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Technik  Technik: Suzuki Twin

Bitte lächeln



Die kleine Knutschkugel ist auf der A5 in der Nähe von Heidelberg ein echter Hingucker. Doch er ist auch ein Einzelstück: Der Suzuki Twin hat es nicht nach Europa geschafft – trotz Hybridantrieb und knuffigem Design. Schade.

 
 Suzuki Twin
  
 Suzuki Twin  - Foto: Grundhoff  Suzuki Twin - Foto: Grundhoff  Suzuki Twin - Foto: Grundhoff  Suzuki Twin - Foto: Grundhoff  Suzuki Twin - Foto: Grundhoff  Suzuki Twin - Foto: Grundhoff

So viel Aufmerksamkeit würde der kleine blaue Suzuki Twin in seinem Heimatland Japan wohl kaum bekommen. Dort ist er seit ein paar Jahren auf dem Markt, seit Mitte 2003 sogar mit Hybridantrieb. Klein ist er. Unglaublich sparsam. Und ein echter Sympathieträger. Sein Lenkrad befindet sich auf der rechten Seite und er hat ein lustiges Lächeln auf der Front.

Aber nicht nur deshalb ist er ein echter Hingucker. Davon hätte wohl auch der Fahrer des dunklen Toyota Prius ein wenig ab, der beim Vorbeifahren leicht irritiert herüberschaut. Das Design des Toyota sammelt nun nicht gerade Sympathiepunkte. Anders der rundliche Zweisitzer - er erobert die Herzen im Flug. Ein bisschen Twingo, etwas Smart - und fertig ist ein pfiffiger Straßenzwerg.

Der wirkliche Clou sind jedoch weder die 700 Kilogramm Leergewicht noch die 44 PS oder der Wendekreis von rekordverdächtigen 3,60 Metern. Sondern: Der Suzuki Twin ist der erste echte Kleinstwagen mit Hybridantrieb.

Platz für zwei Personen bietet er trotz seiner kompakten Abmessungen. Und ganz sicher muss man sich um einen Parkplatz in der Innenstadt mit ihm keine echten Sorgen machen.

Dass der Twin ein Sparkönig ist, das sieht man ihm trotz der kompakten Dimensionen nicht auf den ersten Blick an. Doch im Drittelmix verspricht Suzuki einen Durchschnittsverbrauch von gerade mal 2,95 Liter auf 100 Kilometer. Das schaffte serienmäßig ansonsten nur der Drei-Liter-Lupo, mit dem den Nachwuchs-Suzuki ein Schicksal verbindet: Beide Modelle sind trotz innovativer Technik nicht mehr zu haben - wegen anhaltender Erfolglosigkeit wurden sie vom Markt genommen.

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1,3 Millionen Yen plus
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Dabei ist der Suzuki Twin in seinem Heimatland Japan mit einem Preis von 1,3 Millionen Yen (rund 9.500 Euro) im Vergleich zu anderen Hybridvehikeln nicht gerade teuer. Aber eben deutlich kostenträchtiger als sein ausschließlich benzinbetriebener Bruder. Der leistet ebenfalls 44 PS, ist durch den Verzicht auf die Akkus im Heck rund 150 Kilogramm leichter und bereits ab 3.500 Euro zu haben – wohl gemerkt: in Japan. Bei einem solch deftigen Aufpreis für die Hybridtechnik war der Suzuki Twin zum Scheitern verdammt. Um so mehr, als auch der Benziner mit gerade mal vier Litern auskommt und in der steuerbegünstigten Klasse der Kei-Cars unterwegs ist.

Doch geht es bei dem rundlichen Sparmeister weniger um den wirtschaftlichen Erfolg als vielmehr um das Thema Machbarkeit. Suzuki hat gezeigt, dass ein Hybridantrieb auch bei Fahrzeugen mit kleinsten Abmessungen eine Zukunft hat. Kein Wunder: Schließlich sind gerade sie im alltäglichen Stopp-&-Go-Verkehr der überfüllten Citys unterwegs.

Wer den wenig schmucken Schlüssel im Zündschloss dreht, bekommt erst einmal Zweifel am Hybridkonzept. Wie bei einem gewöhnlichen Benziner springt der nur 658 Kubikzentimeter große Dreizylinder mit einem leichten Schütteln an. Kein Surren oder elektronisches Fiepen wie bei einem Prius oder einem Nissan Altima - nein, waschechter Motorsound. Doch der Motor sorgt im Normalfall nicht für den Antrieb, sondern nur für genügend Spannung in der Batterie.

Der Benziner greift nur dann helfend ein, wenn der Pilot nach Leistung verlangt. Bei einem Überholvorgang oder beim Kolonnenspringen stehen einem zu den 32 kW/44 PS und den kargen 57 Nm Drehmoment des Benziners zusätzlich 5 kW/6,8 PS aus dem zwischen Motor und Viergangautomatik eingebauten Elektrotriebwerk zur Verfügung.

Kein Sparmobil ohne Start-Stopp-Automatik. Die gibt es auch im Twin. Und falls der Winzling vor der roten Ampelkreuzung stoppt, geht der Motor mit einer leichten Verzögerung aus, um beim Loslassen des Bremspedals wieder anzuspringen.

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Flott und sparsam
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Wer es drauf anlegt, kann den Twin sogar auf die Autobahn ausführen. Hier schafft er es problemlos bis Tempo 90 - dann wird´s zäh. Letztlich fällt aber doch die 120-km/h-Marke. Mehr sollte man Auto und besonders den papierdünnen 135/80 R 12er Ökoreifen nicht zumuten. Der Verbrauch ist nicht nur auf dem Papier erfreulicher. Durchschnittlich kommt er tatsächlich mit weniger als drei Litern aus. Trotz des beschränkten Tankvolumens von nur 21 Litern garantiert das seltene Tankstopps.

Im Innenraum halten sich die Abstriche im Rahmen. Das Platzangebot ist selbst für zwei Erwachsene mit Gardemaß ausreichend. Das - nicht zu verstellende - Lenkrad geht allerdings gerne in Körperkontakt zu den Knien. Und das Plastikambiente ist Geschmacksache. Doch aufgrund der üppig dimensionierten Sitze und der großen Glasflächen fühlt man sich wohl und hat die Umwelt jederzeit im Blick.

Ein dickes Minus vor allem für ein City-Auto ist der kaum vorhandene Kofferraum. Die Heckscheibe lässt sich öffnen - doch dann gibt es hinter den Sitzen kaum nennenswerten Raum selbst nur für ein paar Einkäufe oder eine Tasche. Da, wo man den üblichen Stauraum vermutet, befinden sich die Hybridkomponenten und die mächtigen Akkupakete.

Dennoch: Schade, dass es der Twin nicht nach Europa geschafft hat. Aber es wird Nachfolger geben in der Kleinstwagenklasse. Vielleicht traut Suzuki ihm auch in Europa mehr zu.

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Text:  Eine eMail an Stefan Grundhoff schicken Auf Artikel linken
Fotos: Grundhoff

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