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Reportage  Reportage: Dubai Motor Show 2011

Im Osten viel Neues



Flügeltüren, Chrom und jede Menge Pferdestärken – die Dubai Motor Show ist ein gewaltiger Spielzeugladen für die Reichen und Schönen. Geld spielt keine Rolle - und Geschmack oft auch nicht.

 
 Dubai Motor Show
  
 Dubai Motor Show  - Foto: Hersteller  Dubai Motor Show - Foto: Hersteller  Dubai Motor Show - Foto: Hersteller  Dubai Motor Show - Foto: Hersteller  Dubai Motor Show - Foto: Hersteller  Dubai Motor Show - Foto: Hersteller

Der Verkauf von Luxusfahrzeugen ist in der Golfregion in diesem Jahr um 20 Prozent gestiegen. Da wundert es nicht, dass nahezu alle Premiumhersteller die größte Automobilausstellung im Mittleren Osten auf ihrem Terminplan stehen haben. Die Hersteller der schnellsten und teuersten Autos der Welt warten in den mit Luxusautos gespickten Hallen auf den einen oder anderen Interessenten.

Die Erbauer des SSC Tuatara stehen aus diesem Grund nur sehr selten allein neben ihrem Superauto. Bei 993 kW/1350 PS und einer abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 444 km/h ist das kein Wunder.

Aston Martin zeigt mit dem Zagato einen 385.533 Euro teuren Straßenableger seines Rennwagens und Lexus den 275.000 Euro teuren Supersportler LFA. Das große Mutterunternehmen Toyota präsentiert auf seinem 1.400 Quadratmeter großen Stand neben Corolla, Rav4, Land Cruiser und ihrem größten SUV, dem Sequoia, das Konzeptfahrzeug FT-86, was zwar vom Design in die Sportwagenwelt passt, doch mit seinen rund 147 kW/200 PS zu den schwächeren Autos in dieser Klasse zählt.

Ebenfalls aus Japan geht der neue Nissan GT-R an den Start. Der 404 kW/550 PS starke Porscheschreck wird ab dem 24. November in Japan und im kommenden Januar in Europa in den Verkaufshallen der Händler stehen. Der McLaren MP4-12C mit 435 kW/592 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 200 km/h in nur 9,1 Sekunden entspricht hingegen schon etwas mehr dem Geschmack der Scheichs. Ebenso wie der Inbegriff der fahrenden Sportlichkeit, der Bugatti Grand Sport. Das Cabrio erreicht dank seiner 736 kW/1001 PS Tempo 407.

Den Preis des besten Superautos bei den diesjährigen Middle East Motor Awards gewann mit dem Lamborghini Aventador LP 700-4 ein weiterer exklusiver Messebesucher. Der 515 kW/700 PS starke Italiener schafft den Sprint auf Tempo 100 in nur 2,9 Sekunden und ist bis ins Jahr 2013 bereits ausverkauft.

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Schnell und stark für die Familie
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Dass nicht nur straßenzugelassene Zweimannraketen zu solchen Fahrleistungen fähig sind, zeigt der Veredler, der auf keiner Messe für Superluxusfahrzeuge fehlen darf: Brabus. Firmenchef Bodo Buschmann hat es sich in diesem Jahr nicht nehmen lassen, eine Weltpremiere zu präsentieren, die nicht nur schnell und stark ist, sondern auch für den Familienausflug taugt. Das schnellste und leistungsstärkste Luxuscoupé der Welt, der Brabus 800 Coupé mit 588 kW/800 PS, 1.420 Newtonmetern und einer abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h basiert auf dem aktuellen Mercedes CL 600. Der von 5,5 auf 6,3 Liter erweiterte Zwölfzylindermotor katapultiert den 800er in 10,3 Sekunden auf Tempo 200. Die Bottroper brachten mit dem Brabus 800 E V12 Cabriolet zudem noch einen weiteren dachlosen Superlativ mit nach Dubai, der den Sprint aus dem Stand bis 300 km/h in 23,9 Sekunden absolviert. Es ist damit das schnellste viersitzige Cabrio der Welt.

Ein weiteres Unternehmen der Brabus-Gruppe, Startech, zeigt auf der Dubai Motor Show eine veredelte Version des Range Rover Evogue Supercharged. Der zu den beliebtesten SUVs auf der arabischen Halbinsel zählende Range Rover wurde mit einem Aerodynamik-Paket und extravaganten Innenraumveredlungen individualisiert.

Anders als zu erwarten ist wagen sich einige Marken unter anderem mit für die PS verwöhnten Scheichs, relativ untermotorisierten Modellen auf die blank geputzten Ausstellungsflächen. Audi zum Beispiel präsentiert den Q3 und versucht damit in den Scheichstaaten in ein neues Marktsegment zu stoßen. Die wesentlich teureren Modelle A6, A7, A8 L W12 und den R8 GT haben die Ingolstädter aber natürlich auch noch mit im Gepäck.

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40 für 40 Jahre
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Konzernbruder Volkswagen lässt die knapp 184 kW/250 PS starke R-Version des Scirocco in Dubai debütieren. An seiner Seite stehen noch der Golf R, der neue Jetta, der Golf GTI, der Touareg V8 und der Pick up Amarok. Bei Porsche bildet der neue 911 den Schwerpunkt des Messeauftritts. Die PS-verwöhnten Messebesucher zieht es allerdings zu gleichen Teilen in die Nähe des 918 RSR Konzeptautos. 571 kW/777 PS und ein Design, welches für offene Münder sorgt, sind eben ausschlaggebende Argumente.

Bei BMW feiert der neue M5 sein arabisches Debüt. Der 412 kW/560 PS starke Münchener ist umringt von weiteren M-Versionen wie der des X6, X5 und der des Einsers. Das neue Cabrio des Sechsers und die Coupévariante stehen ihm, wie auch das neue Mini Coupé, der Mini Countryman und der Mini Cooper S Hatch sowie das Konzeptfahrzeug Mini Paceman ebenfalls zur Seite. "Zusammen mit unserem lokalen Importeur zeigen wir in diesem Jahr 16 BMW und MINI Modelle auf der Dubai Motor Show", sagt Jörg Breuer, Managing Director der BMW Gruppe im Mittleren Osten.

Einen besonderen Höhepunkt bildet, anlässlich des 40. Jahrestags der Vereinigung der Vereinigten Arabischen Emirate, die im Dezember 1971 stattfand, der BMW 7er in der UAE 40th Anniversary Limited Edition. Das BMW-Flaggschiff-Modell ist auf 40 Exemplare limitiert.

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Text:  Eine eMail an Marcel Sommer schicken Auf Artikel linken
Fotos: Hersteller
Ort: Dubai

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