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Technik  Technik: Land Rover goes green

Ein Hauch Hybrid



Viele kommen mit langen Gesichtern vom Land-Rover-Stand auf dem Genfer Salon zurück. Man hatte eine seriennahe Studie des Freelander erwartet. Zu sehen ist aber nur ein karges Gerippe. Doch bitte genau hinsehen - da zeigt sich die Land-Rover-Technik von morgen schon heute.

 
 Land-e
  
 Land-e  - Foto: Hersteller  Land-e - Foto: Hersteller  Land-e - Foto: press-inform  Land-e - Foto: Hersteller  Land-e - Foto: Hersteller  Land-e - Foto: Hersteller

Der neue Freelander feiert seine Premiere als Ganzes wohl erst auf der Londoner Automesse. Traurige Augen daher in der Schweiz: Die Besucher des Genfer Salons sind ausgemachte Allradfans – schade, dass hier nur ein Gerippe namens "Land-e" zu bestaunen ist.

Die aktuellen Land-Rover-Modelle zeichnen sich durch prächtige Geländegängigkeit aus. Aber nicht nur. In Sachen Kraftstoffersparnis haben sich die Briten bislang keine Meriten erworben. Das soll in Zukunft anders werden. Ein ganzes Bündel von Technologien soll dafür sorgen, dass aktuelle Modelle bis zu 30 Prozent weniger Benzin- oder Dieselkraftstoff verbrauchen.

"Die e-Terrain-Technologien sind praktische, machbare und praxisnahe Lösungen", sagt Matthew Taylor, Managin Director bei Land Rover: "In jedem Fall bedeuten sie eine Verbrauchssenkung um bis zu 30 Prozent gegenüber einem aktuellen Modell von ähnlicher Größe und Leistung." Und er verspricht: "Die meisten dieser technologischen Neuheiten werden in den kommenden Jahren in die Serie übernommen."

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Mini-Hybrid
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Hört sich klasse an. Doch wie will man gerade bei schweren Allradfahrzeugen eine derartige Ersparnis in die Realität umsetzen?

Ein wichtiger Bestandteil soll der elektronische Hinterradantrieb (Integrated Electric Rear Axle Drive) sein, wie ihn zum Beispiel Lexus beim Hybrid-SUV RX 400h bereits einsetzt. Damit sollen in Innenstädten der Abgasausstoß und abseits befestigter Straßen die Geländegängigkeit verbessert werden.

Im Vergleich zu den bekannten Hybridfahrzeugen wird die hintere Achse jedoch nicht vollständig elektrisch angetrieben, sondern der bestehende Antrieb nur unterstützt. Trotzdem soll das maximale Drehmoment so bereits aus dem Stand zur Verfügung stehen. Im langsam fließenden Cityverkehr wird der Teilzeitantrieb dann die Hauptrolle übernehmen.

Reicht die elektronische Kraft nicht aus, sorgt der ISG (Integrated Starter Generator) dafür, dass der Verbrennungsmotor kraftvoll in die beispringt. Gerade im Stop-and-Go-Betrieb soll der Durst der zumeist recht schweren Briten durch den Einsatz des Mini-Hybriden deutlich reduziert werden.

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Schlafende Achse
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Diese beiden Systeme allein reichen für eine Ersparnis von 30 Prozent aber noch nicht aus. Daher greift Land Rover als weitere Komponente auf das innovative "Seamless re-connect" zurück. Dabei handelt es sich um eine besonders ausgeklügelte Kardanwelle, die sich reibungsfrei An- bzw. Abkoppeln lässt. Die mechanischen Reibungsverluste zwischen Vorder- und Hinterachse werden dadurch nahezu auf null gesenkt.

Wird die Motorleistung – zum Beispiel auf asphaltierter Strecke – nicht an beiden Achsen benötigt, geht die Hinterachse in den "schlafenden" Stand-By-Betrieb und wartet auf erneute Schlupfverluste. Das spart Reibung und Energie - trotzdem kann die Hinterachse in Sekundenbruchteilen wieder arbeiten. Besonders wichtig ist das im Gelände.

Eine wichtige Bedeutung kommt einer Weiterentwicklung des bereits bekannten Terrain Response Systems zu. Die Fahrprogramme für Sand, Schnee oder Geröll werden bei den zukünftigen Land-Rover-Modellen um einen zusätzlichen Modus erweitert. Der "Land-e-Mode" ist allein für den normalen Straßenverkehr gedacht und lässt alle Systeme an einem Ziel arbeiten: die maximale Kraftstoffersparnis. Motorelektronik und Antriebskomponenten erledigen den Rest.

Bleibt abzuwarten, wann die neuen Technologien bei den Serienmodellen Einzug halten. Beim neuen Land Rover Freelander, der im Herbst auf den Markt kommen wird, dürfte es noch nicht so weit sein.

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Fotos: Hersteller

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