Es scheint wie eine unendliche Geschichte. Der Mazda MX-5 ist ein echter Evergreen geworden. Jedes Frühjahr bevölkern von einem Tag auf den anderen die japanischen Zweisitzer unsere Straßen. Seit 1989 ist der MX-5 auf dem Markt - jedes Jahr erlebt er seine Wiedergeburt.
[+] Sehr gute Verarbeitung, gute Kurvenlage, hohe Verwindungssteifigkeit, gute Übersichtlichkeit, kräftiger Motor, Heckscheibe beheizbar, leicht zu handhabendes Verdeck, präzises Getriebe mit kurzen Schaltwegen
[-] Kein Überschlagschutz, fummelige Persenning, unverkleidetes Gestänge im Verdeck
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Seit dem Jahre 2000 ist der offene Spaßmacher sogar im Guinness Buch der Rekorde – kein Roadster verkaufte sich weltweit besser. Mittlerweile wurden mehr als 700.000 Fahrzeuge verkauft. In Europa sollen es dieses Jahr wieder rund 14.000 Stück werden. Verändert hat sich der MX-5 in den vergangenen 15 Jahren nur unwesentlich. Am auffälligsten das optische Update im Jahre 1998. Seither ist der Mazda – zum Leidwesen vieler Fans – ohne die Froschaugenscheinwerfer unterwegs. Dafür gab es fortan eine heizbare Heckscheibe und Scheinwerfer, die ihren Namen verdient hatten. Zum Modelljahr 2004 treten die neuen Modelle mit wie einem deutlich verbessertes Lautsprechersystem und einen neuen Windstop an. Geblieben ist dem MX-5 ein unvergleichliches Roadsterfeeling. Knapp über dem Boden sitzend geht es mit geöffnetem Dach über kurvige Landstraßen oder entlang der städtischen Flaniermeilen.
In den Sportsitzen sitzt man selbst mit hühnenhaften Maßen noch halbwegs bequem - zumindest bei geöffnetem Dach. Wer mit dem MX-5 im Winter unterwegs ist oder auf Reisen geht, muss Abstriche machen. Das Dach ist kaum mehr als eine dünne Badehaube. Die Geräuschkulisse im Innenraum ist gewaltig, egal ob mit oder ohne Dach. Bei der Fahrt in den Urlaub heißt es, sich auf das Nötigste zu beschränken. Der Kofferraum schluckt läppische 144 Liter. Ablagen im Innenraum sind ebenfalls rar. In punkto Sicherheit gibt es Licht und Schatten. Zum einen schafft der Frauenliebling im Eurocrash NCAP vier Sterne. Auf der anderen Seite sieht es bei einem Überschlagcrash schlecht für die Passagiere aus. Zudem gibt es im MX-5 lediglich Frontairbags und ABS. Ein elektronisches Stabilitätsprogramm fehlt ebenso wie Seitenairbags.
Knackig wie ein Joystick
Im Laufe der Jahre ist der Mazda nicht größer, aber erwachsener und stärker geworden. So leistet das Basismodell mit 1,6 Litern Hubraum heute 81 kW/110 PS, die Topversion MX-5 1,9 wilde 146 Pferdestärken. Angesichts des niedrigen Leergewichts lässt der Fahrspaß bei beiden kaum Wünsche offen. Wer es krachen lässt, hat Probleme die Kraft auf die Hinterräder zu bekommen. Denn roadstertypisch wird der MX-5 über die Hinterachse angetrieben. Den Spurt 0 – 100 km/h schafft der 1,6-Liter in 9,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 191 km/h. Der knapp vier Meter lange Flitzer verbraucht unter acht Liter Super auf 100 km. Aufgrund von betagter Technik schafft er nur die Euro-3-Norm.
Knackig wie eh und je präsentiert sich die Handschaltung, die wie ein Joystick perfekt in der Hand liegt. Die Gänge schnacken lässig ein und sind zusammen mit der präzisen Lenkung ein wichtiger Bestandteil des Fahrspaßes. Der Mazda MX-5 wurde insbesondere deshalb zum Erfolg, weil er das Segment der günstigen Roadster nach Jahren des Tiefschlafes neu belebte. Ehemals hatten die offenen Zweisitzer aus England und Italien den Markt beherrscht. An dem günstigen Preis hat sich über die Jahre nicht viel geändert. Kostete der damalige MX-5 mit 1,6-Liter-Motor und 115 PS umgerechnet 18.150 Euro, so liegt der Einstandspreis der Basisversion heute bei 19.990 Euro.