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Mazda 3   Neuvorstellung: Mazda3

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Die neuen Modelle Mazda6, Mazda2 und CX-7 haben den Japanern zuletzt viel Applaus eingebracht. Jetzt kommt der neue Mazda3 – zunächst als Limousine dann als Schrägheckversion. Hier die ersten Infos.

 
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Mazda3 MPS

Ob aus dem riesigen Schatten des VW Golf in den nächsten Jahren überhaupt einmal ein Konkurrent heraustreten kann, das erscheint angesichts der europäischen Vorlieben unwahrscheinlich. Doch im kommenden Frühjahr will Mazda mit einem neuen Dreier die Kompaktklasse angreifen. Dessen Chancen sind überschaubar - denn trotz unbestritten großer Qualitäten kam auch das aktuelle Modell über eine Statistenrolle im Volumensegment kaum hinaus.

Gerade in Deutschland hat es der Mazda3 besonders schwer. VW Golf, Opel Astra und Ford Focus auf einen, Peugeot, Renault, Toyota oder Kia auf der anderen Seite – da blieb bislang für einen sehenswerten und betont fahraktiven Mazda3 kaum mehr als die dritte Reihe. Natürlich soll sich das mit der Neueinführung eines Modells ändern - und so sprachen sich die Zoom-Zoom-Japaner bei der Entwicklung des neuen Kompaktmodells denn auch viel Mut zu.

Knapp vier Jahre lang wurde entwickelt und gewerkelt - nicht nur im japanischen Stammwerk, sondern auch auf Millionen von Testkilometern, die unter anderem in den USA, Deutschland und auf Island abgespult wurden.

Was der neue Mazda3 optisch kann, davon können sich die Besucher auf der Los Angeles Autoshow Mitte November ein erstes reales Bild machen. Da dem Mazda3 in den USA eine besondere Bedeutung zukommt, feiert er als viertürige Stufenheck-Limousine hier seine Weltpremiere. Die Europa-Version wird einen knappen Monat später auf der Automesse in Bologna enthüllt. In den Handel kommt der 3er-Mazda dann im nächsten Frühjahr.

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Muskulöse Schulter
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Vom Vorgänger wurde seit Produktionsstart vor gut fünf Jahren mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge verkauft - mehr als von jedem anderen Mazda-Modell. Entsprechend groß war der Druck bei der Entwicklung. Anders als beim neuen Mazda2 oder der Neuauflage des Mazda6 haben sich die Designer diesmal überraschend stark zurückgehalten. Ähnlich wie bei der Tiefenmodellpflege des neuen VW Golf VI zeigt der Mazda3 deutliche Anleihen an sein Vorgängermodell. Größere Scheinwerfer im mandelförmigen Sechser-Styling und eine muskulösere Schulter fallen auf Anhieb ins Auge. Doch man sieht dem Dreier zumindest von außen an, dass er sich auch ohne jede Scheu optisch an seinen Vorgänger anlehnt.

Das gilt auch bei der Technik. Das Fahrwerk des Vorgängers wurde überarbeitet und soll sich bei der neuen Generation etwas komfortabler präsentieren, ohne aber die Einbußen bei der Fahrdynamik zu groß werden zu lassen. Insbesondere im europäischen Mazda-Entwicklungszentrum in Oberursel nördlich von Frankfurt hat man daran viel Detailarbeit geleistet.

Dagegen schwächeln die sonst so innovationsfreudigen Japaner in Sachen Antriebstechnik. Bei den Motoren wird man moderne und hoch effiziente Direkteinspritzer mit Turboaufladung zunächst vergeblich suchen. Hier gibt es kaum mehr als die Triebwerke, die man auch aus den aktuellen Mazda-Modellprogrammen kennt. Die Benziner mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum leisten 105 und knapp über 150 PS. Der größere Benziner erfreut sich bei den Kunden in Europa keiner großen Beliebtheit, bekommt jedoch als erstes Triebwerk nun zumindest eine Direkteinspritzung. Eine Start-Stopp-Automatik soll ebenfalls zeitnah verfügbar sein. Dieselversionen werden mit 1,6 Litern (110 PS) und 2,2 Litern (150 und 185 PS) angeboten. Obwohl innovative Benziner bis 2011 fehlen, sollen die Verbräuche um 10 bis 15 Prozent gesunken sein.

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Leistungsplus
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Der 2.2-Liter-Diesel basiert technisch auf seinem Vorgängertriebwerk, hat jedoch 0,2 Liter mehr Hubraum. Der obere Teil des insgesamt rund 180 Kilogramm schweren Triebwerks ist aus Grauguss, der untere aus Aluminium. Der 15-Ventiler verfügt über zwei oben liegende Nockenwellen, die von einem neuen Kettenantrieb angetrieben werden. Durch einen veränderten Turbolader, reibungsarme Rollenschlepphebel und variable Schaufeln leistet der neue Diesel in der größten Ausführung 136 kW/185 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Nm. Trotz dem Leistungsplus von 45 PS und 70 Nm Drehmoment hat sich der Normverbrauch im Vergleich zum alten Antrieb mit 5,6 Litern Diesel auf 100 Kilometer nicht verändert. Die Höchstgeschwindigkeit sollte bei knapp 220 km/h liegen. Das Gewicht des neuen Mazda3 liegt auf dem Niveau des Vorgängers.

Mehr getan haben die Japaner im Innenraum. Schalter und Bedienelemente sind nicht nur übersichtlich, sondern haben auch ihren zweifelhaften Radiowecker-Charme verloren. Gewachsen sind nicht nur die äußeren Abmessungen sondern auch Bein- und Schulterfreiheit sowie das Kofferraumvolumen.

Zeitgemäße Technik hält unter anderen mit Xenon-Kurvenlicht, Festplattennavigation und einem Überholassistenten Einzug. Zudem soll das Geräuschniveau im Innenraum spürbar gesenkt worden sein. Fest scheint auch die Sportversion MPS zu stehen, die schon beim Vorgänger als Topmodell fungierte. Hier hoffen viele auf eine Allradversion, wie sie auch im Mazda6 MPS kommen soll. Der Basispreis des neuen Mazda3 dürfte angesichts der scharf kalkulierten Konkurrenz auf dem europäischen Markt kaum über 15.000 Euro liegen.

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