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Reportage  Hintergrund: IAA für Nutzfahrzeuge

Wieder auf Achse



Brummis in Partystimmung: Nach dem Horror-Jahr 2009 blickt die Nutzfahrzeugbranche optimistisch in die Zukunft. Genau wie bei PKW ist aber auch bei LKW maximale Effizienz das Gebot der Stunde.

 
 Nutzfahrzeug-IAA
  
 Nutzfahrzeug-IAA  - Foto: Viehmann  Nutzfahrzeug-IAA - Foto: Viehmann  Nutzfahrzeug-IAA - Foto: Viehmann  Nutzfahrzeug-IAA - Foto: Viehmann  Nutzfahrzeug-IAA - Foto: Viehmann  Nutzfahrzeug-IAA - Foto: Viehmann

Wenn dieser LKW im Rückspiegel auftaucht, stockt einem der Atem. Haushoch ragt der MAN Concept S in den Himmel, mit undurchsichtigen schwarzen Scheiben und scharfen Finnen an den Seiten. Die Studie ist der Truck der Zukunft: Ein stromlinienförmiger und voll verkleideter Mega-Brummi, der problemlos eine Hauptrolle im nächsten "Transformers"-Kinofilm spielen könnte.

Hinter der spektakulären Optik verbirgt sich ein echter Spritverächter. Bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff könnte die Zugmaschine im Vergleich zu einem herkömmlichen 40-Tonner verbrauchen, rechnet LKW-Bauer MAN vor – vorausgesetzt natürlich, dass auch der Auflieger eine Stromlinienform bekommt.

Während sich bei der Automesse in Frankfurt alles um PKW dreht, regieren in Hannover auf der Nutzfahrzeug-IAA Trucks und Transporter, Feuerwehrautos und Müllwagen, Unimogs und Pick-ups. Acht von zehn Gütern in Deutschland werden per LKW transportiert. Von der Wirtschaftskrise wurde die Branche somit hart getroffen. Im vergangenen Jahr mussten Brummis und Transporter in fast allen Regionen der Welt mächtig Federn lassen. In Europa zum Beispiel wurden kaum 165.000 schwere LKW verkauft, das entsprach im Vergleich zu 2008 einem Rückgang um 48 Prozent. Bei den leichten Nutzfahrzeugen ging der Absatz um 33 Prozent zurück.

Doch die dunklen Wolken haben sich offenbar verzogen. Branchenexperten rechnen 2010 mit kräftigen Zuwächsen – bei schweren Nutzfahrzeugen zum Beispiel mit einem Plus von 42 Prozent in Westeuropa, 16 Prozent in Osteuropa, 34 Prozent in Südamerika und sogar 50 Prozent in Indien. "Die Krise ist vorbei", meint auch Volkswagens Nutzfahrzeug-Chef Wolfgang Schreiber. Die Wolfsburger hoffen 2010 auf einen Absatzrekord von 450.000 Fahrzeugen. Daimlers Nutzfahrzeug-Vorstand Andreas Renschler ist ebenfalls zuversichtlich: "Nach einem schwierigen Jahr geht es wieder nach oben", so Renschler.

Doch auch wenn sich die Auftragsbücher füllen, bleibt der Konkurrenzkampf hart. Zu etablierten Riesen wie Daimler mit seinen Partnern Setra und Fuso oder Renault und MAN kommt sogar eine kleine, aber wachsende Zahl chinesischer Hersteller. Der Bus-Produzent Kinglong zum Beispiel ist zum zweiten Mal auf der Brummi-IAA vertreten und hat fünf verschiedenen Modelle im Gepäck, die speziell auf EU-Märkte zugeschnitten sind.

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In Asien hoch im Kurs
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Kinglong hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 131 Busse und im ersten Halbjahr 2010 bereits 100 Busse nach Europa exportiert. Eine Kooperation mit dem britischen Nahverkehrsunternehmen Arriva soll das Tor nach Europa noch weiter aufstoßen. Vom Wachstum chinesischer Hersteller profitieren auch deutsche Zulieferer wie ZF, deren Getriebetechnik in Asien hoch im Kurs steht.

Neben Brummis und Bussen kommen auf der IAA zahlreiche Kleintransporter zu ihrem Recht. Bei Nissan wurde der NV200 mit einem Rundumsicht-Kamerasystem versehen, das Parkremplern den Kampf ansagt. VW präsentiert den überarbeiteten VW Caddy sowie die Single Cab-Version (Einzelkabine) des Pick-ups Amarok. Die Ladefläche ist gegenüber der Version mit Doppelkabine um 65 Zentimeter auf 2,2 Meter gewachsen, zwei Euro-Paletten finden auf der Pritsche Platz. Die Heavy-Duty-Federung ermöglicht eine maximale Zuladung von 1,26 Tonnen.

Die wichtigste Rolle spielt in Hannover das Thema Effizienz, schließlich wird in kaum einem Bereich so sehr auf die Kosten geschaut wie in der Nutzfahrzeugbranche. Techniken zur Verbrauchsreduzierung stehen im Brennpunkt, längst haben VW, Fiat und Co. spezielle Eco-Modelle im Angebot.

Auch die großen Brummer müssen sparen. Die Studie Iveco Glider zum Beispiel hat bewegliche Frontblenden, die den Cw-Wert des Trucks um bis zu acht Prozent verbessern und den Verbrauch senken.

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Prächtig geschmückt
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Bei den Kleintransportern spielt mittlerweile auch Elektroantrieb eine Rolle. Renault bringt den Kangoo Z.E. auf die Straße, Ford den Transit Connect Electric. Daimler startet die Fertigung des Elektro-Transporters Vito E-Cell zunächst in einer Kleinserie von 100 Fahrzeugen, ab 2011 sollen 2000 weitere dazukommen.

Der Branchengigant Volkswagen steht stromernden Transportern noch skeptisch gegenüber. "Nicht alle Konzepte in dieser Richtung sind auch praktikabel. Fahrzeuge mit reduzierter Nutzlast und Reichweite machen wenig Sinn", meint Nutzfahrzeug-Vertriebschef Harald Schomburg. VW wolle eine Lösung, die auch "finanziell erreichbar" sei. Die Wolfsburger testen sowohl den Caddy als auch den Transporter mit Elektroantrieb. "Wir können 2013 ein solches Fahrzeug ohne Einschränkungen bei der Nutzlast auf den Markt bringen", kündigt Harald Schomburg an.

Bei aller Beschäftigung mit Effizienz, Kostenkontrolle und neuen Abgasbestimmungen bleibt auf der Nutzfahrzeug-IAA für Fernfahrerromantik natürlich kaum Platz. Doch es gibt sie, die Nischen für gestresste Brummi-Piloten: Eine Sonderausstellung widmet sich historischen Fahrzeugen, und in einer der Hallen stehen prächtig geschmückte US-Trucks in Reih und Glied. Hier wird sich so mancher Berufskraftfahrer eine Welt wünschen, in der er wirklich König der Landstraße ist und nicht Sklave der Controller.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann
Ort: Hannover

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