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 Spritsparmittel  Technik: Keine Ersparnis

Spritsparmittel ohne Wirkung



An der Tankstelle kommt man aus dem Staunen kaum noch heraus. Neben Benzin-, Super- und Dieselkraftstoff werden mittlerweile teure Sonderkraftstoffe mit erhöhten Oktanzahlen angepriesen.

 
 Spritsparmittel
  
 Spritsparmittel - Foto: Aral  Spritsparmittel - Foto: Aral  Spritsparmittel - Foto: press-inform  Spritsparmittel - Foto: Aral   
Gut für den Motor – schlecht für den Geldbeutel. Doch auch die kleinen Wundermittelchen, die den Kraftstoffverbrauch senden sollen, liegen voll im Trend. Sie gibt es im Zubehörhandel. Die Sachverständigenorganisation Dekra nahm zusammen mit dem ZDF-Magazin WISO Kraftstoffzusätze und Spritspartechnik jetzt unter die Lupe. Auf dem Dekra-Technologie-Zentrum am Lausitzring wurden der Benzinzusatz „Wynns’s 3xA“, der der Leistungsclip „Petrol Booster“ und ein Chiptuningsatz als drei Varianten zur Benzinersparnis streng unter die Lupe genommen.

Kosten ohne wert

Das Dekra-Ergebnis nach den umfangreichen Tests auf der Rennstrecke: Obwohl von den Herstellern zum Teil eine Kraftstoffersparnis von bis zu 25 Prozent versprochen wurde, sparten die angeblichen Wundermittel keinen Tropfen Benzin. Die Arbeitsweise der drei getesteten Mittel ist sehr verschieden. Den Benzinzusatz „Wynn’s 3xA“ kostet 8,20 Euro und wird dem Kraftstoff beim Tanken anteilig beigemischt. Doch der Erfolg des Additivs war ebenso gering wie beim magnetischen Leistungsclip „Petrol Booster“ (49 bis 119 Euro). Ein leistungsstarker Magnet an der Benzinleitung soll die Kraftstoffmoleküle beeinflussen und für eine sparsame Verbrennung sorgen. Doch statt der erhofften 20 Prozent blieb der Verbrauch gleich. Gleiches beim 149 Euro teuren Chiptuning (zzgl. Einbau). Außer einer leicht gesteigerten Motorleistung tat sich beim Kraftstoffverbrauch nichts zum Guten.

Dekra: Keine Ersparnis

Dekra-Versuchsleiter Steffen Schmidt: „Wir haben schon viele solcher Mittel getestet. Die Ergebnisse sind nicht der Rede wert; das ausgegebene Geld ist eine Fehlinvestition.“ Daran ändern auch die Unbedenklichkeitserklärungen nichts, auf die in den Anleitungen der Produkte verwiesen wird. Sie bestätigen nur, dass gegen die Nutzung oder den Einbau keine technischen Bedenken bestehen. Auch Jochen Höfekenmeier vom AvD verwundert das Ergebnis nicht: "Wir haben schon viele dieser so genannten Spritsparmittel getestet. Die Ergebnisse waren alle identisch. Es bringt überhaupt nichts außer Ebbe im eigenen Geldbeutel." Das Geld ist somit mit der nächsten Tankfüllung besser angelegt.

 Text: Stefan Grundhoff Eine eMail an Stefan Grundhoff schickenStand: 26.12.2004
 Fotos: Aral Auf Artikel linken
  
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