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Reportage  Hintergrund: Ford auf dem Genfer Salon

Downsizing



Ford-Chef Alan Mulally ist guten Mutes: Am Vorabend des Automobilsalons in Genf präsentierte er gleich ein halbes Dutzend neuer oder zumindest aufgepeppter Ford-Modelle - vom B-Max bis zum Fiesta ST.

 
 Ford auf dem Genfer Salon
  
 Ford auf dem Genfer Salon  - Foto: Hersteller  Ford auf dem Genfer Salon - Foto: Hersteller  Ford auf dem Genfer Salon - Foto: Hersteller  Ford auf dem Genfer Salon - Foto: Hersteller  Ford auf dem Genfer Salon - Foto: Hersteller  Ford auf dem Genfer Salon - Foto: Hersteller

In Halle 5 des Ausstellungsgeländes am Genfer Flughafen hat Ford die kleine Armada an neuen oder zumindest überarbeiteten Fahrzeugen auffahren lassen. Ganz neu ist dabei der Ford B-Max. Besonders auffallend an dem Kompaktvan, der sich die Grundarchitektur mit dem Fiesta teilt, ist die Panorama-Schiebetür.

Die Kombination aus Schwingtür vorne und Schiebetür hinten erspart die herkömmliche B-Säule und sorgt für einen barrierefreien und besonders bequemen Einstieg nach hinten. Angeboten wird der gerade mal vier Meter lange B-Max mit einer ganzen Reihe von optionalen Assistenzsystemen, von einem automatischen Notruf-Assistenten über ein System, das im Kolonnenverkehr Auffahrunfälle verhindern soll, bis hin zu einem sprachgesteuerten Entertainment-System.

Unter der Haube wird im Ford B-Max auch der EcoBoost-Benziner mit einem Liter Hubraum arbeiten. Er steht in den zwei Leistungsstufen 74 kW/100 PS und 88 kW/120 PS zur Wahl und hat serienmäßig ein Start-Stopp-System. Die 120-PS-Version soll sich mit 4,9 Liter Benzin auf 100 km zufrieden geben. Außerdem bietet Ford den B-Max noch mit einem 90 PS starken 1,4-Liter-Benziner und mit einem 1,6 Liter großen Aggregat an, das 105 PS leistet. Für die Diesel-Fraktion stehen zwei Angebote in der Liste: ein 1,6-Liter-Motor mit 70 kW/95 PS und einem Verbrauch von vier Litern sowie ein in Europa neuer 1,5-Liter-Diesel mit 55 kW/75 PS.

Den kleinen EcoBoost-Motor mit drei Zylindern, Turbolader und 1,0 Liter Hubraum pflanzt Ford auf Wunsch auch dem Focus ein. Dort hat er wahlweise 100 oder 125 PS. "Sein Motorblock passt locker auf ein DIN-A4-Blatt", schwärmen die Entwickler von Ford. Im Focus soll er in der 125-PS-Version mit fünf Liter Benzin auf 100 km auskommen.

Noch weniger Durst entwickelt der Ford Focus Electric. In Serie geht das erste Elektroauto von Ford zwar erst Mitte diesen Jahres und nach Europa kommt der Stromer erst Ende 2012 - aber immerhin können Besucher in Genf schon mal erste Erfahrungen damit sammeln. 160 Kilometer weit soll der E-Focus mit einer Batteriefüllung kommen. Er werde, verspricht Ford, "das Flaggschiff einer ganz neuen Palette an elektrifizierten Fahrzeugen der Marke".

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Fuß am Sensor
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Die andere Seite der Technik repräsentiert der Fiesta ST, den Ford in Genf als Serienmodell vorstellt. Der giftige kleine Flitzer holt 132 kW/180 PS sowie ein maximales Drehmoment von 240 Nm aus dem 1,6-Liter-EcoBoost-Motor unter der Haube und ist gut für eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h sowie den Spurt von 0 auf 100 km/h in weniger als sieben Sekunden. Die Abstimmung haben wie beim Vorgänger die Rennexperten vom Ford Team RS übernommen und waren dafür unter anderem auch auf der Nordschleife des Nürburgrings unterwegs.

Der SUV Ford Kuga geht mit Genf nun in die zweite Generation. Er basiert auf der Plattform des Ford Focus und ist laut Ford komplett neu entwickelt worden und soll vor allem auch mit neuen Technik-Features glänzen. So lässt sich zum Beispiel die Heckklappe nun dadurch öffnen, dass man mit dem Fuß an einem Sensor unter dem hinteren Stoßfänger entlangwitscht - VW bietet dieses praktische Feature etwa im Passat schon länger an. Mit an Bord sind künftig auch hier ein automatischer Notruf-Assistent oder eine Einparkhilfe. Der Allradantrieb erkennt Fahrbahnverhältnisse in Sekundenbruchteilen und verteilt das Drehmoment entsprechend auf die Antriebsräder. Dazu kommen im Kuga ein größeres Platzangebot und eine flexiblere Raumausnutzung. Das Kofferraumvolumen etwa ist um 82 Liter gewachsen. Bei den Motoren hat sich nicht viel geändert: Zwei Diesel mit 103 kW/140 PS und 120 kW/163 PS sowie ein 1,6-Liter Benziner stehen beim Modellstart zur Auswahl.

Außerdem hat Ford das Konzeptfahrzeug Ford Transit Tourneo Custom mit nach Genf gebracht. Der Kleinbus, der zum gewerblichen Einsatz ebenso taugt wie als Freizeit- und Familientransporter, soll schon mal einen ersten Ausblick auf die nächste Generation des Ford Transit geben.

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Text:  Eine eMail an Jürgen Wolff schicken Auf Artikel linken
Fotos: Hersteller
Ort: Genf

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