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Reportage  Reportage: New York Motorshow

Heimspiel am Hudson



Bei keiner anderen Automesse hat Mercedes-Benz so leichtes Spiel wie in New York. Dieses Jahr sind die Stuttgarter mit der neuen R-Klasse und dem SLS GT3 einmal mehr die Hauptdarsteller.

 
 NY Autoshow
  
 NY Autoshow  - Foto: Grundhoff  NY Autoshow - Foto: Grundhoff  NY Autoshow - Foto: Grundhoff  NY Autoshow - Foto: Grundhoff  NY Autoshow - Foto: Grundhoff  NY Autoshow - Foto: Grundhoff

New York selbst wird auch künftig kaum als Stadt der Autofahrer in die Annalen eingehen - doch die New York Motorshow hat sich längst fest im internationalen Messekalender etabliert. Doch in nicht die nach wie vor wenig überzeugenden US-Hersteller nutzen das Convention Center unweit des Hudson zum Heimspiel: In New York hat seit Jahren Mercedes-Benz fest die Hosen an.

In diesem Jahr war es das amerikanische Viererbob-Team, das die Weltpremiere von Mercedes R-Klasse und SLS GT3 stilecht vergoldete. Das US-Team rund um Pilot Steven Holcomb gewann bei den olympischen Winterspielen in Vancouver überlegen die Goldmedaille. Der Messeauftritt des Quartetts soll der gründlich überarbeiteten R-Klasse einen ähnlich erfolgreichen Neustart garantieren.

Bislang blieb die R-Klasse weit hinter den Erwartungen zurück. \"Beim neuen Modell haben wir bewusst SUV-Gene eingesetzt\", sagt Joachim Schmidt, bei Mercedes verantwortlich für Vertrieb und Marketing. \"Früher war die R-Klasse optisch ein Zwitter. Das ist vorbei.\" Die zweite Generation mit völlig neuem Gesicht hat ihren traurigen Blick verloren und soll so mehr Oberklasse-Kunden locken.

Und noch was Neues unterm Stern: Der Flügeltürer SLS ist gerade erst auf dem Markt, da können sich bereits die Clubsportler freuen. Der SLS GT3 zeigt auf der NYIAS, wie sportlich ein Supersportwagen aus Stuttgart aussehen kann.

Bei so viel Aufwand können die anderen deutschen Hersteller nur die Waffen strecken. Audi, Volkswagen, Porsche und BMW zeigen mit Exponaten wie R8 Spyder, Cayenne Hybrid oder X5 in New York die Modelle, die bereits auf früheren Messen ihre Weltpremieren zelebrierten und hoffen auf die finanzstarke Kundschaft zwischen Hamptons und dem Financial District. Allein Mini kann seinen neuen SUV Countryman in Downtown Manhattan stilecht in Szene setzen.

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Wo bleibt das Neue?
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Düster sieht es bei General Motors, der Chrysler Group und Ford aus – im Westen nichts Neues. Fiat ist sich nicht zu schade, den Chrysler Delta ein zweites Mal nach der Detroit Motorshow dem US-Publikum zu präsentieren. Ohne neue Produkte geht aber auch in Big Apple nicht viel. Daran ändert auch eine supersportliche Dodge Viper ACR-X wenig.

Seine Premiere feiert auf der New York Motorshow der neue Infiniti QX 56. Bisher war der QX 56 der Luxusbruder des erfolgreichen Oberklasse-SUV Nissan Armada. Die Größe ist geblieben, doch der neue QX ist in Sachen Design kein großer Wurf. Besonders die herausgearbeitete Motorhaube und das mächtige Heck lassen weniger an schmucke amerikanische Groß-SUV denn vielmehr an Designverfehlungen wie den SsangYong Rodius denken. Da gibt bei Infiniti deutlich sehenswertere Modelle.

Dynamischer lässt es Cadillac angehen. Die Kombiversion des sportlichen CTS-V Sport Wagon zeigt, dass sportliche Kombis nicht allein aus Süddeutschland kommen müssen. Imposante Leistungsdaten gepaart mit Familiengefühl gibt es längst auch in Nordamerika. Selbst wenn New York als Hauptstadt der Singles gilt – auch in diesem Jahr gibt es bei der New York International Autoshow wieder eine Reihe von Familienautos zu sehen.

Besonders viel Aufmerksamkeit gibt es für die Modelle Hyundai Sonata 2.0 Turbo/Hybrid, Kia Optima, der Suzuki Kizashi Sport oder den besonders sportlichen Subaru Impreza WRX STi. Wer es kleiner mag: Auch in New York darf es mittlerweile gerne eine Nummer kleiner sein. Das zeigen der Scion iQ, sein Coupé-Bruder Scion tC oder der Lexus CT 200h als Konkurrent für BMW 1er und Audi A3.

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Text:  Eine eMail an Stefan Grundhoff schicken Auf Artikel linken
Fotos: Grundhoff
Ort: New York

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