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Nissan Qashqai   Neuvorstellung: Nissan Qashqai

Cash mit Käsch-Kai



Almera war gestern – Nissan setzt in der Kompaktklasse künftig auf einen SUV mit Namen Qashqai. Der lifegestylte Crossover, der die Kompaktklasse aufmischen soll, ist nach einem Nomadenstamm im Iran benannt - und wird von Nissan-Mitarbeitern intern längst "Cash" gerufen.

 
Nissan Qashqai
  
Nissan Qashqai  - Foto: Wolff Nissan Qashqai - Foto: Hersteller Nissan Qashqai - Foto: Hersteller Nissan Qashqai - Foto: Hersteller Nissan Qashqai - Foto: Hersteller Nissan Qashqai - Foto: Wolff

Ausgesprochen wird Qashqai ähnlich wie: Käsch-Kai. Aber zumindest intern hat er bei den Nissan-Mitarbeitern seinen weniger q-eren Spitznamen schon weg: "Cash". Cash heißt im englischen so viel wie (Bar-)Geld. Und Geld soll der neue kompakte Crossover in die Konzernkasse spülen. Das ist auch nötig: In den ersten sieben Monaten diesen Jahres sind die Verkäufe in Europa um fast 16 Prozent zurückgegangen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen. Jährlich mehr als 100.000 Stück sollen im britischen Nissan-Werk Sunderland vom Band laufen und weltweit verkauft werden.

Für Renault/Nissan-Chef Carlos Ghosn markiert der Qashqai denn auch die Trendwende für Nissan und die Kompaktklasse gleichermaßen. Was sich dort an Autos tummele, sei "nützlich, aber einfallslos, berechenbar sowie ohne Herz und Leidenschaft". Der Konkurrent von Klassikern wie Golf und Focus ist bei Nissan das erste größere Modellprogramm unter europäischer Leitung.

Die Grundlinie des 4,31 Meter langen Asiaten ist durchaus dynamisch. Dominiert wird das Gesicht von einem mächtigen Nissan-Logo in U-Form. Die Frontscheinwerfer sind lang und spitz in den Bereich der vorderen Kotflügel hineingezogen, die leicht ansteigende Motorhaube ist modisch gefalzt. Die Frontschürze mit den eingelassenen Nebel-Spots reicht tief, die Radkästen sind leicht ausgestellt. Das ein wenig an den Nissan Murano erinnernde Heck als Abschluss der coupéhaft geschwungenen Seitenlinie wird optisch von den beiden in die Heckklappe eingezogenen Rückleuchten dominiert. Die Heckklappe schwingt nach oben auf - Personen über 1,80 Meter können sich unter ihr allerdings allenfalls leicht gebückt bewegen.

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Extra-Punkten
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Der Laderaum ist für ein Kompaktmodell durchaus üppig. Und auch bei der Ausstattung will Nissan besonders punkten. Eine getrennt regelbare Klimaanlage etwa ist serienmäßig, Annehmlichkeiten wie ein Panoramadach gibt es gegen Aufpreis.

Das Innere macht einen optisch ansprechenden und durchaus hochwertigen Eindruck. Kleiner Verarbeitungsmängel bei den Präsentationsfahrzeugen sollten bis zur Serienfertigung ausgebügelt sein. Die Instrumente sind asymmetrisch zum Fahrer hin ausgerichtet und nach dem ersten Eindruck übersichtlich. Platz ist bei einem Radstand von 2,63 Metern zumindest vorn ganz ordentlich. Enger geht es da schon auf der Rückbank zu: Größeren Zeitgenossen kommt das Dach bedenklich nahe. Und die Kniefreiheit kann bei zurückgeschobenem Fahrersitz ganz schön knäpplich werden.

Ganz neu ist der Qashkai nicht. Eingefleischte Nissanfans werden sich die an die Studie auf dem Genfer Salon des Jahres 2004 erinnern. Nach zweieinhalb Jahren Entwicklung in Nissans technischem Zentrum Cranfield soll die Serienversion nun Ende September auf der Auto Show in Paris erstmals dem breiten Publikum vorgestellt werden.

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Megan als Basis
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"Er vereint die Kraft eines Sportwagens mit der Souveränität eines SUV", schwärmte Ghosn schon mal vorab bei der Weltpremiere in Paris. Locken soll er vor allem die Käufer, denen ein konventioneller Vertreter der Kompaktklasse zu langweilig, ein üblicher SUV aber zu groß und aggressiv ist. Und vor allem soll er neue Käufer zur Marke locken. 80 Prozent der Qashqai-Kunden, so hofft Ghosh, werden sich mit ihm zum ersten Mal einen Nissan kaufen.

Zugrunde liegt dem neue Nissan die Plattform des Renault Megané. Und auf den ersten, flüchtigen Blick sieht der 4,31 Meter lange, 1,61 Meter hohe und 1,78 Meter breite Qashqai in etwa aus wie eine Mischung aus Touareg und Golf Plus. Oder wie ein geschrumpfter Murano.

Als Motoren stehen für den Qashqai zunächst zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren zur Wahl - alle kombinierbar mit 5- und 6-Gang-Schaltgetriebe, Sechs-Stufen-Automatik oder stufenlosem CVT-Getriebe. Bei den Benzinern markiert ein 1,6-Liter-Aggregat mit 84 kW/115 PS den Einstieg, der stärkere 2,0-Liter-Motor kommt auf 103 kW/140 PS. Als Diesel sind ein 1.5 dCi mit 78 kW/106 PS sowie ein 2.0-Turbodiesel mit 110 kW/150 PS und serienmäßigem Rußpartikelfilter vorgesehen. Regulär geht die Antriebskraft des Nomaden ausschließlich auf die Vorderräder. Für die größeren Motoren kann man aber auch den Allradantrieb aus dem X-Trail ordern. Geländegängig, wehrt Nissan schon mal vorsorglich ab, wird er dadurch aber nicht. ABS, Bremskraftverstärker und ESP gehören zum Lieferumfang.

Ab Februar kommenden Jahres soll der Qashqai bei den Händlern stehen. Über den Preis schweigt man sich bei Nissan noch aus. Unter der Hand wurde allerdings immer wieder ein Einstieg um 19.000 Euro genannt. Verkauft werden soll der Qashqai auch in Nissans Heimatmarkt Japan - allerdings nicht mit dem Q-Wort am Heck sondern unter dem weniger ver-q-ueren Namen Dualis.

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Fotos: Wolff

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