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Reportage  Reportage: Caravan Salon 2006

Roadster unterm Doppelbett



Jedes Jahr ist er wieder das Mekka für Camper und Reisemobilisten: der Caravan-Salon in Düsseldorf (bis 3.9.). Die dort gezeigten Ideen werden immer schicker, exklusiver, luxuriöser – und manchmal völlig abgedreht.

 
 Caravan Salon
  
 Caravan Salon  - Foto: Viehmann  Caravan Salon - Foto: Viehmann  Caravan Salon - Foto: Viehmann  Caravan Salon - Foto: Viehmann  Caravan Salon - Foto: Viehmann  Caravan Salon - Foto: Viehmann

"Pack’ die Badehose ein und den kleinen SLK - und dann nichts wie ab nach Garda ..." Unter diesem Motto könnte das Messe-Highlight der Firma Volkner Mobil stehen. Von außen sieht der Mega-Camper "Performance" fast aus wie ein Bus: 11 Meter lang, 14 Tonnen schwer, aufgebaut auf einem Volvo-Fahrgestell mit 430-PS-Dieselmotor. Der Clou steckt direkt unter Schlafzimmer und Bad - zwischen den Achsen parkt ein Mercedes SLK. Die Mini-Garage besteht aus einer hydraulischen Plattform, die sich per Fernsteuerung wie ein Bettkasten ein- und ausfahren lässt.

In die Schublade passt wahlweise auch ein BMW Z4, ein Peugeot 205 oder ein Mini Cooper Cabrio. "Sie könnten sogar eine E-Klasse mitnehmen - dann müssten wir Ihnen das Fahrzeug aber auf 12 Meter strecken", sagt Stephanie Emgen von Volkner Mobil. Alles kein Problem - schließlich baut das Wuppertaler Unternehmen den Luxus-Camper in Handarbeit und nur auf Bestellung.

855.000 Euro kostet der Spaß, inklusive Komplettausstattung mit flauschigem Doppelbett im Heck, Leder-Clubsesseln, edler Holzausstattung, gekacheltem Bad mit Dusche und ausfahrbarem Flachbild-Fernseher im Wohnbereich. Der SLK ist natürlich nicht im Preis enthalten. Aber den dürften die meisten ernsthaft interessierten Käufer ohnehin schon in der Garage stehen haben.

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"Auto im Auto" bleibt der Hit
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Das Kontrastprogramm dazu steht zwei Stände weiter: Ein Wohnmobil auf Fiat Ducato-Basis mit bunt gepolsterten Möbeln im Ikea-Stil und Chemie-Klo im Heck. Platz für einen SLK gibt’s nur als Modellauto auf dem Küchentisch – dafür ist das mobile Freizeitvergnügen mit 55.000 Euro wenigstens noch halbwegs erschwinglich.

Der Trend zum "Auto im Auto" ist in der Reisemobil-Branche nicht mehr wegzudenken. Der klassische Reisebegleiter ist – wen wundert’s – der Winzling Smart. Beim Hersteller TSL gibt es als Messeangebot für jedes verkaufte Groß-Mobil gar einen Smart gratis dazu - ein smarter Rabatt. Aber auch alte Mini Cooper Cabrios oder der Knuddel-Roadster Daihatsu Copen passen in die rollenden Garagen am Heck vieler Camping-Busse. Schließlich lässt sich ein drei Meter langen Roadster angenehmer durch die Kurven von Nizza lenken als ein zwölf Meter langes Wohnmobil.

Der Markt für Mega-Wohnmobile – der teuerste in Düsseldorf ausgestellte Luxus-Kreuzer kostet satte 1,2 Millionen Euro – ist allerdings winzig. Beim Branchen-Riesen Niesmann + Bischoff schätzt man den europaweiten Bedarf an über 250.000 Euro teuren Wohnmobilen auf etwa 300 pro Jahr.

Modelle wie Niesmann + Bischoffs Flagschiff ClouLiner 990SG entstehen denn auch nur auf Bestellung. Mit edlen Stoffen und Hölzern, feinsten Bad-Armaturen und hochgerüsteter Technik erinnern in solchen Schiffen nur noch die Schutzbügel an den Weinglas-Schränken daran, dass man sich nicht in einem 5-Sterne-Hotel befindet. Die einzige Beschränkung: Wohnmobile, die in Deutschland zugelassen werden sollen, dürfen nicht länger als zwölf und nicht höher als vier Meter sein.

Schäferstündchen in der Wohn-Kugel

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Outdoor-Abenteuer oder Familienurlaub
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Wem selbst solche Kreuzer nicht exklusiv genug sind, der muss zu Bischoff + Scheck gehen. Das Expeditionsfahrzeug "Manitou" auf MAN-Basis mit zuschaltbarem Allradantrieb zeigt schon durch den gewaltigen Überroll-Bügel an der Fahrerkabine und die fünf mächtigen Zusatzscheinwerfer im Dach, wohin die Reise geht: Überall, wohin man will.

Die obere Hälfte der Wohnkabine lässt sich aus- und einfahren, so dass das ansonsten 4,60 Meter hohe Ungetüm in Fahrt nur 3,60 Meter hoch ist. Etwa fünfmal pro Jahr werde solch ein Fahrzeug verkauft, sagt der Sprecher von Bischoff + Scheck. Und spricht vom "Snob-Effekt": "Das ist ein Fahrzeug für Leute, die sich auch aus einer elitären Masse noch abheben wollen." Zu den Kunden gehörten viele Käufer aus dem arabischen und osteuropäischen Raum.

Doch der Caravan-Salon hält auch reichlich rollende Heime bereit, die für Otto Normal-Camper noch erschwinglich sind. Sogar der gute alte Wohnwagen hat noch längst nicht ausgedient. Ihre Premiere auf der Messe feierte zum Beispiel die deutsche Marke Carado aus dem Hymer-Konzern. Mit einfach, aber gemütlich ausgestatteten Camping-Mobilen und Wohnwagen samt Doppelbett für die Kleinen liegt der Schwerpunkt auf Familienfreundlichkeit. Der Basis-Hänger von Carado ist ab 10.690 Euro zu haben.

Wer mehr Wert auf traute Zweisamkeit legt, kommt eher bei den Wohnwagen von "TabMe" auf seine Kosten. Die runden Winzlinge aus dem Tabbert-Konzern surfen beim Design voll auf der Retro-Welle und sind ab 6.690 Euro zu haben. Auf einer Fläche von drei mal zwei Metern bieten die Wohn-Kugeln die passende Schäferstündchen-Atmosphäre für lauschige Sommernächte.

So wird der ein oder andere Messe-Besucher mit wehmütigen Erinnerungen vor den Wohnwagen-Klassikern stehen, die in Halle 15 vor stilechter Kulisse aufgebaut sind: Kitschig-schöne Gespanne wie der Opel Ascona mit dem Mostard-Hänger "Yvonne" zeigen, dass Camping schon immer gemütlich war – auch ohne Roadster unterm Doppelbett.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann

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