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Reportage  Reportage: Manufaktur Pagani

Flaggenzeichen



Wer bei einem norditalienischen Sportwagenbauer nur an Lamborghini, Maserati oder Ferrari denkt, hat den leistungsstärksten vergessen: Pagani. Dort entstehen die exklusivsten Straßenrenner.

 
 Manufaktur Pagani
  
 Manufaktur Pagani  - Foto: Wolff  Manufaktur Pagani - Foto: Hersteller  Manufaktur Pagani - Foto: Hersteller  Manufaktur Pagani - Foto: Hersteller  Manufaktur Pagani - Foto: Hersteller  Manufaktur Pagani - Foto: Hersteller

Welcher Autohersteller hisst schon die Nationalflagge, wenn ein Kunde zu Besuch kommt? Bei Pagani, im italienischen San Cesario sul Panaro, ist das eine Selbstverständlichkeit. Der Kunde ist hier König – in jeder Hinsicht. Dabei mutet das Gewerbegebiet nordöstlich von Modena kaum danach an, als würde sich hier ein Sportwagenfan hin verirren, der mehr als eine Million Euro für einen exklusiven Boliden auszugeben bereit ist. Ein paar düstere Lagerhallen, eine umtriebige Holzverarbeitung und ein Stück weiter überdimensionale Antriebsketten für Planierraupen - mehr gibt es erst mal nicht zu sehen.

Erst ein älterer Herr an der Ecke zeigt bei der Frage nach Pagani auf ein geometrisches Gebäude mit großen Glasflächen hinter einem Zaun und einer hohen Hecke. Im Umkreis von kaum mehr als einer halben Stunde Fahrzeit liegen die Produktionsstätten von Ferrari, Maserati, Lamborghini und Ducati. Doch exklusiver als ein Pagani kann ein Auto kaum sein. "Seit unserer Gründung im Jahre 1998 haben wir gerade einmal 130 Fahrzeuge produziert", erklärt Pagani-Sprecher Luca Venturi: "Das wird sich mit dem neuen Huayra jedoch ändern."

Bisher produzierte die Manufaktur Pagani speziell auf jeden Kunden zugeschnittene Versionen des Zonda. Mal offen, mal geschlossen - mal als Zonda 5, mal als Rekordfahrzeug Zonda R. Doch diesen Sommer gehen die Kohlefaserrenner in den Ruhestand. Wurden von ihnen pro Jahr kaum mehr als zehn Fahrzeuge gebaut, so wird der 700 PS starke Nachfolger Pagani Huayra mit einem doppelt aufgeladenen AMG-Triebwerk im Heck ein echtes Volumenmodell. "Wir planen bis zu 40 Stück pro Jahr", erklärt Luca Venturi. "Dauerte die Produktion eines Zonda bisher rund fünf Wochen, so soll der Nachfolger in knapp drei Wochen aus den Hallen rollen."

Dafür hat Firmenchef Horacio Pagani, gebürtiger Argentinier, eine neue Produktionsanlage gebaut. Die Mitarbeiterzahl im Hause Pagani wurde dafür von 53 auf 60 erhöht. In diesem Sommer geht es nun los.

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Kilometerfresser
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Der über eine Million teure Pagani Huayra wird ein Bestseller – wie alle Zonda-Versionen bisher. Davon ist man hier überzeugt. "Wir sind das erste Jahr bereits ausverkauft und haben gerade erst angefangen", freut sich Luca Venturi, "erstmals hat ein Pagani auch eine Zulassung für Amerika. Davon versprechen wir uns sehr viel." Bisher gingen die meisten Modelle in den Fernen Osten, nach Hong Kong oder Japan. Nur 23 der bisherigen Fahrzeuge blieben in Europa. Doch da sind einige der besonders treuen Fans. "Wir haben einen Kunden in Italien, der nimmt seinen Zonda als echtes Alltagsauto. Er hat bereits mehr als 100.000 Kilometer runter – in weniger als fünf Jahren", strahlt Luca Venturi.

Einst arbeitete Ernesto Pagani als Leichtbauexperte bei Lamborghini, hatte jedoch zunehmend Lust auf eine eigene, noch kompromisslosere Marke. Juan Manuel Fangio, Rennfahrerlegende aus Argentinien und Pagani-Mäzen, stellte Anfang der 90er Jahre den Kontakt zu Mercedes her.

Als Horacio Pagani auf der Suche nach einem Aggregategeber für seinen ersten Supersportwagen war, landete er denn auch ohne Umwege bei Mercedes. Die Folge: Jeder Pagani wird von einem leistungsstarken AMG-Triebwerk befeuert. Erst im Sommer vergangenen Jahres knackte Rennfahrer Marc Basseng auf einem Pagani Zonda R die bisherige Nordschleifenbestzeit des Ferrari 599XX. 6,47 Minuten für den gefährlichen Eifelkurs - das ist ein Marketingwert, der weltweit Gold wert ist.

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Kunst und Wissenschaft
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Das Pagani-Konzept ist denkbar einfach. "Unsere Modelle sind so exklusiv wie kein anderes Auto. Sie sind eine Mischung aus Kunst und Wissenschaft", erklärt Luca Venturi blumig. Die Hightech-Fahrzeuge bestehen aus ebenso leichter wie hochfester Kohlefaser und aus Karbonelementen. In zwei Öfen werden die Autoklaven-Module gebacken und mit Fahrgestell und Antrieb zusammengefügt. Jedes Kundenfahrzeug wird anschließend von den beiden Testfahrern Simone Tarozzi und David Testi genauestens unter die Lupe genommen.

Gerade fährt Testi mit brüllendem Triebwerk vom Hof, um die jüngsten Modifikationen an einem Roadster zu überprüfen: "Wir testen jedes Auto auf Herz und Nieren. Der Unterschied zu den anderen Supersportwagen ist, dass der Zonda ein echtes Alltagsauto ist. Kompromisslos sportlich, aber immer noch komfortabel."

Nach ein paar Kilometern auf mäßig kommoden Landstraßen in der Umgebung mag man Testi nicht wiedersprechen. Die Beschleunigung ist Dank der AMG-Power im Heck brachial. Auf dem Tacho fliegen Zahlen wie 160, 200 oder 240 nur so vorbei. Die kleinen Xenon-Scheinwerfer des Zonda R sorgen für Eindruck im Rückspiegel der Vorausfahrenden. Aber nur kurz - dann ist der kaum mehr als eine Tonne schwere Pagani längst vorbeigeflogen.

David Testi muss wieder zurück ins Werk. Der nächste Auftrag wartet. Derweil bereitet man sich auf den nächsten Kunden vor. Der letzte ist in Richtung Flughafen verschwunden – zurück nach Peru. Über dem Eingang des Werkes hängt noch die peruanische Flagge. "Wir haben 170 verschiedene Nationalitäten auf Vorrat", versichert Luca Venturi. Künftig wird Pagani sie wohl in kürzeren Intervallen hissen müssen.

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Fotos: Hersteller
Ort: Modena

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