| Kurz & bündig | | [+] geräumiger und vielseitiger Innenraum, gute Sitzhöhe, gutes Fahrwerk | | [-] durstiger Motor, knappe Serienausstattung |
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Wir zeigen im Praxistest, was der pfiffige Meriva kann. Nach rund einem halben Jahr auf dem Markt hat sich das kleine Raumwunder etabliert. Mit seinem knackig-frechen Outfit und dem variablen Innenraum hat er im Markt kaum Gegner. Mit einer Länge von gerade 4,04 m überzeugt er Rüsselsheimer innen und außen mit vielen pfiffigen Details. Bereits der erste Auftritt schafft Freunde. Mit seinen großen Scheinwerferaugen und der flach ansteigenden Front hebt er sich vom Designeinerlei auf unseren Straßen angenehm ab. Die leicht rundliche Dachlinie und die beachtliche Höhe zeigen, dass es im Innenraum durchaus geräumig zugeht. Hier haben auch Erwachsene Platz. Ebenfalls sehenswert das klar gestylte Heck mit den nach oben strebenden Heckleuchten.
Beeindruckend der Radstand, der mit einer Länge von knapp 2,70 m fast die Dimensionen des großen Bruders Zafira hat. So verfügt der Meriva sowohl vorn als auch hinten über ausreichend Platz für Beine, Schultern und Kopf. Den besten Eindruck macht das neue Raumwunder als Viersitzer. Hierbei wird der mittlere fünfte Sitzplatz im Fond einfach nach unten weggeklappt. Die Neigung der Fondsitze kann verstellt werden. Optional kann in der Fondmitte ein „Travel-Assistant“ montiert werden. Der hat sich bereits im Opel Signum bewährt. Diese variable Modulbox bietet neben einer bequemen Armauflage, zwei Getränkehalter und eine geräumige Staubox. Ebenfalls optional erhältlich ist ein zusätzliches Audiosystem für die Rücksitzbank. So können die Fondpassagiere ihr Musikprogramm unabhängig von den Einstellungen vorn selbstständig bestimmen. Eine Wohltat für stressgeplagte Eltern auf der langen Urlaubstour. Wer es mit seinen Kindern besonders gut meint, kann sogar ein DVD-Entertainment-System einbauen lassen.
Dieselmotor die bessere Variante
 Der Opel Meriva ist mit drei Benzinmotoren zwischen 87 und 125 PS und zwei Dieselaggregaten mit 75 und 100 PS zu bekommen. Besonders souverän ist das Topmodell Meriva 1.8 unterwegs. 92 KW / 125 PS machen dem Fronttriebler mächtig Beine. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei gemessenen 194 km/h; den Spurt 0 – 100 km/h schafft er in 11,5 Sekunden. Das maximale Drehmoment von 165 Nm liegt bei 4.600 U/min an. Diese Fahrleistungen können sich sehen lassen; doch im Alltagsbetrieb zeigt sich der Meriva 1.8 als überaus durstig. Unter die Zehn-Liter-Marke ist er mit gezügeltem Gasfuss zu bekommen. Der Durchschnittsverbrauch von 9,7 Litern Super auf 100 km liegt deutlich über der versprochenen Werksangabe von 8,2 Litern. Wer es etwas flotter angehen lässt, wird sich über den Durst den kleinen Blitzes wundern. Zwölf Liter sind auf der Autobahn ohne Probleme drin. Wer auf längeren Strecken unterwegs ist, sollte daher zum Meriva mit dem drehmomentstarken 1,7-CDTi-Triebwerk greifen. Dann liegt der Verbrauch trotz munterer 100 PS bei rund sechs Litern. Leider gibt es hier jedoch keinen Partikelfilter und kein Euro 4.
Das Fahrwerk zeigt sich ausgewogen und passt gut zum Charakter des Opels. In schnellen Kurven merkt man dem Meriva allerdings seine Höhe an. Ansonsten profitiert er von seinem langen Radstand und den kurzen Überhängen. Das bringt Ruhe in die Karosserie. Im Grenzbereich schiebt der deutlich, aber kalkulierbar über die Vorderachse. Die elektrische Lenkung präsentiert sich leichtgängig und passt sich der Geschwindigkeit an. Der Bodenkontakt könnte jedoch besser sein. Die serienmäßige Fünfgang-Schaltung konnte beim Testfahrzeug nicht vollends überzeugen. Mitunter zeigte sich das Getriebe als störrisch. Der Opel Meriva ist in den drei Ausstattungslinien "Essentia", "Enjoy" und "Cosmo" zu bekommen. Das jeweilige Paket lässt sich mit umfangreichen Extras zielgenau auf den Kunden zuschneiden. So bietet der Meriva optional unter anderem Xenon-Scheinwerfer (760 Euro), Klimaautomatik (1.665 Euro), ein DVD-Entertainmentsystem (1.990 Euro) oder zwei Schiebedächer (1.175 Euro). Beheizbare Ledersitze sind für 1.545 Euro eine klasse Sache, auch wenn das Meriva-Leder hochwertiger anmuten dürfte. Zudem ist die Sitzheizung nur einstufig. Weitere sinnvolle Komfort-Extras sind dunkle Seitenscheiben (160 Euro), das CD-Navigationssystem (1.785 Euro) oder die elektronische Einparkhilfe für 395 Euro. Angesichts des Lifestyle-Anspruchs ist die Serienausstattung allzu mager. Ärgerlich, dass Selbstverständlichkeiten wie eine Klimaanlage (1.110 Euro), die Travel-Modulbox (80 Euro) oder die Klapptische (70 Euro) extra geordert werden müssen. Elektrische Fensterheber vorne und hinten sind normalerweise lange Standard.
Serienmäßig ist dagegen das variable Ladevolumen. Das liegt je nach Position der Sitze zwischen 350 und 1.410 Liter. Die Zuladung beträgt 455 kg. Auf Wunsch lässt sich der Stauraum bei umgelegtem Beifahrersitz auf beachtliche 2.000 Liter erweitern. Dank der niedrigen Ladekante und weit einer aufschwingenden Kofferklappe lässt sich der Opel problemlos beladen. Selbst Fahrräder, eine komplette Taucherausrüstung oder ein praxisgerechter Mini-Umzug macht der Meriva möglich. Die Passagiere freuen sich zudem über die leicht erhöhte Sitzposition. Vorne und hinten geht es bequem zu. Allerdings könnte die Sitzfläche etwas länger sein. Die Armaturen und Bedienelemente zeigen sich im bekannten Opel-Outfit. Sie sind übersichtlich und geben keine Rätsel auf. Etwas mehr Liebe zum Detail hätten die Opelaner jedoch durchaus an den Tag legen können. Schließlich soll gerade die junge Kundschaft gelockt werden.
Auch die Sicherheit soll beim jüngsten Rüsselsheimer Sprössling nicht zu kurz kommen. Jedoch kann die Meriva-Serienausstattung hier nicht vollends überzeugen. So bietet er neben dem DSA-Sicherheitsfahrwerk unter anderem eine elektrische, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, ABS mit EBV, Front- und Seitenairbags. Kopfairbags gibt es leider nur optional in Verbindung mit Aktivkopfstützen für 380 Euro. ESP gibt es für die Benzinmodelle und den Top-Diesel ebenfalls nur gegen 525 Euro Aufpreis. Die Einstiegspreise für den Opel Meriva liegt bei 13.715 Euro. Der edel ausgestattete Meriva 1.8 Cosmo mit der ein oder anderen Annehmlichkeit kostet jedoch schnell 18.000 Euro oder mehr.
| Technische Daten | | Opel Meriva 1.8 Cosmo | | | Motor | | Reihe | | | Zylinder | 4 | | | Hubraum (cm³) | 1796 | | | Leistung (kW / PS) | 92/125 | | | Zuladung(kg) | 455 | | | Gesamtgewicht (kg) | 1835 | | | 0-100 km/h (s) | 11,3 | | | Vmax (km/h) | 192 | | | Verbrauch (L/100 km) | 8,2 | | | Kraftstoff | Super | | | Grundpreis (€) | 16.250 | |  |  | Mehr Daten & Preise finden Sie in unserem Katalog |  |  |
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