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Studien auf der IAA 2013  Reportage: Studien auf der IAA

Am Main wenig Neues



Auf der IAA in Frankfurt gibt es wieder einen Blick in die Zukunft der Automobil-Industrie. Doch wirklich aufregende oder gar richtungsweisende Konzeptfahrzeuge sind in den Messehallen rar.

 
 IAA Studien
  
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IAA-Zeit. Studien-Zeit. Das ist auf der diesjährigen Version der Internationalen Automobil Ausstellung, die alle zwei Jahre in Frankfurt am Main stattfindet, nicht anders. Einige Prototypen geben einen Ausblick auf kommende Fahrzeug-Gattungen. Doch wer revolutionäre Fahrzeugkonzepte sehen will, die die Zukunft des Automobils neu definieren, muss lange suchen.

Zu sehr sind die Neulinge als Versuchsballone gedacht, die den Geschmack des Messepublikums testen sollen. Die glänzenden Karossen, die sich auf Drehtellern im gleißenden Scheinwerferlicht drehen, mutieren mehr zum Marketing-Instrument als zum Taktgeber.

Der Jaguar C-X17 gibt den Ausblick auf ein Crossover-Modell, das frühestens Ende 2015 erscheinen wird. Das Blechkleid im typischen Jaguar-Design zeichnet schon ein sehr konkretes Bild der Formensprache. Schließlich basiert die neue Raubkatze auf der neuen Voll-Aluminium-Plattform, auf der sukzessive die gesamte Modellpalette der Briten aufbauen wird.

Audi zitiert mit dem Sport Quattro Concept die Vergangenheit. Die Studie, die auf einem stark verkürzten Audi-RS7-Chassis aufbaut, ist eine Hommage an den Sport Quattro, der vor 30 Jahren den legendären Audi S1 vorwegnahm. Damals wie heute ist unter der Haube genug Dampf: Der 600-Plus-PS-Achtzylinder erhält Unterstützung von einem rund 125 kW/170 PS starken E-Motor. Zusammen ergibt das über 800 PS und ein Monster-Drehmoment von rund 1.000 Newtonmeter. Auch beim Wachstums-Segment der SUV wollen die Ingolstädter punkten: Der knackig auftretende Nanuk Quattro ist ein Mittelmotor SUV mit einem 544 PS starken V10 Diesel.

Studien auf der IAA 2013, Reportage
Toyota tut sein Möglichstes, um sich ein neues, sportlicheres Image zu verschaffen
Studien auf der IAA 2013, Reportage

Mercedes verleiht der eben erst erschienenen S-Klasse mit dem S-Klasse Concept Coupé sportlichen Glanz. Das Serienfahrzeug dürfte sich, was die Form angeht, nur unwesentlich von der schnittigen Studie des Luxus-Kreuzers unterscheiden.

Opel fährt mit dem Monza-Concept ebenfalls auf der Retro-Schiene, da vor 30 Jahren auch der Monza GSE seine Premiere in Frankfurt feierte. Das Volvo Coupé Concept weist, trotz der schnittigen Formen, in Richtung eines Serien-Fahrzeugs. Allerdings werden sich die Fans der schwedischen Marke mit Vierzylinder-Motoren begnügen müssen.

Und die Koreaner? Kia zeigt mit dem "Niro", wie ein futuristischer Kompakt-SUV aussehen könnte. Der japanische Gigant Toyota tut sein Möglichstes, um sich ein neues, sportlicheres Image zu verschaffen: Der Yaris Hybrid-R Konzept prügelt mit 420 PS auf die vier Räder ein. Der Antrieb besteht einem 1,6-Liter-Benziner und zwei Elektromotoren, die als elektrischer Allradantrieb fungieren. Toyotas Premium Tochter Lexus zeigt mit der Studie Lexus LF-NX im Segment der Kompakt-SUVs Angriffswillen. Der Hybrid-Kraxler ist 4,64 Meter lang und zeigt mit dem sanduhrähnlichen Diabolo-Kühlergrill die durchaus ansprechende Formensprache des Lexus IS. Die Kraft kommt von dem bekannten Lexus Vollhybrid-Antrieb, der aber extra für den SUV angepasst wurde.

Die Konkurrenz von Infiniti will mit der Studie Q30 Concept punkten. Der Prototyp des kompakten SUVs gleicht einer Mischung aus Mazda CX und der Mercedes-A-Klasse. Nissan gibt mit dem Prototypen Friend ME bei dessen Europapremiere eine Voransicht, wie das Design zukünftig ausschauen wird.

Studien auf der IAA 2013, Reportage
Ford bietet mit dem S-Max-Concept gutbürgerliche automobile Kost
Studien auf der IAA 2013, Reportage

Warum die Citroën-Marketing-Spezialisten dem 4,21 Meter langen Diesel-Hybrid den Namen "Cactus" gegeben haben, bleibt wohl ewig ihr Geheimnis. Vermutlich ist Ihnen schon klar, dass das Design der Studie nicht allzu viel Preise einheimsen wird. Bodenständiger treten da schon die französischen Landsmänner von Peugeot auf: Mit dem Peugeot 208 Hybrid FE will die Löwenmarke ihre Elektrik-Kompetenz beweisen. Das "FE" steht übrigens für Fahrspaß und Effizienz, Immerhin kommt die Batterie aus dem Le-Mans-Renner 908. Als Verbrenner kommt ein Dreizylinder zum Einsatz. Das Resultat steht groß auf der C-Säule 49 g CO2/km

Ford bietet mit dem S-Max-Concept gutbürgerliche automobile Kost. Der S-Max Concept lässt nur noch wenig Raum für Interpretationen, wie der sportliche geschnittene Nachfolger des Siebensitzers aussehen wird. Auch Renault bleibt den Familientransportern treu: Der Renault Initiale Paris gibt einen Ausblick auf den nächsten Espace. Das 4,85 Meter lange Concept-Fahrzeug ist eine Mischung aus Crossover und Van. Der Ford Mondeo Vignale Concept ist dagegen im Grunde nichts anderes, als eine besonders edle Ausstattungsvariante des neuen Ford Mondeo.

Dass sich mit großen Coupés gutes Geld verdienen lässt, hat sich mittlerweile auch bis nach Detroit herumgesprochen. Deswegen haben die GM-Verantwortlichen den Cadillac Elmiraj Concept nach Frankfurt gebracht. Der 2+2-Sitzer ist mit 5,21 Metern auch lang genug, damit man in dem Auto mit dem schwer aussprechbaren Namen auch wohl fühlen kann. Die riesigen 22-Zoll-Alus verleihen dem Auftritt des großen Amis den nötigen Nachdruck.

Suzuki besinnt sich seiner Wurzeln und hat mit dem Concept Car iV-4 einen SUV im Gepäck. Der Offroader könnte die erste Visualisierung eines Nachfolgers für den Grand Vitara darstellen. Auffällig sind die kurzen Überhänge. Die illuminierte Front mit dem fünfgeteilten Kühlergrill macht Lust auf mehr.

Ein Appetitanreger ist auch sicher der Smart Forjoy. Das Vehikel mit der Karosserie aus poliertem Aluminium gibt einen Ausblick auf die lange erwartete nächste Generation des Smart - zumindest was die Dimensionen angeht. Also wird der nächste Stadtflitzer 3,49 Meter lang, 1,98 breit, 1,49 Meter hoch sein und einen Wendekreis von 9,10 Meter haben. Dass es eine elektrifizierte Version geben wird, scheint ebenso sicher, wie die vier Sitze.

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Fotos: Wolff Studien auf der IAA 2013 http://goo.gl/w4VD7o
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