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Reportage  Reportage: Detroit Motorshow 2010

Kleine Hoffnung



Amerikas Autoindustrie geht es nach wie vor schlecht. Die gute Stimmung aus Los Angeles hat sich kaum zur Detroit Motorshow retten lassen. Selbst die, die strahlen, tun es meistens ohne Grund.

 
 Detroit Motorshow
  
 Detroit Motorshow  - Foto: Hersteller  Detroit Motorshow - Foto: Viehmann  Detroit Motorshow - Foto: Viehmann  Detroit Motorshow - Foto: Viehmann  Detroit Motorshow - Foto: Viehmann  Detroit Motorshow - Foto: Viehmann

Schien die Los Angeles Autoshow Anfang Dezember zumindest noch einen Achtungserfolg für die amerikanische Autoindustrie zu bringen, so sehen die Besucher der North American International Autoshow (NAIAS) wieder deutlich pessimistischer in die Zukunft. Auch wenn in der wenig schmucken Cobo-Hall im Herzen von Detroit mehr als 50 Neuheiten ihre Premiere feiern: Zuversicht und Aufbruchstimmung sehen anders aus.

Kein Wunder: Das Jahr 2009 war für die amerikanische Autoindustrie eine Katastrophe. Aus den einst mehr als 16 Millionen Neuzulassungen pro Jahr sind - geschönt - kaum mehr als zehn Millionen geworden. Die heimischen Hersteller beschwören zwar den Kämpfergeist der Patrioten - doch vieles in Detroit ist heiße Luft oder gute Miene zum bösen Spiel.

Unumstrittenes Messehighlight auf der NAIAS 2010 ist der Ford Focus. Der Hersteller aus Dearborn, nur ein paar Meilen südwestlich von Detroit, will 2010 zum Jahr der Wende machen. "Wir werden 2009 nicht vergessen. Das Jahr 2010 wird spannend für uns", strahlt Ford-Chef Alan Mulally zweckoptimistisch und klatscht sich wie bei einer Verkaufssendung im Werbefernsehen selbst Beifall: "Wir setzen dabei voll auf den neuen Focus."

Nachdem der europäische Fiesta in den USA eingeführt wurde und bisher zaghafte 4.000 Bestellungen vorliegen, soll der neue Focus nun die Kompaktklasse in die USA tragen. "Wir wollen bis 2012 insgesamt weltweit 25 Prozent mehr Autos verkaufen", gibt Fords Nordamerika-Chef Mark Fields die Losung aus. "Das sind insgesamt 3,4 Millionen Fahrzeuge. Gerade in der Kompaktklasse wollen wir dabei besonders wachsen."

Der Focus kommt Ende 2010 auf den Markt - zunächst in den USA und Anfang 2011 dann auch in Europa. Bis 2012 sollen zwei Millionen neue Focus-Modelle weltweit auf den Straßen rollen. Ford, von den drei großen US-Herstellern noch am besten dran und trotzdem stark angeschlagen, zeigt sich lernfähig. Die Verantwortlichen scheinen zu wissen, dass kleine Autos allein keinen Erfolg bringen werden. So gibt es einen neuen kraftvollen Fünfliter-V8-Motor für das Aushängeschild Mustang GT.

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Little Italy
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Beim Chrysler-Konzern steht die Welt nach wie vor Kopf. Das zeigt nicht nur der tonnenschwere Dodge RAM, der einen beim Besuch des Mehrmarkenstandes dachüber unter der Decke hängend empfängt. Der Mega-Stand im Herzen der Cobo-Hall beheimatet unter anderem alte Konzernmarken wie Dodge, Chrysler, Jeep, aber auch neue wie Fiat, Maserati und Ferrari.

Das richtige Konzept und neue Autos scheinen aber noch zu fehlen. Nicht nur deshalb ließen die Italo-Amerikaner eine Pressekonferenz schlicht ausfallen: Wenn die einzigen Neuheiten auf der Heimmesse Sport- und Elektroversionen vom Fiat 500 und ein Lancia Delta mit Chrysler-Kühlergrill sind, sieht es düster aus um den Informationsbedarf.

Auch General Motors kann die miserable Stimmung der vergangenen Monate kaum abstreifen. Neuheiten wie der kleine Chevrolet Aveo RS oder die Studie des GMC Granite, einer Mischung aus Opel Meriva und Scion xB, sollen zeigen, dass man die Zeichen der Zeit erkannt hat. Doch können ein Aveo oder der Buick Regal GS wirklich Mut für die Zukunft von General Motors machen? Dringend benötigte wirkliche Neuheiten fehlen auch hier. Moderne Triebwerke und zukunftsträchtige Technologien – auch abseits von Hybrid- und Elektrogedanken – ebenso.

Überraschend zurückhaltend zeigen sich Detroit die asiatischen Autohersteller. Honda, Toyota, Kia, Hyundai und Lexus – allesamt Schwergewichte auf dem US-Markt, scheinen die Detroit Motorshow in die zweite Reihe geschoben zu haben. Nissan und Infiniti haben sie ganz aus ihrem Kalender gestrichen. Honda setzt sich noch am auffälligsten in Szene und zeigt erstmals die Serienversion des CR-Z Hybrid, die Neuauflage des einstigen Spaßmachers CRX mit Teilzeit-Elektroantrieb.

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Image und Marktanteile
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Doch beim Design hat Honda schon länger keine glückliche Hand. Heck und Innenraum werden nicht nur in Europa für Gesprächsstoff sorgen. Mit der Studie FT-CH zeigt Toyota, dass Hybridantriebe zukünftig auch in kleineren Fahrzeugklassen Fuß fassen sollen. Rund einen halben Meter kürzer und deutlich leichter soll der City-Hybrid neue Kundengruppen erschließen, die hauptsächlich in der Stadt unterwegs sind.

Die deutschen Hersteller machen in Detroit Jahr für Jahr Druck. Schließlich wollen Volkswagen, Mercedes, BMW, Mini und Audi angesichts der schwachen US-Konkurrenz gleichermaßen Image und Marktanteile gewinnen. Neue Serienmodelle wie das Mercedes E-Klasse Cabriolet, der 340 PS starke BMW Z4 sDrive 35is oder der luxuriöse Audi A8 bekommen dabei ähnlich viel Applaus wie die Studien Mini Beachcomber, BMW Concept Active E oder die realitätsnahe Vision des VW New Compact Coupé (NCC). Das Coupé mit starken Anleihen an Audi A4 und A5 gibt einen Ausblick auf den nächsten VW Jetta, der 2011 auf die internationalen Märkte kommen wird. Die Hybridversion soll den Toyota Prius angreifen.

Audi spinnt in Detroit die Idee eines sportlichen Elektromobils weiter. Nach dem e-tron Nummer eins im Stile eines Audi R8 auf der Los Angeles Motorshow zeigt ein zweiter e-tron, dass es elektrisch auch kleiner geht. "Ähnlich wie beim quattro für unsere Allradler wollen wir e-tron als Markenbegriff für unsere Elektrofahrzeuge positionieren", erklärt Audi-Entwickler Thomas Kräuter den Namen. "Dieser e-tron ist mit 3,93 Metern Länge kleiner als ein Audi TT und leistet bei einem Gewicht von 1.350 Kilogramm 150 KW/204 PS. Dabei hat der Wagen einen reinen Heckantrieb."

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Text:  Eine eMail an Stefan Grundhoff schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann
Ort: Detroit

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