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Reportage  Reportage: Paris-Peking 3

Big Benz is watching us



Die erste Etappe der Langstreckenfahrt Paris-Peking ist geschafft. Warum französische Autobahnen so schön sind, wie wir navigieren und wozu der rote Knopf im Handschuhfach da ist - Impressionen von Paris bis Stuttgart.

 
 Paris-Peking 3
  
 Paris-Peking 3  - Foto: Viehmann  Paris-Peking 3 - Foto: Mercedes  Paris-Peking 3 - Foto: Viehmann  Paris-Peking 3 - Foto: Viehmann  Paris-Peking 3 - Foto: Viehmann  Paris-Peking 3 - Foto: Viehmann

Paris, Samstag morgen, acht Uhr. Langsam blinzelt die Sonne durch die Wolken. Unweit des Eiffelturms stehen in zwei Reihen mehr als 30 farbenfroh beklebte E-Klasse-Limousinen. 80 Fahrer, Dutzende Tourbegleiter und viele Zuschauer füllen langsam den Platz. Als ich und mein Fahrer-Kollege Thomas Müller von der Thüringer Allgemeinen unseren Wagen sehen, ist uns sofort klar: Das ist ganz klar einer der schönsten im Starterfeld.

Und unsere Heimat für die nächsten Tage. Der E 320 CDI mit Allradantrieb 4Matic wird nun bis St. Petersburg zumindest tagsüber unser Zuhause sein. Seiten und Haube sind weiß-blau lackiert und mit den kunstvoll gestalteten Logos eines der Hauptsponsoren verziert - ein großer Mineralölkonzern. Dessen Vorstand ist höchstpersönlich angereist, um dem Wagen beim Start die besten Wünsche mitzugeben. Wir versprechen ihm (mit leichtem Augenzwinkern), immer schön ordentlich zu fahren (besonders dann, wenn eine der vielen Fernsehkameras in der Nähe ist), keine 180-Grad-Wenden auf der Champs Élysées zu drehen - und vor allem: Nicht bei der gelbroten Konkurrenz zu tanken.

Dann kommt der Startschuss - und auf geht´s ins Pariser Verkehrsgetümmel. Wer einmal einen Kreisel mit sieben Ausfahrten und ohne Mittelstreifen zwischen den Fahrspuren erfolgreich gemeistert hat, schafft´s auch bis St. Petersburg - ach was: bis Peking. Aber Paris ist noch harmlos im Vergleich zu den Verkehrsverhältnissen, die uns in den nächsten Tagen erwarten.

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Wie aus dem Ei gepellt
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Die erste Etappe bis Nancy lassen wir äußerst relaxt angehen. Auf der Autobahn fährt es sich in Frankreich mit Tempomat am entspanntesten. Wer überholen will, blinkt einfach links - was in Deutschland von einigen schon als Nötigung empfunden wird, ist hier eine freundliche Bitte, der man gern nachkommt. Gedrängelt wird nicht. Stur links gefahren auch nicht - gelassen läuft´s. Dem kommen allerdings auch die Asphaltverhältnisse auf den (mautpflichtigen) Straßen entgegen. Während in Deutschland kein Autobahnabschnitt ohne Baustelle auskommt, wirken die französischen Autoroutes wie aus dem Ei gepellt.

In Nancy haben wir wenig Zeit zum Sightseeing. Der Place Stanislas und der Place de la Carrière mit ihrer fantastischen Architektur sind natürlich Pflicht. Die verschnörkelten Fassaden und verschwenderisch gestalteten Plätze gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.

Doch schon am ersten Tag stehen über 600 Kilometer an, also müssen wir nach einer kurzen Mittagspause weiter Richtung Stuttgart.

Zwischendurch machen Thomas und ich uns Stück für Stück mit der Technik vertraut. Unser Wagen ist vollgestopft mit Hightech und Ausrüstungsgegenständen. Es fehlen weder Feuerlöscher noch Klappspaten. Und bei der Navigation sollte eigentlich nichts schief gehen. Neben dem normalen Radio-Navigationssystem befindet sich ein spezielles Garmin GPS-Gerät an Bord, mit dem man weltweit navigieren kann. Dazu gibt es ein gedrucktes Roadbook, in dem die einzelnen Schritte erklärt sind.

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Die "Achse der Verwirrung"
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Während die Fahrt durch Frankreich noch ein Kinderspiel war, sind wir gespannt, wie sich die Systeme in den östlichen Staaten bewähren. Wir haben die Navis intern die "Achse der Verwirrung" getauft. Denn alle drei weichen manchmal in Kleinigkeiten voneinander ab. Unsere erste Faustregel lautet daher für die nächsten Tage: Immer nur ein System zur gleichen Zeit benutzen. Für den Notfall haben wir auch Straßenkarten an Bord - Sie wissen schon, diese bunt bedruckten Blätter, mit denen Ihre Eltern damals in den Urlaub gefahren sind (und die sie nie wieder richtig zusammengefaltet bekamen).

Jedes Fahrzeug ist auch mit CB-Funk ausgestattet. Eigentlich soll der Funk nur im Ausnahmefall benutzt werden, doch viele Fahrer halten gern ein Schwätzchen über den Äther. Wenn minutenlang italienisch oder chinesisch über CB-Funk gequasselt wird, hat das schon einen ganz besonderen Charme.

Das Nonplusultra an Bord ist allerdings der "e-Tracker". Die unscheinbare kleine Box im Handschuhfach hat es in sich. Mit diesem satellitengestützten System wissen die Tourleiter immer genau, wo sich jedes einzelne Fahrzeug befindet - und wie schnell es unterwegs ist. (Anmerkung der Redaktion: Und wir übers Internet auch immer.)

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Roter Alarm
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So ganz uneigennützig ist die Kontrolle natürlich nicht. Denn so sieht "Big Brother" Mercedes sofort, wer große Umwege fährt oder sich nicht an die Tempolimits hält.

Für den Notfall gibt es eine grüne und eine rote Taste. Grün bedeutet soviel wie "Wir haben ein kleines Problem" - etwa ein technischer Defekt. Dann ortet einer der Tourbegleiter das Fahrzeug und kommt zur Unterstützung. Der rote Knopf ist die Notfalltaste, etwa für den hoffentlich nie eintretenden Fall "Wir liegen auf dem Dach" oder "Fünf finstere Typen mit automatischen Waffen stehen um unser Auto herum und gucken so komisch". Dann gehen in jedem Wagen der Tourbegleiter sofort die Alarmglocken los.

Wir hoffen mal, dass wir den Knopf nicht brauchen - aber wir fahren ja anständig.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann

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