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Skoda Fabia 1.4 16V  Praxistest: Škoda Fabia 1.4 16V

Bunte Mischung



Škoda, die Traditionsfirma aus dem tschechischen Mlada Boleslav, hat seit der Eingliederung in die VW-Gruppe Skoda als Produzent von günstigen Wagen mit Technik aus dem Konzern-Regal abgelöst. Wie viel VW bekommt man für wenig Geld?

 
Skoda Fabia 1.4 16V
  
Skoda Fabia 1.4 16V - Foto: Hersteller Skoda Fabia 1.4 16V- Foto: Hersteller Skoda Fabia 1.4 16V- Foto: Hersteller Skoda Fabia 1.4 16V- Foto: Hersteller Skoda Fabia 1.4 16V- Foto: Hersteller Skoda Fabia 1.4 16V- Foto: Hersteller
Skoda Fabia 1.4 16V
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Skoda Fabia 1.4 16V
Skoda Fabia 1.4 16V
[+] Gute Verarbeitung, ordentliche Bremsen, solides Fahrwerk, komfortable Federung, großzügiges Raumangebot, preiswert in der Anschaffung
[-] Kein ESP verfügbar, schlechte Übersichtlichkeit

Der Škoda Fabia, nunmehr im siebten Produktionsjahr, nutzte seinerzeit als erster die neue VW-Konzernplattform für Kleinwagen - und ist damit auf das Einheitsmaß von Polo, Clio, Punto & Co. gewachsen. Damit zielen die Tschechen mit dem Vier-Meter-Auto ganz ungeniert auf die Polo-Klasse und machen der Verwandschaft aus Wolfsburg das Leben schwer.

Schon rein äußerlich betrachtet erscheint der Fabia eher durchschnittlich. Mit der niedrigen Karosserielinie, den großen Seitenfenstern und der kurzen Front wirkt er gedrungen und hochbeinig. Dieser Eindruck wird durch die bescheidenen 14-Zoll-Räder noch verstärkt. Front- und Heckpartie sind typisch für das aktuelle Škoda-Design und machen eine Deutung des Emblems in Kühlergrill und Heckklappe überflüssig.

Mit ebenso durchschnittlichem Design wartet der Innenraum auf - keine Überraschungen, weder negativ noch positiv. Optisch ein noch recht gelungener Mix aus konzerntypischen Schalter und Reglern - platziert in einem Armaturenbrett, dass stark an den VW-Stil der Achtziger erinnert, trotz der mehrfarbigen Unterteilung. Das Cockpit ist übersichtlich, die Instrumente gut ablesbar - und bestens bekannt aus Golf, Polo und Co. In der Mittelkonsole sind alle Schalter am richtigen Platz, und von erwartet guter Qualität - bis auf den Schalter für die Einstellungen der Außenspiegel, der recht wacklig wirkt.

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Viel Platz - und viel Grau
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Die eintönigen Grautöne der Standardausstattung "Classic" wirken leicht trist, trotz der verchromten Türgriffe. Viel ansprechender sind dagegen die Farbkombinationen in den höheren Ausstattungslinien "Ambiente" und "Elegance". Fällt der Innenraum eher durch Zweckmäßigkeit und Funktionalität auf, so ist die Verarbeitung doch tadellos. Selbst auf altdeutschem Kleinstadtkopfsteinpflaster bleiben Klappergeräusche aus.

Der Sitzkomfort ist ebenso wie das Raumgefühl auf allen Plätzen sehr gut - auf der Rückbank zumindest für Passagiere bis 185 Zentimeter Bauhöhe. Durch den weiten Einstellbereich des Lenkrades haben vorne sogar überdurchschnittlich große Fahrer Platz. Dann allerdings kann - klassentypisch - links hinten höchstens ein Kind bequem sitzen. Das gute Platzangebot geht jedoch zu Lasten des Kofferraums - nur 260 Liter stehen im Normalfalle zur Verfügung, die sich im Bedarfsfall dann durch Umklappen der 2:3 geteilten Rücksitzbank auf 1.016 Liter vergrößern lassen. Das ist immerhin etwas weniger als im Konzernbruder aus Wolfsburg. Dafür sind fünf Türen Standard - nicht nur im Konzern, sondern auch im Segment nicht gerade typisch.

Typisch im Segment das Schubfach unter dem Beifahrersitz. Praktisch für den kleinen Hunger zwischendurch. Doch eine Möglichkeit den Kaffee zwischendurch zu platzieren, fehlt völlig - weder in den Türen noch in der Mittelkonsole finden sich Getränkehalter. Hier hätten die Škoda-Designer nach siebenjähriger Produktionszeit einiges nachholen können.

Macht aber nichts - so kann der Fabia-Pilot wenigstens so richtig flott in alle Kurven fahren, ohne befürchten zu müssen, dass sich das Heißgetränk auf Polster und Teppiche ergießt. Das komfortable und trotzdem straff abgestimmte Fahrwerk plus die recht direkte Servolenkung verleiten nämlich schnell zu flotteren Gangarten. Der 1.4-Liter-Vierzylinder mit 75 PS bei 5.000 U/min stammt aus dem Konzernregal und ist erwartungsgemäß ebenso drehfreudig wie leise. Das Fünfganggetriebe schaltet sich unauffällig mit klar definierten Schaltwegen.

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Keine Schwächen
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Mehr als Tempo 170 ist jedoch nicht drin, wobei man schneller als 150 km/h wegen der Geräuschkulisse von Wind und Motor ohnehin nicht wirklich fahren möchte. Der Testverbrauch lag mit knapp 7 Litern pro 100 Kilometer etwas über der Herstellerangabe, ist jedoch im Hinblick auf die Fahrleistungen durchaus in Ordnung.

Die Sicherheitsausstattung des Škoda Fabia 1.4 Style Edition ist ordentlich: Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags vorn, Antiblockiersystem mit mechanischem Bremsassistenten, Antischlupfregelung (ASR), Servolenkung, Gurtstraffer vorn und Nebelscheinwerfer. Leider bleibt ein elektronisches Stabilitätsprogramm den höheren Motorisierungen vorbehalten.

In der "Style Edition" ist der Škoda Fabia 1.4 ab 13.299 Euro zu haben und hat - in dem Segment nicht selbstverständlich - ein höhen- und längeneinstellbares Lenkrad, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn, Klimaanlage mit Pollenfilter und Tempomat an Bord. Auch die Aufpreise der Optionsliste sind recht moderat geraten, z. B. kosten elektrische Fensterheber hinten 170 Euro, obwohl diese zur Serienausstattung gehören sollten.

Der Škoda Fabia leistete sich im Praxistest keine wirklichen Schwächen. Der Wartungsintervall ist im normalen Rahmen: alle 30.000 Kilometer bzw. einmal im Jahr, das Ölwechselintervall mit 15.000 Kilometern ebenfalls. Die Versicherungsklassen liegen etwas höher als beim Konzernbruder Polo. Der kostet vergleichbar ausgestattetet jedoch mindestens 2.500 Euro mehr.

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