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Reportage  Reportage: BMW Testcenter Arjeplog

Guten Rutsch



Schnee und Eis hatten wir diesen Winter wahrlich genug. Doch manche können gar nicht genug davon bekommen. BMW etwa. Die Münchner testen in einem neuen Center am Polarkreis ihre Autos auf Wintertauglichkeit.

 
 BMW Testcenter
  
 BMW Testcenter  - Foto: Viehmann  BMW Testcenter - Foto: Hersteller  BMW Testcenter - Foto: Viehmann  BMW Testcenter - Foto: Hersteller  BMW Testcenter - Foto: Hersteller  BMW Testcenter - Foto: Viehmann

Innerhalb von zehn Monaten hat BMW im schwedischen Arjeplog, nur 56 Kilometer südlich des Polarkreises, für 16 Millionen Euro ein nagelneues Winter-Testgelände mit allen Schikanen aus dem frostigen Boden gestampft. Zu Spitzenzeiten werden sich 100 bis 200 Tester und Ingenieure mit ebenso vielen Fahrzeugen auf dem Gelände tummeln. Denn fahrdynamische Systeme und Allradtechnik zu erproben wird für BMW immer wichtiger. Weltweit wird mittlerweile jeder vierte BMW mit dem Allradsystem X-Drive geordert.

Zu den fest installierten Teststrecken gehören unter anderem asphaltierte Steigungshügel und ein Schachbrett-Kurs mit abwechselnd Asphalt und Eisflächen. Damit ein Teil der Strecke eisfrei bleibt, haben Bauarbeiter mehr als drei Kilometer Heizleitungen im Boden verlegt. In speziellen Kältekammern kann dagegen die Temperatur auf arktische Werte gesenkt werden, wenn Autos absolute Härtetests durchlaufen müssen.

Der größte Teil des Testgeländes wird jedoch jedes Jahr neu angelegt und täglich neu präpariert: Auf dem zugefrorenen Kakel-See, direkt neben dem Testcenter, befinden sich kilometerlange Handling-Kurse und Kreisbahnen. Die größte ist an der Innenseite spiegelglatt vereist und außen aufgeraut, so dass man in schnellen Kurvenfahrten die Reaktion des Fahrzeugs bei unterschiedlichen Haftungsverhältnissen testen kann. Wenn die Grenzen der Fahrdynamik überschritten werden und die Gesetze der Physik unbarmherzig zugreifen, kann hier kaum etwas passieren: Platz zum Driften und Schleudern ist auf den Kursen genug - der nächste Baum ist immer viele hundert Meter entfernt.

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Eismacher
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Verantwortlich für die Strecke sind die "Icemaker", schwedische Spezialisten, die das Eis besser kennen als ihre Westentasche. Mit Hubschraubern wird der Schnee vom See gewirbelt, damit er richtig "durchfriert". Tonnenschwere Räumgeräte präparieren jeden Tag die Strecken. Das Eis ist nur 0,85 bis ein Meter dick, aber es trägt gewaltige Lasten. Spaßeshalber verteilen die Tester manchmal Schwimmwesten an einen neuen Kollegen. "Zieht er sie an, wissen die alten Hasen gleich: Der war noch nie hier", scherzt ein Tester.

Zu den Teststrecken kommt die komplette Infrastruktur: Werkstätten, Waschanlagen, Garagen, Büros. Alle Gebäude sind niedrig gebaut, um die Heizkosten gering zu halten. Auch Wasserstoffautos können auf dem Gelände getestet und betankt werden.

Bislang hatte BMW an vier bis zu 700 Kilometer voneinander entfernten Stützpunkten Teststrecken - vom schwedischen Arvidsjaur bis zum finnischen Ivalo. Auch in Arjeplog sind die bayrischen Autobauer schon lange aktiv. "Angefangen haben wir vor 32 Jahren mit einer gemieteten Doppelgarage, das Hotelzimmer war gleichzeitig das Büro", erzählt Dieter Stoll, bei BMW für den neuen Erprobungsstützpunkt verantwortlich.

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Minus-Rekord
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Die Entscheidung, alle Testaktivitäten in Arjeplog zu bündeln, fiel vor allem wegen der idealen Testbedingungen. "Zwischen November und April herrschen hier relativ konstante Temperaturen von durchschnittlich minus 10 Grad Celsius", erklärt Stoll. Konstante Verhältnisse sind wichtig, damit Tests jederzeit wiederholbar und die Ergebnisse vergleichbar sind. Aber auch klirrende Kälte ist in Nordschweden nichts Ungewöhnliches. In einigen Nächten fällt das Thermometer rapide ab - in Arjeplog wurde sogar der schwedische Kälterekord von 52,7 Grad minus gemessen.

Entschädigt wird man durch die faszinierende Landschaft. Zugefrorene Seen, idyllische verschneite Wälder, so weit das Auge reicht. Zwischendurch sorgen die typischen schwedischen Holzhäuser für einen gelben oder roten Farbtupfer.

Nicht nur BMW, auch viele andere Unternehmen haben im Umkreis von Arjeplog ihre Testgelände. Der Reifenhersteller Continental beispielsweise hat ein gewaltiges Testareal im nahen Arvidsjaur, in dem sich auch der Flughafen der Region befindet. Die Autotester sind für die Nordschweden ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. In der Gemeinde Arjeplog, auf einer Fläche so groß wie Belgien, leben 3300 Menschen. Außer Forstarbeit und Rentierzucht sind die Testgelände die wichtigsten Arbeitgeber. Icemaker, Baufirmen, Transportdienste, Hotels und nicht zuletzt die Tankstellen leben von den Autofirmen. Der schwedische Staat hat deswegen sogar den Bau des BMW-Testgeländes subventioniert. Mit Erfolg: Die Arbeitslosenquote in der Region beträgt gerade einmal 4,6 Prozent.

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Text:  Eine eMail an Sebastian Viehmann schicken Auf Artikel linken
Fotos: Viehmann

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