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Reportage  Reportage: Picture Car Warehouse

Filmreif



Manchmal sind sie die eigentlichen Stars - bei »2 Fast 2 Furious« zum Beispiel. Doch viel öfter spielen sie nur die stillen und geschundenen Nebenrollen: Autos im Film. Hier kann man sie casten.

 
 Picture Car Warehouse
  
 Picture Car Warehouse  - Foto: Wolff  Picture Car Warehouse - Foto: Wolff  Picture Car Warehouse - Foto: Wolff  Picture Car Warehouse - Foto: Hersteller  Picture Car Warehouse - Foto: Wolff  Picture Car Warehouse - Foto: Hersteller

Ted Moser vermietet Autos. Seiner Firma ein paar Kilometer nördlich von Hollywood gehören über 700 Fahrzeuge - mal ein paar mehr, mal ein paar weniger. Und am liebsten sieht er sie verbeult auf dem Dach liegend, ineinander krachend, bei halsbrecherischen Verfolgungsjagden, durch die Luft fliegend oder auf der Flucht vor der Polizei. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dabei auch das verfolgende Polizeiauto von seinem Hof stammt. Ted Moser gehört "Picture Car Warehouse".

Was von der Straße aus wie ein x-beliebiges amerikanisches Autohaus aussieht, offenbart sich schnell als automobile Wundertüte. Polizeiautos, Taxis und Rettungswagen aus so ziemlich allen US-Großstädten und 70 Jahren Automobilgeschichte stehen im Hinterhof, fein säuberlich in Reih und Glied geparkt. "Das sind unsere Brot und Butter-Autos", sagt Moser. Daneben stehen Muscle Cars, Trucks, wild zusammengekloppte und echte Oldtimer, rassige Cabrios, aufgemotzte Offroader und langweilige FBI-Zivilfahrzeuge.

Wenn Fox für den späteren Kinoerfolg "Little Miss Sunshine" ein halbes Dutzend identischer VW-Busse aus den 70er Jahren braucht, dann liefert Moser die gelb-weißen Bullis ebenso prompt wie er dafür sorgt, dass nach dem großen Blackout zu Beginn der TV-Serie "Flashforward" die Straßenschluchten einer Großstadt mit zusammengekrachten und brennenden Autowracks übersät sind. Wenn K.I.T.T. in der Neuauflage von Knight Rider die Bösen jagt, dann hat ihn Mosers Firma vorher dafür präpariert. Und für "2 Fast 2 Furious" wurden dort 188 Fahrzeuge aufgebaut. Allein für die Autos waren 55 Drehtage und ein Etat von sieben Millionen Dollar angesetzt.

Selbstdarstellung Picture Car Warehouse

Das Picture Car Warehouse nur als Autovermietung für Kino- und Fernsehproduktionen zu bezeichnen, wäre denn auch stark untertrieben. Wer kein Auto von der Stange braucht, für den entwerfen und bauen Mosers Leute auch komplette eigene Vehikel. Oder sie rüsten bestehende Fahrzeuge so aus, dass sie einen spektakulären Film-Auftritt haben. In einer der Werkstätten zum Beispiel steht ein weißes Corvette-Cabrio aus den 60er Jahren. In ihm fuhr Eddie Murphy einst über die Leinwand. Damit sich das auch unkompliziert drehen ließ, bekam die Vette bei Moser vorne ein robustes Abschleppgestänge, mit dem sie an den vorausfahrenden Kamerawagen angekoppelt wurde. Eddie hing am Haken und musste nur noch so tun, als ob er lenkt.

In der Werkstattbox gleich nebenan steht eine schwarze Limousine mit komplett neuem Bremssystem. Über eine spezielle Hydraulik kann der Stunt-Fahrer damit nun besonders effektvolle Drifts hinlegen. Ein paar Meter weiter schleifen zwei Mann die rundliche Karosserie eines komplett selbst gebauten Kleinwagens glatt. Hinter dem Lenkrad steht noch ein Gartenstuhl aus Plastik. An der Wand der Werkstatt hängen die Konstruktionszeichnungen für das Gefährt - sie sehen aus wie eins zu eins aus einem Comic übernommen. "Wir können jedes Vehikel bauen, wenn wir nur einen Konzeptentwurf haben", sagt Moser.

Klicken Sie auf das Bild, um die Google-Map von  Los Angeles zu öffnen und das Picture Car Warehouse zu finden

Oft genügen schon ein paar Teile aus dem Fundus der schier unerschöpflichen Lagerhallen, um ein Auto so hin zu bekommen, wie der Regisseur es will. Ein Oldtimer in der Originalfarbe? Kein Problem: "Wir haben hier Farbmusterbücher aus allen Perioden des amerikanischen Automobilbaus", sagt Moser und führt durch seine Lackiererei: "Wenn Sie wollen liefern wir Ihnen das Auto absolut farbgenau - nach der Produktion läuft es durch die Waschstraße und sieht wieder wie ursprünglich aus."

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Am Computer entstehen Bemalungen für Karosserien - reale und futuristische. Auf Folie gedruckt werden sie später zum Beispiel auf Polizeiwagen geklebt. So fährt je nach Bedarf ein und der selbe Ford Crown Victoria nicht nur durch die Straßen von San Francisco Streife, sondern auch in jeder beliebigen anderen amerikanischen Stadt. Und da nicht nur das Stadtwappen den optischen Unterschied macht, liegen in meterlangen Regalen die verschiedensten Blau-, Rot- und Gelblichtbrücken für die Dachmontage bereit. Daneben Regalfluchten mit Reifen, Felgen, Türen, Scheinwerfern, Lenkrädern und Stoßstangen. "Wir werfen hier nichts weg", sagt Moser: "Weil wir nie wissen, ob und wann wir es noch einmal gebrauchen können."

In der eigenen Polsterei werden gerade die Sitze für drei Pontiac GTO Cabrios frisch mit Stoff bezogen. Die Autos müssen absolut identisch aussehen und werden abwechselnd in einer TV-Serie eingesetzt, ohne dass der Zuschauer merken soll, dass er es nicht mit einem sondern mit mehreren Autos zu tun hat. "Es gibt praktisch nichts, was wir hier mit einem Auto nicht machen können", sagt Ted Moser stolz. "Wir haben das Komplettangebot für alles, was Filmfirmen zum Thema Auto brauchen." Zur Not speckt er selbst Riesen ab. "Für die Country Music Awards etwa haben wir einen Truck und einen Muscle Car so weit ausgebeint, dass jeder von ihnen mit weniger als 600 Kilo auf die Bühne gerollt ist."

Viele der Autos werden hier nach einem rauen Dreheinsatz komplett auseinandergenommen und wieder auf Vordermann gebracht. Auf der Hebebühne steht ein roter Plymouth. Nach dem Einsatz als Nebendarsteller ist ein neuer Motor fällig. Was nicht mehr zu richten ist, das wandert trotzdem nicht in die Schrottpresse, sondern auf einen eigenen "Parkplatz" - für eine Kleindarsteller-Rolle als Autowrack reicht es allemal.

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Text:  Eine eMail an Jürgen Wolff schicken Auf Artikel linken
Fotos: Hersteller
Ort: Los Angeles

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