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Technik  Technik: 50 Jahre Tempomat

Happy Birthday, Cruise Control



Er hat unzählige Krämpfe im rechten Fuß verhindert: Seit einem halben Jahrhundert macht der Tempomat das Autobahnleben leichter. Es war der erste Schritt auf einem Weg, an dessen Ende das fahrerlose Auto stehen könnte.

 
 50 Jahre Tempomat
  
 50 Jahre Tempomat  - Foto: Viehmann  50 Jahre Tempomat - Foto: Hersteller  50 Jahre Tempomat - Foto: Hersteller  50 Jahre Tempomat - Foto: Viehmann  50 Jahre Tempomat - Foto: Hersteller  50 Jahre Tempomat - Foto: Hersteller

"Ob wir es mögen oder nicht – langsam aber sicher übernehmen die Roboter den Job des Autofahrers." Diese Erkenntnis dämmerte Frank Rowsome vom berühmten Magazin Popular Science schon 1958, als er über den "Auto Pilot" schrieb. Für rund 90 Dollar Aufpreis hatte der Chrysler Imperial dieses technische Wunderwerk an Bord und war damit das erste Serienfahrzeug der Welt mit einem Tempomaten.

Diese Erfindung musste einfach in Amerika geboren werden. In den 50er Jahren waren Detroits Heckflossen-Monster so groß und prächtig wie nie zuvor. Die Blechriesen glitten sänftengleich über die endlosen Highways. Zahllose elektrische Helferlein sorgten dafür, dass die Passagiere kaum noch einen Finger krumm machen mussten.

Nur zwei lästige Pflichten oblagen dem Piloten noch: Lenken – das war bei den schwammigen Straßenkreuzern dieser Dekade mehr eine ungefähre Zielvorgabe. Und natürlich Gas geben. Doch damit war es mit dem Auto Pilot vorbei. Die Geschwindigkeit wurde über einen Drehknopf am Armaturenbrett gewählt.

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Motoren, Magneten und Bowdenzüge
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"Das System ist für Frauen und technisch Unbegabte nicht einfach zu erklären", schrieb Frank Rowsome. Der Auto Pilot bestand aus einem Zusammenspiel von Elektromotoren, Elektromagneten und Seilzügen – es gab schließlich noch eine direkte mechanische Verbindung zwischen Gaspedal und Drosselklappe. Der Automat bestimmte die Geschwindigkeit anhand der Umdrehungen der Kurbelwelle und variierte mit Hilfe einer Magnetspule die passende Kraft, die ein Stellmotor am Mechanismus des Gaspedals aufwenden musste.

Die Cruise Control, wie das System später genannt wurde, war bald aus amerikanischen Straßenkreuzern nicht mehr wegzudenken. In Europa führte Mercedes-Benz 1962 den ersten Tempomaten ein. Heute haben fast alle Autohersteller den praktischen Geschwindigkeitsregler im Angebot. Während allerdings in den USA der Tempomat fast schon zum Standard gehört, kostet das Helferlein bei europäischen Autos meist Aufpreis.

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Vorsicht vor der Highway-Hypnose
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Die Zeit der mechanischen Systeme ist natürlich auch vorbei. Heute übernimmt Kollege Computer alle Funktionen: Der Fahrer stellt am Tempomaten die gewünschte Geschwindigkeit ein, was in Form elektrischer Signale an den Steuercomputer weitergegeben wird. Der ermittelt je nach Geschwindigkeit die passende Motorleistung, die zum Einhalten des Tempos nötig ist. Sobald der Fahrer bremst, schaltet sich der Tempomat aus.

Für Frank Rowsome war 1958 der größte Vorteil des Auto Pilot der Kampf gegen die Müdigkeit. "Nach 600 Meilen fühlt man sich wesentlich frischer als bei einem Auto mit normalen Gaspedal", empfand der Amerikaner nach dem ersten Dauertest.

Doch genau dieser Vorteil kann auch zum Nachteil werden - denn früher oder später lässt beim Dahingleiten mit konstanter Geschwindigkeit die Aufmerksamkeit nach. Die Amerikaner haben dafür den Begriff "Highway-Hypnose" geprägt.

So gehört der gewöhnliche Tempomat denn auch längst zum alten Eisen. Heute heißt das Zauberwort "Adaptive Cruise Control". Dieser abstandsgesteuerte Tempomat regelt nicht nur die Geschwindigkeit sondern hält auch automatisch den vorher eingestellten Abstand zum Vordermann. Dazu überwachen Radaraugen den Bereich vor dem Fahrzeug. Wechselt der Vordermann die Spur, beschleunigt ACC das Auto wieder auf die gewünschte Geschwindigkeit. Die mitunter träge Reaktionszeit solcher Systeme schränkt allerdings den Nutzen auf viel befahrenen Autobahnen ein.

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Fahrer? Wozu denn?
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Tempomaten der neuesten Generation haben zusätzlich zur Abstands-Automatik einen Bremsassistenten an Bord. Er rechnet in kritischen Situationen den passenden Bremsdruck aus, der einen drohenden Auffahrunfall verhindern kann. Aufs Pedal treten muss der Fahrer zwar noch selbst - doch Kollege Computer steigt bei Bedarf volle Pulle mit in die Eisen.

Das ist freilich erst der Anfang – viele Hersteller arbeiten an noch viel komplexeren Systemen. Das Auto der Zukunft hat so viele Kameras, Radarsensoren und Computer an Bord, dass einem angst und bange werden kann.

Dass der Weg zum fahrerlosen Auto nicht mehr weit ist, hat zuletzt die "Urban Challenge" in Kalifornien gezeigt. Bei diesem Wettbewerb mussten bis zur Dachkante mit Hightech voll gestopfte Roboterautos selbständig ihren Weg durch eine realitätsnah simulierten Straßenverkehr finden. Fünf von elf Finalisten schieden vorzeitig aus dem Wettbewerb aus. Manche blieben einfach hilflos am Straßenrand stehen, andere rammten Häuser oder Hindernis-Wagen.

Das hat auch etwas Tröstliches: Irgendwann wird uns Kollege Computer wahrscheinlich vom Fahrersitz verdrängen – doch es gibt noch eine sehr lange Schonfrist.

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Fotos: Hersteller

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