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Technik  Technik: Fiat Eco Drive

Sparen per Stick



Mit Eco Drive können Fiat-Piloten ihren Fahrstil am Computer analysieren. Der Hersteller spricht von großen Sparpotenzialen. Doch ausgerechnet italienische Fahrer kamen in einer Studie schlecht weg.

 
 Fiat Eco Drive
  
 Fiat Eco Drive  - Foto: Hersteller  Fiat Eco Drive - Foto: Hersteller  Fiat Eco Drive - Foto: Hersteller  Fiat Eco Drive - Foto: Hersteller  Fiat Eco Drive - Foto: Hersteller  Fiat Eco Drive - Foto: Hersteller

Dieses Auto vergisst nie. Mal wieder zuviel Gas gegeben? Die Schaltempfehlung nicht beachtet? Zu stark gebremst? Der Fiat 500 merkt sich alles in seinen elektronischen Eingeweiden und speichert es auf einem USB-Stick ab. Zuhause lädt man die Daten auf den Computer und bekommt sogleich die Quittung für seine Fahrerei präsentiert.

"Eco Drive" analysiert vier Aspekte: Die Beschleunigung (sie sollte möglichst sanft sein), das Bremsverhalten (unnötig starkes Bremsen vernichtet Energie), das Schalten (zu spätes Hochschalten erhöht den Verbrauch) und schließlich das Geschwindigkeitsprofil (je gleichmäßiger, desto besser). Der elektronische Öko-Fahrlehrer errechnet den Durchschnittsverbrauch, die Gesamtstrecke, die Kosten und den CO2-Ausstoß. Dazu gibt es einen "Eco Index" zwischen 0 und 100 Prozent, wobei die größtmögliche Effizienz mit 100 Prozentpunkten belohnt wird.

Voraussetzung für die Fahrstilanalyse ist Fiats Blue & Me-Technik, die neben einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung die USB-Buchse in der Mittelkonsole umfasst. Eco Drive liest die Daten direkt aus dem CAN-Bus, dem Nervenzentrum eines Autos, das die verschiedenen Steuergeräte vernetzt.

Der virtuelle Sparhelfer Eco Drive ist kostenlos. Man lädt das Programm von der Fiat-Webseite auf einen USB-Stick, der fortan zum digitalen Gedächtnis des eigenen Fahrstils wird. Damit man die schrittweise Verbesserung nachvollziehen kann, speichert das System zunächst das Fahrprofil über fünf Tage. Auf dieser Basis wird dann bei den folgenden Fahrten die Verbesserung errechnet – vorausgesetzt, es gibt eine.

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Deutsches Problem
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Denn laut einer Studie, die Fiat über zwei Jahre mit 5700 Fahrern in fünf europäischen Ländern durchgeführt hat, existiert ein Nord-Süd-Gefälle. Alle Teilnehmer konnten ihre Effizienz insgesamt steigern, doch in England und Deutschland war die durchschnittliche Verbesserung der Teilnehmer größer als in Frankreich, Italien oder Spanien.

"Die Briten schalten sehr effizient, die Deutschen können besonders gleichmäßig fahren", berichtet Candido Peterlini, der im Fiat-Konzern den Bereich Produktkonzept und Innovation leitet. "Die Deutschen haben aber ein Problem beim Anfahren, sie beschleunigen dabei zu aggressiv", schreibt Peterlini den Automobilisten zwischen Flensburg und München ins Stammbuch.

Seine Landsleute schnitten allerdings noch schlechter ab, was die Verbesserung des Fahrstils anging. "Das Ergebnis hat uns nicht überrascht – wir Italiener sind eben emotional und drücken gerne aufs Gas", sagt Peterlini.

Ineffizienter als die Italiener fuhren nur noch die Spanier. Im Durchschnitt, so das Untersuchungsergebnis des Autoherstellers, haben die Fahrer aller Länder den Kraftstoffverbrauch um sechs Prozent gesenkt, die effizientesten Piloten sogar um 16 Prozent. In einem durchschnittlichen Autoleben von 7,5 Jahren ließen sich damit 2,9 Tonnen CO2 einsparen.

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Potenzial zur Optimierung
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Interessant wäre es natürlich zu wissen, wie sich bei den einzelnen Automodellen und Motorisierungen der Durchschnittsverbrauch in der Praxisstudie im Vergleich zum EU-Normverbrauch darstellt. Denn der wird bekanntermaßen von allen Autoherstellern unter identischen, aber auch praxisfernen Bedingungen ermittelt, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Diese Auswertung sei nicht Ziel der Studie gewesen, so ein Fiat-Sprecher, man wolle sie aber nachreichen.

Bei einer Testfahrt mit dem Fiat 500 konnte man Eco Drive selbst ausprobieren. Der erste Abschnitt wurde bewusst forsch gefahren und ergab denn auch eine magere Effizienz von 30 Prozent. Beim zweiten Abschnitt mit viel Bemühen um eine Sprit sparende Fahrweise kletterte der Wert auf knapp 60 Prozent, zeigte aber noch Optimierungspotenzial: Pluspunkte gab es beim gleichmäßigen Fahren, Minuspunkte vor allem beim Schalten – ein typisch deutsches Ergebnis.

Die regionalen Unterschiede werden nicht nur durch verschiedene Mentalitäten, sondern auch durch unterschiedliche Gegebenheiten beeinflusst. So gibt es zum Beispiel in Spanien und Italien die niedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeiten und die längsten Standzeiten an der Ampel. "In Deutschland ist das Verkehrsmanagement besser als in anderen Ländern, durch Maßnahmen wie die Grüne Welle ist die Wartezeit niedriger", sagt Candido Peterlini.

Interessant ist Eco Drive vor allem deshalb, weil das Sparen im Gegensatz zur Start-Stopp-Automatik oder Bremsenergierückgewinnung allein von der Lernwilligkeit des Fahrers abhängt. Um verstärkt junge Kunden für den Spar-Marathon zu gewinnen, hat Fiat eine Facebook-Community aufgebaut und einen Wettbewerb ausgelobt. Das scheint anzukommen: Jeder zweite Nutzer von Eco Drive ist jünger als 35 Jahre. Die Italiener denken darüber nach, ihren digitalen Spar-Lehrer auch bei anderen Marken des Fiat-Konzerns anzubieten. Natürlich mache das nicht bei allen Sinn, sagt Candido Peterlini: "Wir werden nicht unbedingt mit Maserati anfangen."

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Fotos: Hersteller
Ort: Frankfurt

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