 30.000 Euro.

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