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Mazda 3 2.2 MZ-CD  Fahrbericht: Mazda 3 2.2 CD

Dreifach-Zoom



Der Mazda3 ist für den japanischen Hersteller das, was der Golf für Volkswagen ist: ein Bestseller. Grund genug, dem bestverkauften Mazda nach sechs Jahren eine Frischzellenkur zu verpassen.

 
Mazda 3 2.2 MZ-CD
  
Mazda 3 2.2 MZ-CD - Foto: Zaumseil Mazda 3 2.2 MZ-CD- Foto: Zaumseil Mazda 3 2.2 MZ-CD- Foto: Zaumseil Mazda 3 2.2 MZ-CD- Foto: Zaumseil Mazda 3 2.2 MZ-CD- Foto: Hersteller Mazda 3 2.2 MZ-CD- Foto: Zaumseil
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Mazda3 MPS
[+] Gutes, sportlich absgestimmtes Fahrwerk, durchzugsstarker 2,2-Liter-Diesel-Motor, präzises Sechsganggetriebe, solide Verarbeitung, einfache Bedienung
[-] Eingeschränkte Platzverhältnisse für größere Menschen, zu kleines Navigations-Display, unübersichtliche Lenkradfernbedienung, kleiner Kofferraum, großer Wendekreis

Die zweite Generation des Mazda3 wirkt erwachsener und emotionaler. Auffälligste Neuerung ist der tief hinab gezogene und weit aufgerissene Kühlergrill, flankiert von zwei weiteren Lufteinlässen mit darunter liegenden Nebelscheinwerfern. Zusammen mit den spitz zulaufenden, weit außen liegenden Klarglasscheinwerfern, einer nach hinten ansteigende Schulterlinie und leicht ausgestellten Kotflügeln wirkt das Design betont sportlich.

Die Plattform unter dem Blechkleid ist gleich geblieben. Trotz leicht gewachsener Dimensionen sank das Fahrzeuggewicht um 15 Kilogramm.

Im Innenraum gefallen das um den Fahrer herum gebaute Cockpit. Der zweite Blick enthüllt ein neues Multifunktionsdisplay über der Mittelkonsole, das mit 4,1 Zoll zu klein geraten ist, aber seinen Zweck erfüllt. Kartendarstellungen sind bei dieser Größe erwartungsgemäß kaum zu gebrauchen, Richtungspfeile und Navigationsanweisungen aber deutlich genug. Ärgerlich ist das Bedienungskonzept: Von einiger Kompliziertheit abgesehen kann das System nur vom Fahrer und nur vom Lenkrad aus bedient werden. Das erfordert lange Rotlichtphasen oder eben gleich das Parken.

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Nix für große
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Ohne Schwächen dagegen das Cockpit: Die Armaturen leuchten sanft in Komplementärfarben Blau und Orange, mitsamt den restlichen Anzeigen und Warnlampen ist alles sehr übersichtlich und wertig. Ebenso aufgeräumt die Mittelkonsole, alle Schalter und Knöpfe sind da, wo sie hingehören.

Das etwas zu tief in den Fahrgastraum reichende Armaturenbrett nimmt einem groß gewachsenen Fahrer viel an Kniefreiheit, trotz höhen- und längsverstellbarem Lenkrad. Möchten in der zweiten Reihe ebenfalls langbeinige Mitteleuropäer mitfahren, wird es vorne wirklich eng.

Die Verarbeitung des Interieurs ist gut, alle verwendeten Materialien fühlen sich wertig an und wirken stabil. Folgerichtig klappert auch nichts während der Fahrt. Allerlei Ablagen vorn und hinten bieten Platz für Mobiltelefone, Sonnenbrillen, Schokoriegel und Getränke.

Der Kofferraum ist mit 340 Litern nicht eben riesig, der Klassenprimus aus Wolfsburg hat aber auch nur gerade mal 10 Liter mehr zu bieten. Die Heckklappe öffnet weit nach oben, so dass sich auch große Menschen beim Beladen nicht den Kopf anstoßen. Gewöhnungsbedürftig ist der einzusetzende Schwung beim Zuklappen – auch bei einem Zuviel an Kraft schließt die Heckklappe nicht. Angenehm ist das Öffnen mit Hilfe des Markensymbols in der Mitte – die Hände bleiben auch bei Regenwetter halbwegs sauber.

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Spaß am Schalten
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Dem Design des Cockpits um den Fahrer herum folgend ist die Schaltung um einige Zentimeter höher und näher zum Fahrer platziert und damit in besserer Reichweite. Eine so gut an der Hand liegende Schaltkulisse verführt das eine oder andere Mal zu sportlicher Fahrweise, dabei schaltet das Sechsganggetriebe präzise mit kurzen Wegen.

Die elektrische Servolenkung ist angemessen direkt und kurz übersetzt, könnte jedoch um die Mittellage herum etwas präziser sein. Die Sportlichkeit insgesamt wird vor allem durch das straff gefederte, jedoch nicht unkomfortable Fahrwerk unterstützt. Sehr guter Geradeauslauf, leichtes Untersteuern in engen oder schnellen Kurven, nur durch Kanaldeckel oder Querrillen aus der Ruhe zu bringen - so das weitere Urteil.

Zur sportlichen Abstimmung des Fahrwerkes passen Motorleistung (110 kW/150 PS) und Drehmoment (360 Nm). Damit sind immerhin mehr als 200 km/h Spitzengeschwindigkeit möglich, der Sprint von Null auf Tempo 100 ist in 9,2 Sekunden absolviert. Das maximale Drehmoment steht bei 1.800 Touren zu Verfügung, was ein frühes Schalten zu Gunsten des Kraftstoffverbrauches ermöglicht. Leider ist auch das Turboloch bis zu diesem Bereich sehr ausgeprägt, so dass speziell im Stadtverkehr der Eindruck entsteht, einen Ein-Aus-Schalter statt eines Gaspedals zu betätigen.

Der Testverbrauch von 5,9 Litern pro 100 km liegt etwas über der Herstellerangabe von 5,4 Litern im Drittelmix. Trotzdem ein guter Wert in Anbetracht der gebotenen Fahrleistungen, zumal der Motor bereits die zukünftige Abgasnorm Euro-5 erfüllt.

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Warnung im Spiegel
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Die serienmäßige Sicherheitsausstattung ist ebenfalls auf der Höhe, obwohl der Wettbewerb schon das eine oder andere mehr zu bieten hat: ABS, ESP, Airbags, ISOFIX-Kindersitzhalterung auf der Rücksitzbank, Reifendruckkontrolle, Nebelscheinwerfer und Spurwechsel-Assistent. Ein Sensorsystem überwacht den hinteren Bereich um das Fahrzeug herum. Bei Unterschreiten einen bestimmten Abstandes zu einem anderen Fahrzeuges blinkt ein Warnlicht in dem entsprechenden Außenspiegel - setzt der Fahrer nun trotzdem den Blinker, ertönt ein Warnsignal. Das funktioniert recht gut, wobei die Übersichtlichkeit des im japanischen Hofu gebauten Kompaktmodells solche elektronischen Gimmicks nahezu überflüssig machen.

Serienmäßig ist das Topmoell mit Einparkhilfe hinten, Tempomat, Licht- und Regensensor, beheizbaren Außenspiegeln, Klimaautomatik, Sitzheizung sowie der beheizbaren Frontscheibe ausgestattet.

Insgesamt ist den Ingenieuren ein mehr als konkurrenzfähiges Kompaktklassemodell gelungen, das sich technisch wie preislich nicht verstecken muss. 24.800 Euro für den Mazda3 High-Line 2.2 CD in der fünftürigen Version ist bei der vorgenannten Komplettausstattung ein faires Angebot. Das optionale Navigationssystem kostet moderate 720 Euro, Metallic-Lackierung 480 Euro und ein High-End Stereosystem von Bose kostet 930 Euro – inklusive Bluetooth-Kopplung für Mobiltelefone.

Mazda 3 2.2 MZ-CD
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Fotos: Zaumseil
Ort: München

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