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Reportage  42. Essen Motorshow

Tage des Donners



Spärlich bekleidete Models strahlen mit polierten Felgen um die Wette. Auf den ersten Blick sieht es in Essen aus wie immer. Doch die Zukunft der Motorshow scheint ungewiss.

 
 Essen Motorshow
  
 Essen Motorshow  - Foto: Grundhoff  Essen Motorshow - Foto: Grundhoff  Essen Motorshow - Foto: Grundhoff  Essen Motorshow - Foto: Grundhoff  Essen Motorshow - Foto: Grundhoff  Essen Motorshow - Foto: Grundhoff

Harte Zeiten für die Veranstalter der 42. Essen Motorshow. Einst war die Tuningveranstaltung im Herzen des Ruhrgebiets auf dem besten Weg, sich zu einer bedeutenden Automobilmesse in Europa emporzuarbeiten. Autohersteller präsentierten – wenngleich auch überschaubare – sportliche Neuheiten und den Tunern wurden in den Messehallen am Grugapark ohnehin die Türen eingerannt.

Zigtausende von Besuchern gibt es noch immer. Aber die Zahl von Händlern und Käufern ist deutlich kleiner geworden. Diesmal dürften es allenfalls 300.000 Besucher werden. Hier und da hört man Murren und Knurren, wenn man zwischen dem Aushängeschild Halle 10/11 und den kleinen Hallen mit ferngesteuerten Hubschraubermodellen und Oldtimern unterwegs ist. Jetzt fährt der Essen Motorshow zudem noch die Messe Friedrichshafen mit ihrer Tuningworld am Bodensee in die Parade.

Die umtriebigen Veranstalter aus dem Süden wollen die Aussteller ab kommendem Jahr zu einem Konkurrenzevent nach Dortmund locken. In dem moderneren Messezentrum nur 35 Kilometer östlich von Essen, an der A40, soll Anfang November 2010 erstmals die Tuning- und Zubehörmesse "My Car" stattfinden. Sollten die Pläne aufgehen, sähe es düster aus für die etablierte Essen Motorshow.

Denn längst halten Auto- und Reifenhersteller, Zubehörfirmen und die großen Zulieferer ihr Geld beisammen und gehen nur noch auf die Messen, die wirklich etwas bringen.

Dazu gehört die Essen Motorshow seit Jahren nicht mehr. Außer Fiat und Skoda hat sich 2009 kein Hersteller in Essen eingefunden. Auffälligster Aussteller ist auch in diesem Jahr der Mercedes-Edeltuner Bodo Buschmann, für den das Ganze mit seiner Firma Brabus ein Heimspiel ist. Doch während er mit spektakulären Modellen wie dem Brabus E V12 oder imposanten Businessausführungen der S-Klasse die Muskeln spielen lässt, sieht es bei der Tuningkonkurrenz aus dem In- und Ausland meist düster aus.

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"Master of Desaster"
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Wer auf der Essen Motorshow interessantes sehen will, muss sowieso in die kleineren Hallen schlendern. Hier wird man auf Einzelstücke wie den stärksten Rolls Royce aller Zeiten aufmerksam. Der Hemi Hauler auf Basis des Rolls Royce Silver Shadow aus dem Jahre 1970 leistet unglaubliche 1.350 PS. Sein Wert: 700.000 Dollar.

Reifenhersteller Hankook zeigt nicht nur einen getunten Polizei-BMW vom Typ 123d, sondern auch den ungewöhnlich gestylten Lamborghini Murciegalo von Ed-Hardy-Designer Christian Audigier. Wem das noch nicht spektakulär genug ist, der träumt vielleicht beim 2.500 PS starken "Master of Desaster" von Beschleunigungsrennen auf der Viertelmeile. Der gefährlich dreinschauende Dragster beschleunigt Dank eines Littlefield-Kompressors in unglaublichen 6,5 Sekunden - auf Tempo 340.

Am Stand gegenüber geht es deutlich bodenständiger, aber kaum weniger innovativ zu. Hier präsentieren sich verschiedene Universitäten bei der Motorsportinitiative Formula Student. "Wir sind extra aus Deggendorf nach Essen gekommen", erzählt Elektrotechniker Stefan Schmidt. "Wir hoffen, hier neue Kontakte knüpfen zu können und Sponsoren für die nächste Saison zu finden."

Auf der Messe sind auch die 610-Kubikzentimeter-Renner des Jahres 2009 zu bestaunen. Derzeit entwickeln an der Universität Deggendorf 60 Studenten aus den verschiedenen Bereichen den Rennwagen für das nächste Jahr. Das aktuelle Modell dreht 12.000 Touren und muss sich auf Handlingkursen von Hockenheim oder Wachau gegen die Konkurrenz aus der ganzen Welt durchsetzen.

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Schrauben, was das Zeug hält
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Die Firmen in Essen heißen DTS, Motec, Enco, Oxigin, KW oder Speedart und haben sich dem Tuning von Autos jeglicher Art verschrieben. Porsche 911 Turbo, Opel Ascona, Nissan GT-R, Audi TT oder Mercedes SL. Eines hat sich in Essen auch bei der 42. Auflage der Motorshow nicht geändert: Vor allem kleinere Tuner, Veredler und Zubehörfirmen schrauben, was das Zeug hält.

Kein Auto ist zu luxuriös, zu schnell, langsam oder billig, als dass man ihm nicht noch breite Pellen, Schweller, Spoiler oder eine eigens geschneiderten Lederausstattung verpassen könnte. Da bekommt ein Mercedes SLR mattfarbene Flügel verliehen, wird ein VW Beetle trotz unzähliger Flachbildschirme zum Rennkäfer oder ein ganz und gar nicht sportlicher Nissan Maxima aus den frühen 90ern zum Luxusmobil.

Staunen können die Besucher in Essen Jahr für Jahr in der Oldtimerhalle. Hier sind traditionell die Preziosen vergangener Jahrzehnte zu bewundern. Ein weißer Porsche 356, das rote Ur-Käfer-Cabriolet oder ein Mercedes S 600 aus Scheich-Vorbesitz gehen hier ebenso auf Kundenfang wie Porsche 993 Turbo, Maserati Ghibli oder Rolls Royce Silver Spur.

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Was wird?
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Die Aufmerksamkeit in den Hallen mit den Modellautos ist noch größer. Modelle im Maßstab 1:24 sind bei einem Stand in Halle 4 gerade im Angebot. Die Zuschauer wühlen auf den Tischen. Ein Modell für zehn Euro – drei für 25 Euro - da zieht der Nachbarstand gleich nach.

Für viele ist die Messe in Essen nicht mehr der Verkaufsschlager. Gerade das Internet hat die Verkäufe der Zubehör- und Teileindustrie deutlich umgeleitet. Bleibt abzuwarten, was 2010 aus der Essen Motorshow wird. Denn zu allem Überfluss wurde auch der Messegründer und langjährige Organisator Wolfgang Schöller verabschiedet.

Künftig will die Motorshow zu ihren Ursprüngen als Szenetreff des Motorsports zurück. Noch weniger Veranstalter und ähnlich wenig Neuheiten wie in diesem Jahr wird man sich künftig kaum erlauben können. Traktor-Pulling, Hot Rods und ein paar nette Oldtimer auf dem Dreamcar-Boulevard allein sind kein wirklicher Ersatz.

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Text:  Eine eMail an Stefan Grundhoff schicken Auf Artikel linken
Fotos: Grundhoff
Ort: Essen

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