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Reportage  Reportage: Detroit Motor Show

Back to the Roots



Hybrid- und Elektroträume scheinen schon fast vergessen. Ebenso die Schockstarre der US-Hersteller. Die Detroit Motor Show zeigt sich selbstbewusst - aber alles andere als überschwänglich.

 
 Detroit Motor Show
  
 Detroit Motor Show  - Foto: Viehmann  Detroit Motor Show - Foto: Viehmann  Detroit Motor Show - Foto: Hersteller  Detroit Motor Show - Foto: Viehmann  Detroit Motor Show - Foto: Viehmann  Detroit Motor Show - Foto: Viehmann

War der Hype rund um Elektrofahrzeuge und Hybridmodelle nur ein kurzes Strohfeuer für die Autoindustrie? Bei der North American International Autoshow (NAIAS) in Detroit besinnt sich die Branche auf alte Zeiten. Neben zahlreichen neuen Modellen steht vor allem der Verbrennungsmotor wieder hoch im Kurs. Hybrid und Elektro spielen auf der NAIAS trotz der Serienankündigung eines Mercedes SLS E-Cell, einiger Premieren und der Enthüllung des Prius-Vans nicht gerade die erste Geige.

Die automobilen Stars der Messe sind Fahrzeuge wie der Hyundai Elantra, der spektakulär sportliche Porsche 918 RSR, ein beeindruckend günstiger US-Passat oder der neue Audi A6. Mit ihm will Audi endlich auch in den USA die Bedeutung erlangen, die dort seit Jahren fehlt. Der offene 6er BMW ist eine Augenweide - doch auf welcher Messe würde das elegante Cabriolet schlechter parken als in Detroit? Da passt der Mini Paceman Concept als Ausblick auf ein neues Mini-Modell schon besser. Der Paceman macht dank 4x4-Antrieb auch im winterlichen Michigan eine gute Figur.

Überhaupt können die Deutschen in Detroit mehr als zufrieden sein. In den USA haben die deutschen Hersteller 2010 ihren Absatz um 12 Prozent auf fast 700.000 Einheiten gesteigert und sind damit dreimal so schnell gewachsen wie der PKW-Markt insgesamt. Jedes zweite Oberklasse-Modell in den Vereinigten Staaten ist "Made in Germany".

Vor ein paar Jahren wurde zur Detroit Motorshow eine Rinderherde durch die City getrieben, Popstars vergoldeten Messepremieren und Fahrzeuge tanzten auf künstlich angelegten Eisflächen. Doch Detroit ist nicht Los Angeles, Shanghai oder Genf. Die Stadt, die in den vergangenen Jahrzehnten mehr als die Hälfte ihrer Einwohner verlor, drohte zusammen mit ihrer Industrie auszubluten.

Das Schlimmste scheint immerhin vorbei zu sein. Die drei großen amerikanischen Autohersteller General Motors, Ford und Chrysler kommen langsam wieder auf die Beine. Der begehrte Car of the Year Award, den nordamerikanische und kanadische Journalisten vergeben, ist Balsam für die Seele der "Big Three": Bei den PKW siegte der Chevrolet Volt, bei den Trucks der Ford Explorer. Das ist zwar ungefähr so überraschend wie ein Grimme-Preis fürs ZDF. Doch gerade das Elektroauto Volt ist für die US-Autoindustrie wirklich ein Aufbruch in die Zukunft.

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Fragezeichen
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Trotzdem zeigt die NAIAS beeindruckend wenig Tamtam. Man will mit Inhalten überzeugen - und das scheint zu gelingen. Auch die Autohändler im Großraum Detroit schöpfen im Sog der NAIAS wieder Mut. Die großen General-Motors-Händler in Wayne County werben mit Knallerpreisen und dem Slogan "GM Loyalty is back!“.

Doch nach wie vor gibt es Fragezeichen. Chrysler präsentiert eine runderneuerte Modellpalette. Aber als sich Fiat/Chrysler-Chef Sergio Marchionne den Fragen der Reporter stellt, ist die Stimmung gedämpft. Sichtlich abgemagert und gestresst, antwortet Marchionne auf viele Fragen ausweichend und lässt mal wieder kaum etwas über Zukunftspläne durchblicken. Für den Fiat 500 hat er in den USA eher bescheidene Erwartungen, es sei eben ein Nischenauto. Positive Signale gibt es für Jeep. Die neuen Modelle sind gelungen. Und ein Urgestein wie der Wrangler braucht sich keine Sorgen zu machen: "Der Wrangler wird auch dann noch in seinem Segment führend sein, wenn ich schon in Pension bin", sagt Marchionne. Eine gute Figur macht auch der Chrysler 300, der in Europa mit Lancia-Logo erscheint.

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Der Einfluss der Europäer ist nicht nur bei beim Fiat-Chrysler-Konzern zu spüren. Auf den Messeständen sind immer mehr kleinere Fahrzeuge zu sehen - auch, wenn die sich zuletzt in den USA kaum großer Beliebtheit erfreuten. Ein Fahrzeug wie der neue Buick Verano trägt Gene des Opel Astra in sich. Der Ford Focus ist erstmals ein echtes Weltauto, die C-Max-Family kommt auch in die USA und Scion zeigt erstmals vor großem Publikum den kleinen iQ, der in Europa als Toyota vertrieben wird. Auch der neue US-Passat, der in Chattanooga vom Band läuft, bietet zum Kampfpreis von 20.000 Dollar VW-Technik aus Deutschland.

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Trend nach Unten
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Ein Trend in Detroit findet unter der Haube statt: Die Motoren werden kleiner, auch wenn die Autos oft im XXL-Format verharren. Ford beispielsweise ersetzt die großen V8-Triebwerke in seinem Jahrzehnte-Bestseller F-150 durch aufgeladene Sechszylinder. Auch beim neuen Ford Explorer geben keine Achtzylinder mehr den Ton an. Stattdessen wird das große SUV in den nächsten Monaten sogar mit einem Vierzylinder auf den Markt kommen. Direkteinspritzung und Turboaufladung sorgen für einen niedrigen Verbrauch und entsprechend gute Fahrleistungen. Damit soll auch die Studie des Vertrek glänzen, die Ford in den nächsten Jahren wahrscheinlich als neuen Kuga nach Deutschland schickt.

Die schon tot geglaubte Zylinderabschaltung ist auf der Messe wieder ein Thema. Immer mehr Hersteller lassen ihre großen V8-Triebwerke im Teillastbetrieb auf vier Brennkammern laufen. Honda, lange in der technologischen Schockstarre, meldet sich zurück. Hier sollen Modelle wie der Bestseller Accord mit V6-Motor beim sanften Cruisen mit vier oder gar nur drei Zylindern arbeiten. Bei Chrysler werden erst mittelfristig neue Turbotriebwerke, durchgängige Direkteinspritzungen, Start-Stopp-Systeme und das mit dem Fiat 500 eingeführte Twinair-System kommen.

Fraglich bleibt, ob das ehemals so wichtige Van-Segment in den USA wieder auf die Räder kommt. SUV, Geländewagen, große Limousinen und Pick-Up sind beliebter denn je. Immerhin zeigen die neuen Modelle Mazda 5, Ford C-Max und ein überarbeiteter Chrysler Voyager, dass die Amerikaner die Familienlaster mit Schiebetüren nicht aus den Augen verloren haben. Auch der Toyota Prius ist bald mit großem Kofferraum und mehr Platz zu bekommen – als Prius V. Ganz ohne Batterien geht es eben auch in Detroit nicht.

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Text:  Eine eMail an Stefan Grundhoff/Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann
Ort: Detroit

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