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Reportage  Reportage: Bologna Motor Show

Operation 90-60-90



Die Bologna Motor Show ist nicht nur wegen der hübschen Hostessen immer wieder was Besonderes. Die stillen Stars sind bezahlbare Elektrofahrzeuge, bei denen die Chinesen Schützenhilfe leisten.

 
 Bologna Motor Show
  
 Bologna Motor Show  - Foto: Viehmann  Bologna Motor Show - Foto: Viehmann  Bologna Motor Show - Foto: Viehmann  Bologna Motor Show - Foto: Viehmann  Bologna Motor Show - Foto: Viehmann  Bologna Motor Show - Foto: Viehmann

Superweib trifft Superbike: Im hautengen roten Glitzerkleid räkelt sich eine italienische Schönheit auf dem Sattel der Ducati 1198 SP. Direkt davor parken dicke AMG-Limousinen im Rampenlicht. Fotografen klicken sich am Auslöser die Finger wund, Männern in schicken Armani-Anzügen beschlägt die dunkle Sonnenbrille. Dass sich italienische Rasse und schwäbische PS-Power hier auf der Bologna Motor Show so innig vereinen, liegt an der Zusammenarbeit des Motorradbauers Ducati mit der Tuningschmiede AMG. Die Affalterbacher unterstützen das Ducati MotoGP Team und hoffen im Gegenzug, dass durch gemeinsame Marketingaktivitäten ein bisschen Ducati-Kult auf AMG abfärbt.

Die Schöne auf dem Zweirad zeigt aber auch eine Taktik, die auf der italienischen Automesse üblich ist. Man könnte sie "Operation 90-60-90" nennen, denn sie besteht darin, die Armut an Neuheiten durch ein Übermaß an weiblichen Reizen zu kaschieren. In Bologna ist das Resteessen der Branche angesagt, die spektakulären Premieren wurden von den Herstellern wie immer bereits im Laufe des Jahres abgefrühstückt.

Ohnehin weht dem Automobil in Italien zurzeit ein kalter Wind um den Kühlergrill. Die Absatzzahlen bleiben im Keller, allein im November sanken sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent. Fiat-Chef Sergio Marchionne hat die Stimmung nicht gerade verbessert, als er kürzlich in einem Interview die mangelnde Arbeitsproduktivität in seinem Heimatland beklagte.

Doch Bologna öffnet ein interessantes Fenster zum Osten. Tata Motors aus Indien zeigt den Minivan Aria und die Elektroversion des in Italien leidlich erfolgreichen Kleinwagens Indica. Der koreanische Geländewagenspezialist Ssangyong, der nach seiner Insolvenz von einem indischen Autobauer aufgekauft wurde, zeigt das für Ssangyong-Verhältnisse gar nicht mal hässliche SUV Korando. Great Wall aus China hat mehrere Pickups im Gepäck, dazu den Kompaktwagen Voleex und das Elektroauto Kulla.

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Italo-Chinese
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Elektroautos liegen in Bologna ohnehin voll im Trend. Der Schwerpunkt liegt dabei auf bezahlbaren Kleinwagen und nicht auf futuristischen Studien. Bei Tazzari präsentiert sich der Elektro-Zweisitzer Zero als "Special Edition" mit einer aufgefrischten Front samt LED-Tagfahrleuchten und zahlreichen Extras im Innenraum.

Die DR Motor Company zeigt den DR1 Electric, der mit einem Preis um 26.000 Euro viele andere Stromer locker unterbieten soll. Der Hersteller verspricht 150 Kilometer Reichweite und eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. DR ist ein italienischer Hersteller mit Sitz in Macchia d’Isernia. Die Autos basieren zum Teil auf chinesischen Fahrzeugen, werden aber in Italien gebaut.

Ein schillernder Newcomer namens "Bubble" soll den Preis des DR1 Electric sogar noch unterbieten. Die Firma Martin Motors will den Stromer für weniger als 20.000 Euro auf den Markt bringen. Basis ist die altbekannte Smart-Kopie Shuanghuan Noble aus China, die 2011 zunächst mit einem gewöhnlichen Vierzylindermotor und Preisen ab 9960 Euro nach Italien kommt. "Wir hoffen, im März 2011 auch die Elektroversion des Bubble verkaufen zu können", sagt Martin Motors-Sprecherin Viviana Martinelli.

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Corsa aufgefrischt
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Bei Opel fährt man mit dem Messe-Veteran Ampera ebenfalls elektrisch. Im Fokus stehen jedoch der geliftete Geländewagen Antara und der aufgefrischte Corsa. Der Kleinwagen verbraucht mit dem neuen 1.3 CDTI Ecoflex-Dieselmotor und Start-Stopp-Automatik nur noch 3,5 Liter pro 100 Kilometer. Land Rover zeigt die viertürige Version des neuen Evoque, die aber schon auf der Automesse in Los Angeles zu sehen war. Ferrari präsentiert den Mittelmotor-Renner 458 Italia in der Rennversion Challenge. Feintuning am Getriebe ermöglicht mehr Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen. Mit diversen Teilen aus Karbon und Lexan wurde außerdem das Gewicht im Vergleich zur Serienversion reduziert.

Fiat konzentriert sich ganz auf seinen sparsamen TwinAir-Motor. Fürs Auge gibt es das Sondermodell Fiat 500 Bicolore mit Zweifarblackierung – die Designideen der 50er Jahre lassen grüßen. Bei Lancia weist das Musa-Sondermodell 5th Avenue dezent darauf hin, dass die Marke bald Chrysler-Modelle in Europa vertreiben wird. Der Minivan Voyager wird dann auch Lancia heißen, steht in Bologna aber noch in gewohnter Optik auf dem Stand.

Insgesamt ist der Auftritt der italienischen Autobauer auf ihrer Heimatmesse schwach. Doch schon 2011 könnte der Fiat-Chrysler-Konzern eine Reihe von Neuheiten auf den Weg bringen. Auf dem Konzerntestgelände in Balocco soll bereits eine neue Offroad-Teststrecke angelegt werden. Die Branche wartet gespannt auf SUV-Modelle von Alfa Romeo, mit denen man BMW X1 und VW Tiguan in die Parade fahren will. Dann wird man bei der nächsten Bologna Motor Show vielleicht auf die ein oder andere Hostess verzichten und den Blick endlich wieder auf neue Autos lenken.

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Fotos: Viehmann
Ort: Bologna

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