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Unser Autor: Jürgen Wolff

Reportage  Reportage: Saab - Made in Austria

Wunschmusik



Sicherheit aus Schwedenstahl? Nicht mehr im Zeitalter der Globalisierung. Das Saab Cabrio wird weit weg vom schwedischen Stammwerk Trollhättan gebaut. In Graz. Bei Magna Steyr. Weniger sicher ist es deshalb noch lange nicht.

 
 Saab - Made in Austria
  
 Saab - Made in Austria  - Foto: Jürgen Wolff  Saab - Made in Austria - Foto: Jürgen Wolff  Saab - Made in Austria - Foto: Jürgen Wolff  Saab - Made in Austria - Foto: Jürgen Wolff  Saab - Made in Austria - Foto: Hersteller  Saab - Made in Austria - Foto: Hersteller

Ö3 schallt über dem Montageband. Wunschmusik bei Magna Steyr vor den Toren von Graz. Hier wird im Lohnauftrag das 9.3-Cabrio von Saab gebaut. In der Halle schräg gegenüber entsteht der BMW X3, nebenan der Jeep Cherokee. Und auf dem Großen Platz dazwischen warten fertig montierte Mercedes der E- und G-Klasse auf den Abtransport. Globalisierung in der Untersteiermark.

Graz. Das ist mit 280.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Alpenrepublik. Das Arnold Schwarzenegger-Stadion erinnert an den größten Sohn der Stadt. Die vielen Kunstgalerien und Bauten mit gewagter Architektur daran, dass Graz 2003 Kulturhauptstadt Europas war. Und Graz ist auch Magna Steyr. Seit über 100 Jahren werden hier in Graz-Thondorf Autos entwickelt und gebaut. 1899 fing es mit einer Fahrradfabrik an, 1901 kam hier das erste Auto auf die Räder. Das letzte eigene Auto lief bei Steyr-Daimler-Puch mit dem Pinzgauer zur Jahrtausendwende vom Band. Heute bauen die 1998 vom kanadischen Zulieferer Magna International aufgekauften Österreicher Autos nur noch für andere.

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Magna Charta
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Zum Beispiel für Saab, 1300 Kilometer entfernt vom heimischen Trollhättan. Warum? Kent Johansson, bei Saab Projektmanager für das Cabrio: "Die besonderen Anforderungen - Stoffdach, einzigartige Karosserie, Elektronik und relativ geringe Stückzahl - verlangen eigene Produktionsabläufe. Sie weichen ab von der Linie, auf der unsere anderen Produkte hergestellt werden." So waren die Österreicher schon in der Design- und Entwicklungsphase eng mit eingebunden - da ist es wesentlich leichter, Probleme und Fehler zu entdecken und zu korrigieren als später während der Produktion in der Fabrik.

Für die Mitarbeiter ist das bares Geld: Das Unternehmen reserviert für sie stets ein Zehntel des Konzerngewinns. Festgeschrieben ist das in der "Magna-Charta", der hauseigenen Unternehmensverfassung. 2002 zum Beispiel schüttete Magna rund 100 Millionen Dollar an die Beschäftigten aus - als Aktien oder in bar. Bei der österreichischen Tochter waren dies immerhin pro Kopf rund 1000 Euro. Saab trägt das seine dazu bei: Der Umsatz über die gesamte Projektlaufzeit bis 2010 wird rund drei Milliarden Euro betragen.

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Die Entdeckung der Langsamkeit
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Und auch sonst funktioniert die Saab-Produktion bei Magna Steyr ein klein wenig anders als die Automontage in anderen Werken. Mit mehr Zeit und mehr handwerklicher Qualität. Nur sieben Fahrzeuge rollen pro Stunde fertig vom Band - ein "normales" Autowerk läuft mit dem fünffachen Tempo. Der menschliche Faktor spielt hier eine etwas andere Rolle: 750 Mitarbeiter sind hier im Zwei-Schicht-Betrieb mit der Cabrio-Montage für Saab beschäftigt - aber nur ein einziger Roboter. Das liegt daran, dass Roboter in bestimmten Bereichen zwar auf den ersten, nicht mehr aber auf den zweiten Blick die kostengünstigere Alternative sind. Der beste Weg für den Einbau eines automatischen Präzisions-Stoffdaches von zwei Metern Länge sind immer noch geschulte Augen und kundige Hände. Nur sie kommen hier mit einer Toleranz von plus/minus gerade mal zwei Millimetern klar - was einer Fehlerquote von 0,0001 Prozent entspricht. Und auch für die Einpassung und Dichtung der Seitenfenster gibt es noch keinen Ersatz für menschliches Können.

Nachbessern ist teuer - und hier ziemlich selten. Wenn die fertig montierten Saab Cabrios den letzten Test überstanden haben - und dabei in einer Spezialkammer fünf Minuten lang mit 1500 Litern Wasser bombardiert worden sind - rollen mehr als 90 Prozent von ihnen ohne jede Beanstandung und Notwendigkeit zur teueren Nachbearbeitung vom Band. Manchmal ist es eben schneller, etwas langsamer zu sein.

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