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Reportage  Reportage: Paris-Peking 7

Baltic Express



Wir touren weiter durchs Baltikum. Wo es die hässlichsten Briefkästen gibt, automobile Schätze in einer alten Scheune zu entdecken sind - und ein Riga, das einfach wunderschön ist: Eindrücke der sechsten Etappe.

 
 Paris-Peking 7
  
 Paris-Peking 7  - Foto: Viehmann  Paris-Peking 7 - Foto: Viehmann  Paris-Peking 7 - Foto: Viehmann  Paris-Peking 7 - Foto: Viehmann  Paris-Peking 7 - Foto: Viehmann  Paris-Peking 7 - Foto: Viehmann

Der Tag fängt ja gut an: Unsere Tourfahrzeuge stehen in einem Parkhaus. Einer der Shuttle-Busse vom Hotel fährt mit Schwung hinein - leider hat der Fahrer die Durchfahrtshöhe überschätzt. Knirschend fährt sich der Sprinter unter der Betondecke fest und bewegt sich keinen Millimeter mehr. Grummelnd laden die Fahrgäste ihr Gepäck aus und schleppen es zu ihren Fahrzeugen.

Der Aufbruch aus Vilnius am frühen Morgen fällt uns nicht wirklich schwer. Die Stadt hat zahlreiche schöne Ecken, wirkt aber an vielen Stellen, als sei der Ostblock nie zusammengebrochen. So lassen wir die tristen Wohnsilos und die von übergelaufenen Gullis überschwemmten Straßen hinter uns und peilen die lettische Grenze an.

Das Sonnenlicht taucht die Herbstlandschaft in leuchtende Farben. Es erinnert ein bisschen an Skandinavien: Viele Seen, noch mehr Wälder und nur vereinzelt ein paar Gehöfte. Die Autobahn ist so leergefegt wie die Wüste Gobi in der Rush Hour. Da ist es kein Wunder, dass hier schon mal Radfahrer unterwegs sind und es sogar Bushaltestellen gibt. Die Menschen müssen manchmal elend lange Strecken zurücklegen, um von der Haltestelle zu ihrem Dorf oder Hof zu gelangen. Auch die Post wird an einigen Stellen offenbar in Sammelkästen gelagert - rostige, häßliche Boxen mit einer drauf gepinselten Nummer.

Beim Grenzübertritt nach Lettland erwartet uns ein kleiner Vorgeschmack auf den russischen Zoll. Ohne ein Wort der Begrüßung greift sich der grimmige Zöllner unsere Reisepässe, verschwindet in seinem Kabuff und lässt sich zehn Minuten nicht mehr blicken. Als wir schon vorsichtig überlegen, ob man aus einer lettischen Gefängniszelle wohl seinen Anwalt anrufen darf, bekommen wir die Pässe wieder und dürfen passieren.

Was uns als erstes in Lettland auffällt: Die Leute fahren hier viel langsamer als in Polen oder Litauen. Wir schleppen uns mit der vorschriftsmäßigen Geschwindigkeit dahin. Die beiden Italien-Teams überholen uns wie üblich mit der Durchschnittsgeschwindigkeit italienischer Innenstädte (100 Km/h aufwärts) - ein paar Kilometer später gerät eins der Autos aber in eine Polizeikontrolle. Wir können uns beim Vorbeifahren ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Schon bald wird auch klar, warum in Lettland weniger gerast wird. Die Straßen sind extrem schlecht. Schlaglöcher und Pfützen so tief, dass Katzen darin ertrinken könnten, sind normal. Dementsprechend verdreckt sehen auch die meisten Autos aus.

In einem alten Bauernhof am Wegesrand aber entdecken wir durch Zufall einen lettischen Oldtimer-Sammler. Er ist sehr kamerascheu, öffnet für uns aber seine Hoftore. Den Scheunenfund, den sich jeder Oldtimer-Fan erträumt - hier kann man ihn noch machen. Eine russische Luxuslimousine und ein alter Ponton-Mercedes warten in ihren Garagen geradezu darauf, dass man ihnen wieder Leben einhaucht. In seiner feinsten Garage hat der Sammler allerdings wahre Raritäten stehen, perfekt restauriert und auf Hochglanz poliert. Ein Horch von 1939, ein alter Steyr und ein BMW 327 sehen aus, als seien sie gerade vom Band gerollt. Wir würden gern noch ein Weilchen bleiben, aber wie üblich drängt der Zeitplan.

Am frühen Nachmittag erreichen wir Riga - und verlieben uns sofort in diese Stadt. Die historische Altstadt strotzt nur so vor reich verzierten Jugendstil-Bauten, verwinkelten Gassen, prächtigen Brunnen und schicken Geschäften. Riga versprüht ein starkes westeuropäisches Flair. Die Letten sind stolz auf ihr Land, ihre Unabhängigkeit und darauf, dass sie zur EU gehören. Immer noch leben viele Russen in Lettland, aber Russisch ist nicht mehr die Amtssprache. Die junge und aufstrebende Stadt ist ein echtes Aushängeschild für das Baltikum. Besonders krass ist der Kontrast zu den ländlichen und armen Gebieten Lettlands, durch die wir vorher gefahren sind.

Morgen dann startet unsere vorletzte Etappe nach Tallinn. Dann wartet das Abenteuer Russland auf uns.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann

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